{"id":67099,"date":"2021-01-04T12:33:47","date_gmt":"2021-01-04T11:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/kletterbegriffe-erklaert\/"},"modified":"2023-07-26T14:18:36","modified_gmt":"2023-07-26T12:18:36","slug":"kletterbegriffe-erklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/kletterbegriffe-erklaert\/","title":{"rendered":"Rotpunkt und Co. &#8211; Was bedeuten g\u00e4ngige Kletterbegriffe?"},"content":{"rendered":"\n<p>Rotpunkt, Onsight und Flash\u2026 Kletterbegriffe, die heute unsere Kletterwelt pr\u00e4gen und Kennzahlen f\u00fcr Kletterleistungen bilden. Daneben existieren auch weitere Ausdr\u00fccke, welche man nicht mehr so h\u00e4ufig zu h\u00f6ren bekommt. Woher kommen all diese Bezeichnungen und was bedeuten sie eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Grund ist die nicht so &#171;friedliche&#187;&nbsp;<strong>Geschichte des Freikletterns<\/strong>. Ganz anders, als man sich die Hippiekultur des Kletterns vorstellt. Gepr\u00e4gt von Uneinigkeiten zwischen den jungen Wilden des Sportkletterns und den etablierten K\u00f6nnern des Bergsteigens. Klettern ist eben nicht einfach nur ein Sport. Klettern ist eine Kunst und Lebenseinstellung und wird von vielen mit gro\u00dfer Leidenschaft gelebt. Ein N\u00e4hrboden f\u00fcr viele Ideen und hitzige Diskussionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zeigen einige Beispiele, wie ganz aktuell ein Routenstreit im Frankenjura, 2012 im Rahmen der Freibegehung der Kompressor-Route am Cerro Torre bis hin zum Pf\u00e4lzer Hakenkrieg in den 80ern. Irgendwann kam es dann aber zu einer gewissen Einigkeit. \u00dcber diese lebendige Klettergeschichte sind viele <strong>Kletterbegriffe<\/strong> und <strong>Regeln<\/strong> entstanden. Einige haben sich etabliert, andere gehen verloren. Dieser Artikel kl\u00e4rt deshalb \u00fcber etablierte Kletterbegriffe auf und f\u00fcr die Geeks unter euch werden ein paar kleine Leckerbissen serviert. Dabei handelt es sich aber nicht um Kuchen. Irgendwie schade, oder?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-exkurs-freiklettern-und-alpinismus-waren-nicht-immer-freunde\">Exkurs \u2013 Freiklettern und Alpinismus waren nicht immer Freunde<\/h2>\n\n\n\n<p>So selbstverst\u00e4ndlich wie heute war das Freiklettern nicht immer. Die Idee, die in den K\u00f6pfen vieler Kletterer steckt hat eine kurze, aber intensive Geschichte. Denn die Wurzeln der vertikalen Fortbewegung liegen im<strong> alpinen technischen Bergsteigen<\/strong>. Wo die bergsteigerischen Tugenden im Vordergrund standen wie des Sich-der-Gefahr-Aussetzens, Wind und Wetter zu trotzen und nicht in die Hanfseile zu st\u00fcrzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es galt, tapfer zu sein und oben anzukommen, wenn es sein muss auch mit technischen Mitteln. So legten die Alpenvereine 1968 den Schwierigkeitsgrad UIAA 6+ als absolute Grenze des frei kletterbaren fest. Ein Limit, das ca. 10 Jahre sp\u00e4ter durch die Freikletterbewegung bereits auf den satten 9. Klettergrad heraufgesetzt wurde. Damals noch nicht im heute \u00fcblichen Stil, aber dennoch eine gro\u00dfe Leistung, die seinerzeit noch nicht offiziell von den Vereinen anerkannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee der jungen Wilden war, nur <strong>aus eigener Kraft<\/strong> an den <strong>nat\u00fcrlichen Haltepunkten<\/strong> die W\u00e4nde zu bew\u00e4ltigen. Wobei <strong>Seil und Haken nur als Notsicherung<\/strong> gedacht waren. Das traf bei den Altgedienten auf wenig Begeisterung. Die pure K\u00f6rperlichkeit des Sports stie\u00df den alten Hasen so auf, dass 1978 beispielsweise der Pf\u00e4lzer Hakenkrieg ausbrach.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier wurden Tritte ausgeschlagen, Haken abges\u00e4gt und einmal kam auch Schwer\u00f6l zum Einsatz, damit die betroffene Tour nicht mehr frei machbar war. Letztendlich konnte sich die Freikletterbewegung etablieren. Sie schwappte aus den USA \u00fcber die s\u00e4chsische und die fr\u00e4nkische Schweiz, bis sie neu interpretiert wieder in die USA kam. Dabei entstanden viele Kletterbegriffe, die eine Freikletterbegehung definieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-free-solo\">Free Solo<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese pure Form des Kletterns wird oft mit dem Freiklettern oder Freeclimbing verwechselt. Der Unterschied zwischen diesen Kletterbegriffen ist gar nicht so gro\u00df, aber macht einen gro\u00dfen Unterschied. Wer Free Solo aufsteigt klettert frei, ist aber<strong> komplett ohne Sicherheitsreserven<\/strong> unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Kletterer verzichten auf Seil und <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/klettergurte\/\">Klettergurt<\/a> oder \u00e4hnliche Hilfsmittel die einen Absturz verhindern oder bremsen. So begr\u00fcndete Dean Potter beispielsweise den Kletterbegriff des<strong> Free Base<\/strong> indem er einen Fallschirm als Sicherheitsreserve bei sich hatte. Diesen konnte er bei einem Sturz ziehen und damit sicher zu Boden gleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Person, die Free Solo klettert, verzichtet auf solche Reserven. Meistens tragen sie einen Helm, der sie zumindest vor leichtem Steinschlag sch\u00fctzt, eine lediglich minimale Sicherheitsma\u00dfnahme, da sie vor einem eigentlichen Absturz nicht hilft. Dies zeigt aber, dass die Jungs und M\u00e4dels nicht aus Wahnsinn unterwegs sind, sondern ein solches Vorhaben meist nur durchf\u00fchren, wenn sie sich ihrer Sache absolut sicher sind. Alexander Huber hat mit \u201eFree Solo &#8211; Klettern ohne Sicherung und ohne Grenzen\u201c ein Buch geschrieben, in dem er die Erfahrung einzelner Free Solo Kletterer zusammenbringt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-rotpunkt-ist-klar\">Rotpunkt, ist klar?!<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Begehungsstil des Freikletterns schlechthin. Hier geht es darum, eine Route mindestens einmal am St\u00fcck frei zu durchsteigen, mit so vielen Versuchen, wie man eben ben\u00f6tigt. Die Sicherungskette darf beim Durchstieg nicht belastet werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/9b65f2c1-4708-4859-b4dd-a024845e4f89-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/9b65f2c1-4708-4859-b4dd-a024845e4f89-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44702\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rotpunkt: Wer beim Durchstiegsversuch f\u00e4llt muss wieder von vorne anfangen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der von Kurt Albert gepr\u00e4gte Kletterbegriff spiegelt den Geist des Freikletterstils wider. Viele kennen den Rotpunkt, aber ausgelegt wird er unterschiedlich. Man munkelt, dass es selbst die Profis oft nicht \u201erichtig\u201c machen, wenn sie eine <strong>Rotpunktbegehung<\/strong> bekanntgeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Teil der Diskussion ist, ob bei der Rotpunktbegehung einer Kletterroute die f\u00fcr die Sicherung <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/welche-express-sets-gibt-es\/\">notwendigen Expressschlingen<\/a>\u00a0am<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/klettergurte\/\"> Klettergurt<\/a> getragen werden m\u00fcssen, um sie beim Durchstiegsversuch einzuh\u00e4ngen; in dem Fall spricht man auch von <strong>Pinkpoint<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Thema \u00e4u\u00dferte sich Kurt Albert ganz pragmatisch: \u201e<em>Wenn du einen Weg eh ein\u00fcbst, warum sollst du dann jedes Mal die Sicherungen rausnehmen?<\/em>\u201c. So ist es mittlerweile gang und g\u00e4be von der Rotpunktbegehung zu sprechen, unabh\u00e4ngig ob Exen bereits in der Wand h\u00e4ngen oder nicht. Bei einer Mehrseill\u00e4ngentour muss der Kletternde alle Seill\u00e4ngen \u201erotpunkten\u201c um diese auf seine Liste nehmen zu \u201ed\u00fcrfen\u201c. Mehr wertvolle Klettergeschichte \u00fcber den von Kurt Albert gepr\u00e4gten Kletterbegriff und auch ihn selbst findest du in seiner Biografie \u201e<em>Kurt Albert \u2013 frei denken, frei klettern, frei sein<\/em>\u201c geschrieben von Tom Dauer, sehr lesenswert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-onsight\">Onsight<\/h3>\n\n\n\n<p>Kennst du eine Route noch gar nicht? Hast du auch keinem dabei zugesehen, wie er sie klettert? Dann hast du die Chance auf eine <strong>Onsight Begehung<\/strong>. Sie ist g\u00fcltig, wenn du \u00fcber die Route nur die Informationen hast, die du dir selbst \u00fcber Betrachten der Route holen kannst. Das ist wie die <strong>Sichtungsphase<\/strong>, die die Wettkampfkletterer bei offiziellen Wettk\u00e4mpfen haben. Nur ohne Zeitlimit. Und wenn dir w\u00e4hrend der Kletterei jemand von unten Z\u00fcge oder Griffe ansagt, bist du beim n\u00e4chsten Kletterbegriff\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-flash\">Flash<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/8c91cb2f-b6f6-4e6c-bcf0-d0e1e491db8c-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/8c91cb2f-b6f6-4e6c-bcf0-d0e1e491db8c-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44705\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tradkletterer fr\u00fcher: \u201eDie h\u00e4ngen da rum wie die Hunde.\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sofern du vor oder w\u00e4hrend deines ersten Kletterversuchs Informationen von anderen erh\u00e4ltst oder auch von einer Beschreibung im <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterfuehrer\/\">Kletterf\u00fchrer<\/a> ist das kein Onsight mehr, aber ein Flash.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hangdogging\">Hangdogging<\/h3>\n\n\n\n<p>Das ist kein Begehungsstil, sondern mehr eine Strategie f\u00fcr die h\u00f6chsten Schwierigkeitsgrade. Je schwieriger eine Route ist, umso unwahrscheinlicher ist der Druchstieg im ersten Versuch (Onsight oder Flash).<\/p>\n\n\n\n<p>Um sich die anspruchsvollsten Stellen einer Kletterroute auszut\u00fcfteln und einzupr\u00e4gen, versuchen die meisten Kletterer die beste L\u00f6sung daf\u00fcr zu finden. So klettern sie von Haken zu Haken, um sich jeweils in das Seil hineinzusetzen und diesen Bereich genauer unter die Lupe nehmen. Sie suchen nach den passenden <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/klettertechnik-griffarten\/\">Griffen<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/klettertechnik-klettergrundlagen\/\">K\u00f6rperpositionen<\/a>,\u00a0und das f\u00fcr jede der schwierigen Kletterstellen. Diese einzelnen Puzzleteile werden dann f\u00fcr die Rotpunktbegehung zusammengesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sachsisch-klettern-alles-frei-a-f\">\u201eS\u00e4chsisch\u201c Klettern, Alles frei (a.f.)<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zum Rotpunkt ist es beim a.f. erlaubt, die <strong>Sicherungspunkte<\/strong> zum Ausruhen zu belasten. Beim anschlie\u00dfenden Weiterklettern muss die letzte Kletterstellung wieder eingenommen werden und dann kann es weitergehen. So war eine Tour geschafft, wenn ein Kletterer zwischen den Pausen alles frei klettern konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem aus dem Elbsandstein entstammen Wurzeln des Freikletterns, die nicht untersch\u00e4tzt werden d\u00fcrfen: Hier hatte beispielsweise Fritz Wiessner seinen Ursprung und Bernd Arnold hat Kurt Albert f\u00fcr den <strong>Rotpunkt-Stil<\/strong> inspiriert.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Fritz Wiessner war das Elbsandsteingebirge Kinderstube und Ausbildungsst\u00e4tte zugleich. Nach seiner Emmigration in die USA im Jahre 1929 musste er zuerst Kletterpartner finden, denn eine so etablierte Kletterszene wie in Sachsen scheint es damals wohl noch nicht gegeben zu haben. In den folgenden Jahren erschloss Wiessner um die 50 Routen am Shawangunks-Konglomerat im freien Stil (vorrangig mit dem Wiener Immigranten Dr. Hans Kraus). Zudem gelang ihm die erste freie Besteigung des Devil&#8217;s Tower in Wyoming.<\/p>\n\n\n\n<p>Umgekehrt bereiste und erkletterte er zu DDR-Zeiten auch immer wieder die S\u00e4chsische Schweiz mit amerikanischen Spitzenkletterern im Schlepptau (Steve Roper, Henry Barber, u.a.). Man kann also getrost sagen, dass die Disziplin des freien Kletterns durchaus einen Ursprung im Elbsandsteingebirge und bei seinen Kletterpionieren besitzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mit-dem-rotkreis-yoyo\">Mit dem Rotkreis Yoyo<\/h3>\n\n\n\n<p>Rotkreis und Yoyo, zwei Kletterbegriffe eine Bedeutung. Das <strong>Yo-yo-ing<\/strong> kam damals aus den USA nach Europa und war \u00fcber einen langen Zeitraum DER Begehungsstil. Auf diese Weise wurde zum Beispiel \u201eThe Face\u201c (8a+) im Altm\u00fchltal von Jerry Moffat im Yo-yo-stil erstbegangen. Dabei kletterte er bis zum Sturz, und wenn er st\u00fcrzte, musste er sich wieder zum Boden (oder dem letzten Stand) ablassen, das Seil aber blieb so h\u00e4ngen. Was immerhin bedeutete, dass er im n\u00e4chsten Versuch bis dorthin im Toprope ist. Aber die Z\u00fcge an dieser Stelle durfte er nicht auschecken. H\u00e4tte Jerry in dieser Tour einen No Hand Rest gefunden, so h\u00e4tte er nach einem Sturz nach dieser Stelle nicht mehr bis zum Boden herunterm\u00fcssen, sondern nur bis zu diesem Punkt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-rotkreuz\">Rotkreuz<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/37734795-4f4d-4579-b4a4-60dd46a70d61-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/37734795-4f4d-4579-b4a4-60dd46a70d61-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44706\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">No Hand Rest: So l\u00e4sst es sich leben.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Rotkreuz ist wohl ein verbreiteter Begehungsstil, denn es handelt sich dabei um das sturzfreie Klettern einer Route im Toprope oder im Nachstieg. An sich wird der Kletterbegriff kaum noch verwendet, ist aber bei <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/was-ist-paraclimbing\/\">Para-Climbing<\/a> Wettk\u00e4mpfen Pflicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-clean\">Clean<\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Routen k\u00f6nnen mit mobilen Sicherungspunkten wie <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/klemmkeile\/\">Klemmkeilen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/klemmgeraete-friends\/\">Friends<\/a>&nbsp;und <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/s\/schlingen\/?searchparam=schlingen&amp;iBfResetSorting=1&amp;userInput=schlingen\">Schlingen<\/a>&nbsp;abgesichert werden. Diese sind nach der Begehung wiederentfernbar. Sicherungen wie Normalhaken die den Felsen besch\u00e4digen sind im Clean Stil nicht erlaubt. So ist die Clean-Begehung dem Rotpunkt in etwa \u00e4hnlich. Hier wird die <strong>Pinkpointregelung<\/strong> aber strenger genommen und wer eine richtige Clean-Begehung machen m\u00f6chte, muss alle Sicherungspunkte beim Durchstieg selbst legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-headpoint\">Headpoint<\/h3>\n\n\n\n<p>Manche Trad Kletterouten sind so anspruchsvoll, dass man sie beim ersten Versuch lieber nicht von unten starten m\u00f6chte. Damit die kritischen Stellen f\u00fcr die<strong> mobilen Sicherungen<\/strong> und die schwierigen Kletterpassagen auscheckt werden k\u00f6nnen ist es m\u00f6glich, erst im Toprope zu klettern. Der anschlie\u00dfende Durchstieg ohne Belastung der Sicherungskette und der eigens gelegten Sicherungen ist dann der <strong>Headpoint<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-punkt-punkt-komma-strich-fertig-ist-das-lachgesicht\">Punkt, Punkt\u2026 Komma, Strich fertig ist das Lachgesicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Sind dir diese Regeln zu streng und du wei\u00dft jetzt nicht, was du als <strong>Kletterbegehung<\/strong> z\u00e4hlen lassen kannst? Dann ist das doch eigentlich ziemlich egal, da die meisten unter uns f\u00fcr sich und nicht f\u00fcr den Vergleich oder Wettkampf klettern. Die einzigen Regeln, an die du dich an den Felsen und auf dem Weg dorthin halten musst, sind gegenseitiger<strong> Respekt, Naturschutz und ggf. die StVO<\/strong>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/50dcab01-3ed0-4d38-a2ae-a755cd4e7135-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/50dcab01-3ed0-4d38-a2ae-a755cd4e7135-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44707\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit dem Clipstick auf Nummer sicher?<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In allen anderen Bereichen gilt: genie\u00dfe die Natur, die Emotionen, die Bewegungen und die Menschen, die du triffst. Ob du die Route auf die eine oder die andere Wei\u00dfe genie\u00dfen durftest, ist dann nur noch Nebensache.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich euch anregen, eure Meinung in die Kommentare zu schreiben. Ein viel diskutiertes Thema ist das <strong>Vorclippen<\/strong> von der ersten oder zweiten <strong>Expressschlinge<\/strong>. Gerade wenn der Einstieg besonders schwierig ist oder das Risiko als zu hoch wahrgenommen wird. Wie seht ihr das? Sicherheit oder \u201eSchw\u00e4che\u201c?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rotpunkt, Onsight und Flash\u2026 Kletterbegriffe, die heute unsere Kletterwelt pr\u00e4gen und Kennzahlen f\u00fcr Kletterleistungen bilden. Daneben existieren auch weitere Ausdr\u00fccke, welche man nicht mehr so h\u00e4ufig zu h\u00f6ren bekommt. Woher kommen all diese Bezeichnungen und was bedeuten sie eigentlich? Ein Grund ist die nicht so &#171;friedliche&#187;&nbsp;Geschichte des Freikletterns. 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