{"id":67343,"date":"2020-05-12T13:43:37","date_gmt":"2020-05-12T11:43:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/sonnenbrand-vermeiden-behandeln\/"},"modified":"2023-06-20T14:12:36","modified_gmt":"2023-06-20T12:12:36","slug":"sonnenbrand-vermeiden-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/sonnenbrand-vermeiden-behandeln\/","title":{"rendered":"Sonnenbrand \u2013 Entstehung, Vermeidung und Behandlung"},"content":{"rendered":"\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Huch, eben war noch dunkelster Winter und jetzt knallt die Sonne mittags gef\u00fchlt mit \u00c4quatorst\u00e4rke. Es ist, als ob die <strong>Sonnenintensit\u00e4t<\/strong> einen Sprung gemacht h\u00e4tte. Zumindest kommt mir das jedes Fr\u00fchjahr so vor. Deshalb habe ich es auch dieses Mal wieder verpasst, rechtzeitig f\u00fcr Sonnenschutz zu sorgen und den ersten Sonnenbrand zu vermeiden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"> Damit n\u00e4chstes Jahr endlich Schluss damit ist, will ich hier mal nachforschen, was der Sonnenbrand genau ist, wie man ihn vermeidet und \u2013 falls es schon wieder nicht geklappt hat \u2013 wie man ihn richtig behandelt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-genau-brennt-da\"><span style=\"font-weight: 400;\">Was genau brennt da?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bl\u00f6de Frage, nat\u00fcrlich brennt die Haut. Und sie spannt im schlimmsten Falle, als ob sie gleich rei\u00dfen w\u00fcrde. Jede Ber\u00fchrung f\u00fchlt sich an, als w\u00fcrde man Schleifpapier \u00fcbergezogen bekommen. Und es ist auch tats\u00e4chlich eine (leichte) Verbrennung, die man sich beim Sonnen-Brand zuzieht. Die Zerst\u00f6rung der Hautzellen findet in \u00e4hnlicher Art statt wie beim Kontakt mit Feuer. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Haut wird beim <strong>Sonnenbrand<\/strong> (Dermatitis solaris) durch eine zu hohe Dosis an UV-Strahlen sprichw\u00f6rtlich entz\u00fcndet. Meist ist nur die oberste Hautschicht (Epidermis) betroffen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein <\/span><b>leichter<\/b> <b>Sonnenbrand<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zeigt sich nur als Hautr\u00f6tung, ein <\/span><b>starker<\/b> <b>Sonnenbrand<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ruft zus\u00e4tzlich Blasenbildung hervor und kann Narben hinterlassen. <\/span><b>Wiederholte<\/b> <b>F\u00e4lle<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> von Sonnenbrand lassen zudem die Haut beschleunigt altern. Man sieht es gelegentlich schon bei j\u00fcngeren Menschen, die es mit dem Solarium oder der Urlaubsbr\u00e4une \u00fcbertreiben: die Haut ist faltig und sieht lederartig aus. Auch das Risiko einer sp\u00e4teren Hautkrebserkrankung steigt mit der H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t von Sonnenbr\u00e4nden.&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Sonnenbrand_2932948-1-1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Sonnenbrand_2932948-1-1.jpg\" alt=\"Grad 2 Sonnenbrand\" width=\"250\" height=\"335\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei Grad 2 bilden sich sp\u00e4ter oft Bl\u00e4schen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Sonnenbrand-<\/span><b>Intensit\u00e4t<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wird <\/span><a href=\"https:\/\/www.netdoktor.de\/krankheiten\/sonnenbrand\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">in <\/span><b>drei Schweregrade<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> unterteilt<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und h\u00e4ngt von der <\/span><b>Dauer<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><b>St\u00e4rke<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> der Sonneneinstrahlung, dem individuellen <\/span><b>Hauttyp<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sowie der Empfindlichkeit und Gr\u00f6\u00dfe der <\/span><b>betroffenen K\u00f6rperregion<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ab. Besonders empfindlich und demnach sorgf\u00e4ltig zu sch\u00fctzen sind die Lippen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Bei <\/span><b>Schweregrad 1<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sind die betroffenen Hautstellen \u201enur\u201c ger\u00f6tet und \u00fcberhitzt. Sie spannen und sind oft auch leicht geschwollen. Der Sonnenbrand juckt und brennt.<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Bei <\/span><b>Grad 2<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> bilden sich Bl\u00e4schen auf der Haut und die Haut sch\u00e4lt sich sp\u00e4ter ab. Die Brandblasen sollte man wegen Infektionsgefahr nicht selbst \u00f6ffnen.<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><b>Grad 3<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> entspricht einer schweren Verbrennung mit Abl\u00f6sung der obersten Hautschichten und sehr\u00a0wahrscheinlich zur\u00fcckbleibenden Narben.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei einem gro\u00dffl\u00e4chigen Sonnenbrand mit Schweregrad 2 oder mehr k\u00f6nnen auch Fieber und weitere Symptome auftreten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-entsteht-sonnenbrand\"><span style=\"font-weight: 400;\">Wie entsteht Sonnenbrand?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hauptverantwortlich f\u00fcr Sonnenbrand sind ultraviolette (UV-)Strahlen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie von der Sonne oder einer k\u00fcnstlichen Strahlungsquelle stammen. So kann man sich beispielsweise auch im Solarium oder beim Schwei\u00dfen mit unzureichender Schutzkleidung einen Sonnenbrand einfangen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b>Ultraviolett<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sind Sonnenstrahlen, wenn ihre Wellenl\u00e4nge k\u00fcrzer ist als die des gerade noch sichtbaren violetten Lichts. <\/span><b>UV-Strahlen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> werden nach Wellenl\u00e4nge unterteilt in:<\/span><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">UV-A-Strahlung (Wellenl\u00e4nge: 400 bis 315 Nanometer)<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">UV-B-Strahlung (315 bis 280 nm)<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">UV-C-Strahlung (280 bis 100 nm)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/UV_Index_NYC-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/UV_Index_NYC-1.jpg\" alt=\"UV-Index\" width=\"351\" height=\"265\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein hoher UV-Index ist besonders sch\u00e4dlich. Hier eine beispielhafte Verteilung \u00fcber 12 Monate. Die Kurven zeigen den Tagesverlauf. (Patrug)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Je k\u00fcrzer die Wellenl\u00e4nge, desto energiereicher und hautsch\u00e4dlicher ist die Strahlung. Hauptverursacher f\u00fcr Sonnenbrand ist die UV-B-Strahlung. Die \u201enoch k\u00fcrzere\u201c und gef\u00e4hrlichere UV-C-Strahlung spielt keine Rolle, da sie in den oberen Schichten der Erdatmosph\u00e4re \u201eausgefiltert\u201c wird. UV-A-Strahlung birgt zwar kaum Sonnenbrandgefahr, kann jedoch das Bindegewebe angreifen und die Haut somit schneller altern lassen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Details des Sonnenbrand-Mechanismus wurden <\/span><a href=\"https:\/\/www.br.de\/wissen\/was-passiert-bei-einem-sonnenbrand-100.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">laut dieses BR-Artikels<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> erst 2012 in Versuchen mit Zellkulturen und M\u00e4usen aufgedeckt. Demnach werden RNA-Molek\u00fcle aus dem Zellkern so ver\u00e4ndert, \u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">dass sie sich mit einer Andockstelle in den Hautzellen verbinden k\u00f6nnen. Das wiederum f\u00f6rdert die Produktion eines entz\u00fcndungsf\u00f6rdernden Stoffes, des Tumor-Nekrosefaktors Alpha. Die typischen Sonnenbrand-Symptome treten auf. Dadurch, dass die ver\u00e4nderten RNA-Molek\u00fcle Substanzen und Reaktionen aktivieren, die als tumorf\u00f6rdernd gelten, k\u00f6nnten sie auch eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs spielen.<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nur-helle-hauttypen-wer-bekommt-sonnenbrand\"><span style=\"font-weight: 400;\">Nur helle Hauttypen? Wer bekommt Sonnenbrand?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der <\/span><b>Hauttyp<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> spielt bekanntlich eine wichtige Rolle. Hellh\u00e4utige Menschen bekommen schneller einen Sonnenbrand, weil sie weniger Hautpigmente haben, die die Sonneneinstrahlung blocken. Man unterscheidet vier Hauttypen:<\/span><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><b>Hauttyp 1<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Sehr helle Haut, r\u00f6tlich-blonde Haaren, blaue oder gr\u00fcne Augen und Sommersprossen Ungesch\u00fctzt kann man sich als Hauttyp 1 nur f\u00fcnf bis zehn Minuten an der Sonne aufhalten, bevor die Haut rot wird (Eigenschutzzeit). Braun wird die Haut kaum bis gar nicht.<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><b>Hauttyp 2<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Helle Haut, blonde bis dunkelblonde Haare, blaue oder gr\u00fcne Augen, Eigenschutzzeit 10 bis 20 Minuten.<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><b>Hauttyp 3<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: dunklere Haut, dunkelblonde bis braune Haare, Eigenschutzzeit 20 bis 30 Minuten.<\/span><\/li>\n\n\n\n<li><b>Hauttyp 4<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: br\u00e4unliche Hautt\u00f6ne, dunkelbraune bis schwarze Haare, Eigenschutzzeit 30 bis 40 Minuten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich selbst w\u00fcrde mich bei Hauttyp 2 einordnen, der (leider) nur im Gesicht oder nach langer Sonnen-Eingew\u00f6hnung leicht braun wird. Allerdings kommen mir die hier von <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Netdoktor<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> entnommenen \u201eoffiziellen\u201c Zahlen f\u00fcr die Eigenschutzzeit sehr kurz gegriffen vor. Zumindest in tiefen Lagen nahe Meeresspiegel w\u00fcrde ich meine pers\u00f6nliche Eigenschutzzeit deutlich l\u00e4nger als die genannten 10 bis 20 Minuten einsch\u00e4tzen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b>Oben am Berg<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, wo der UV-Anteil in der Sonnenstrahlung mit jedem H\u00f6henmeter steigt, da er von immer weniger Luftteilchen \u201eherausgefiltert\u201c wird, gilt das nat\u00fcrlich nicht mehr. Je h\u00f6her man kommt ist, desto wichtiger wird es, das Thema Sonnenschutz ernst zu nehmen. Das gilt ganz besonders, wenn <\/span><b>Babys<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><b>Kleinkinder<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit ihrer noch sehr d\u00fcnnen und pigmentarmen Haut dabei sind.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Beachtet werden muss auch die <\/span><b>Reflexion<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> von Sonnenstrahlung: Oberfl\u00e4chen wie Wasser, Schnee oder Sand werfen die UV-Strahlung wie ein Spiegel zur\u00fcck. Man kann sich also auch an diesen reflektierenden Oberfl\u00e4chen einen Sonnenbrand holen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-vermeide-ich-sonnenbrand\"><span style=\"font-weight: 400;\">Wie vermeide ich Sonnenbrand?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die einfachsten Methoden sind sicher keine Geheimtipps: <\/span><b>Haut bedecken<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und im <\/span><b>Schatten<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> bleiben. Ist man aber als Bergfreund ab und zu oberhalb der Baumgrenze unterwegs, l\u00e4sst sich insbesondere das mit dem Schatten nicht immer so leicht einhalten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Schutz durch Textilien<\/b><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/ss18-bahama-willow-LR-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/ss18-bahama-willow-LR-1.jpg\" alt=\"Auch ein Hut oder eine andere Kopfbedeckung kann als Sonnenschutz dienen.\" width=\"250\" height=\"331\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch ein Hut oder eine andere Kopfbedeckung kann als Sonnenschutz dienen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Abdecken der Haut mit Stoff ist die unschlagbar einfache Schutzmethode. Allerdings soll normales Gewebe wie Baumwolle oder Polyester nicht vollst\u00e4ndig sch\u00fctzen. Ich schreibe hier bewusst \u201esoll\u201c, weil ich bislang noch nicht die Erfahrung gemacht habe, unter einem einfachen T-Shirt Sonnenbrand zu bekommen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"> Bei langer, intensiver Sonnenexposition in <\/span><b>\u00e4quatornahen<\/b> <b>Klimazonen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> d\u00fcrfte spezielle Kleidung mit UV-Schutzfaktor jedoch sehr sinnvoll sein. Sie ist dichter gewebt, sodass weit weniger (UV-)Licht zur Haut durchdringt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zwar braucht man auch in den hiesigen <\/span><b>Bergen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> verst\u00e4rkten UV-Schutz, doch den hat man meist sowieso, wenn man die Haut mit mehreren Kleidungsschichten bedeckt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Sonnencremes und Lichtschutzfaktoren<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch hier d\u00fcrften die g\u00e4ngigen Hinweise allseits bekannt sein. Man soll ein <\/span><b>Sonnenschutzmittel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und die Haut mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad&nbsp; mit einer ausreichend gro\u00dfen Menge eincremen\/einspr\u00fchen. F\u00fcr eine Ganzk\u00f6rperanwendung bedeutet das eine Menge von etwa 25 Millilitern, was einem Schnapsglas entspricht. Nach dem Schwimmen oder starkem <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/schwitzrate-sport-rechner\/\">Schwitzen<\/a> ist die Prozedur zu wiederholen. Und dabei bitte beachten, dass die Schutzzeit durch wiederholtes Eincremen NICHT verl\u00e4ngert wird.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Damit zu den Hard Facts, die noch kein Allgemeinwissen sind: <\/span><b>herk\u00f6mmliche<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Sonnenschutzmittel sind nicht ganz so unproblematisch wie allgemein angenommen. Ihre <\/span><b>chemischen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Filter dringen in die oberste Hautschicht ein und wandeln die UV-Strahlen in W\u00e4rmeenergie um. Dabei k\u00f6nnen die Substanzen Allergien ausl\u00f6sen und \u2013 da sie keineswegs immer nur in den oberen Hautschichten verbleiben \u2013 wie Hormone wirken. Forscher der Universit\u00e4t Z\u00fcrich fanden <\/span><a href=\"https:\/\/utopia.de\/ratgeber\/was-taugen-bio-sonnencremes-wirklich-mineralisch-uv-filter-nano-lichtschutzfaktor\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">R\u00fcckst\u00e4nde von UV-Filtern in Muttermilch<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Wie war das mit den Nanoteilchen?<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein ebenfalls wenig beachteter Problempunkt ist die Beimischung von Nanoteilchen in vielen Sonnenschutzmitteln. Damit sind nach EU-Definition Teilchen gemeint, die kleiner sind als 100 Nanometer (ein Zehntausendstel Millimeter). Laut <\/span><a href=\"https:\/\/nanoportal-bw.de\/pb\/,Lde\/Startseite\/Anwendung\/Nanomaterialien+in+Sonnencreme\"><span style=\"font-weight: 400;\">Nanoportal-BW.de<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> werden die im Handel verwendeten UV-Filter \u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">vom wissenschaftlichen Komitee f\u00fcr Verbrauchersicherheit der Europ\u00e4ischen Kommission als sicher bewertet. Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren die UV-Strahlung wie kleine Spiegel.<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gibt-es-naturliche-sonnenschutz-alternativen\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gibt es nat\u00fcrliche Sonnenschutz-Alternativen?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wer gegen\u00fcber Nanopartikeln dennoch skeptisch ist, der kann sich mit Bio-Sonnencreme&nbsp;<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">vor der Sonne sch\u00fctzen. Hier sorgen mineralische Filter mit nat\u00fcrlich vorkommenden Substanzen wie Titandioxid und Zinkoxid f\u00fcr die Abwehr der UV-Strahlen. Sie bilden eine d\u00fcnne Schutzschicht, die wie eine Vielzahl kleiner Spiegel wirkt, die die Sonnenstrahlen \u00fcberwiegend reflektiert und streut. Die Wirkung setzt nicht erst nach 15 bis 30 Minuten ein wie bei den chemischen Filtern, sondern sofort nach dem Auftragen. <\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/ss18-ultra-adventure-LR.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/ss18-ultra-adventure-LR.jpg\" alt=\"Durch gezieltes Sonnenbaden kann man die Haut an die Sonnenstrahlen gew\u00f6hnen.\" width=\"252\" height=\"338\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Durch gezieltes Sonnenbaden kann man die Haut an die Sonnenstrahlen gew\u00f6hnen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Haken dabei: man sieht nach dem Auftragen aus wie ein Schneemann. Deshalb werden auch bei vielen Bio-Sonnencremes die mineralischen Substanzen so weit verkleinert, dass der aufgetragene Film transparent erscheint.&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Haut an die Sonne gew\u00f6hnen<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die eierlegende Wollmilchsau beim Sonnenschutz gibt es also nicht in Form einer Creme. Man kommt nicht umhin, einen Mix von verschiedenen Ma\u00dfnahmen zu betreiben. Eine dieser Ma\u00dfnahmen ist das langsame Gew\u00f6hnen der Haut an die Sonne. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man kann damit durchaus gewisse \u201eTrainingseffekte\u201c erzielen. Eine bew\u00e4hrte Strategie ist, dass man die ungesch\u00fctzte Aufenthaltszeit an der Sonne im Laufe mehrerer Tage jeweils um etwa ein Drittel verl\u00e4ngert. Bei Hauttyp 1 w\u00e4ren das demnach 20 Minuten ungesch\u00fctzter Aufenthalt am ersten Tag, 27 Minuten am Zweiten, 34 am Dritten, usw.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Ern\u00e4hrung<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die so erzielte Erh\u00f6hung des \u201eEigenschutzfaktors\u201c ist bemerkbar, hat aber dennoch enge Grenzen. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Verbesserung der Sonnenvertr\u00e4glichkeit durch die Ern\u00e4hrung. Auch hier kann man durch erh\u00f6hte Zufuhr von Antioxidantien wie Carotinoiden einiges bewirken, sollte jedoch keine Wunder erwarten. Carotinoide sind die roten oder orangenen Pflanzenfarbstoffe in Paprikas, Karotten, Tomaten und vielen anderen Fr\u00fcchten und Gem\u00fcsesorten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch ein Zusammenhang zwischen einer guten Vitamin-D-Versorgung und besserer Sonnenvertr\u00e4glichkeit wird immer wieder diskutiert und vermutet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Selfmade-Sonnencreme?<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es finden sich im Netz jede Menge Rezepte, meist bestehend aus \u00d6len, Fetten und Mineralien. Allerdings lassen sich damit keine sicheren Aussagen \u00fcber den Lichtschutzfaktor machen. F\u00fcr einen kurzen Freibadbesuch m\u00f6gen Selfmade-Mixturen taugen, f\u00fcr eine stramme Bergtour auf 3000+ Meter sicher nicht. Deshalb lieber mit dem hochwertigen Profiprodukt auf Nummer sicher gehen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wenn-es-doch-passiert-ist-nachbehandlung\"><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn es doch passiert ist: Nachbehandlung<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Therapie bei Sonnenbrand lautet: k\u00fchlen und befeuchten. Und im Schatten bleiben \u2013 worauf man angesichts des Schmerzes bei erneuter Sonneneinstrahlung auch von selbst kommen wird.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Schnelle Abhilfe schaffen <\/span><b>nasse<\/b> <b>Lappen und Handt\u00fccher<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, mit oder ohne eingewickelte Behandlungsmittel wie <\/span><b>Quark<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><b>Joghurt<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Ein T-Shirt oder einen d\u00fcnnen Pulli kann man ebenfalls benutzen und so knoten, dass man den Umschlag nicht festhalten muss. Die Wickel sollten so lang drauf bleiben, bis sie nicht mehr k\u00fchlen. Das ist meist nach etwa einer halben Stunde der Fall.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Motto \u201eje k\u00e4lter desto besser\u201c gilt hier allerdings nicht! Wer gro\u00dfe Hautfl\u00e4chen zu lang oder zu intensiv k\u00fchlt, wird die Abwehr- und Selbstheilungskr\u00e4fte der Haut eher schw\u00e4chen als st\u00e4rken. Auch hilft radikale K\u00fchlung nur unmittelbar nach einer Verbrennung. Ein Sonnenbrand ist jedoch&nbsp; l\u00e4ngst vollzogen, wenn man ihn bemerkt. Deshalb gelten K\u00fchlungstemperaturen von 15-20 Grad als ideal.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Hausmittel<\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr den Einkauf oder den Weg zur Arbeit braucht man eine andere L\u00f6sung. Hier muss etwas her, was direkt auf die Haut aufgetragen wird und dort bleibt. Das wahre Wundermittel f\u00fcr solche F\u00e4lle h\u00f6rt auf den Namen <\/span><b>Aloe Vera<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das gr\u00fcne Gel gibt es fertig in der gut sortierten Drogerie zu kaufen. Die sch\u00f6ne, agavenartige Aloe-Vera-Pflanze steht aber auch praktischerweise schon in vielen Haushalten als Zierrat herum. Wer ein Exemplar daheim hat, braucht nur ein \u201eBlatt\u201c davon abzuschneiden und die angenehm riechende, gelartige Fl\u00fcssigkeit aus dem Inneren etwas zu verr\u00fchren und auf dem Sonnenbrand zu verteilen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b>Kokos\u00f6l<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> soll helfen, wenn Aloe-Vera als zu mild empfunden wird, w\u00e4hrend <\/span><b>Apfelessig<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> entz\u00fcndungshemmende und Juckreiz-lindernde Wirkung nachgesagt wird. Da fetthaltige \u00d6le die Hautatmung beeintr\u00e4chtigen und zu v\u00f6llig kontraproduktivem W\u00e4rmestau f\u00fchren k\u00f6nnen, sollte man sie zun\u00e4chst nur auf einem kleinen Hautareal ausprobieren.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die genannten <\/span><b>Hausmittel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> k\u00f6nnen teure \u201eAftersun\u201c-Produkte weitgehend ersetzen. Allerdings hilft beides nur bis zu Verbrennungen ersten Grades. Bei einem <\/span><b>Sonnenbrand ab Grad 2<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit Blasenbildung und starken Schmerzen sollte man den Gang zum (Haut)Arzt antreten. Mit halbgarer Eigentherapie f\u00fcgt man sich nur noch zus\u00e4tzlichen Schaden zu. In noch schlimmeren Grad-3-F\u00e4llen f\u00fchrt der einzig richtige Weg direkt ins Krankenhaus. Doch dieser Extremfall sollte schon mit einer winzigen Prise \u201eKopf einschalten\u201c im Vorfeld so gut wie auszuschlie\u00dfen sein.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Huch, eben war noch dunkelster Winter und jetzt knallt die Sonne mittags gef\u00fchlt mit \u00c4quatorst\u00e4rke. Es ist, als ob die Sonnenintensit\u00e4t einen Sprung gemacht h\u00e4tte. Zumindest kommt mir das jedes Fr\u00fchjahr so vor. Deshalb habe ich es auch dieses Mal wieder verpasst, rechtzeitig f\u00fcr Sonnenschutz zu sorgen und den ersten Sonnenbrand zu vermeiden. 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