{"id":67605,"date":"2019-10-24T09:49:12","date_gmt":"2019-10-24T07:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/die-neun-groessten-outdoor-mythen\/"},"modified":"2024-01-22T10:41:23","modified_gmt":"2024-01-22T09:41:23","slug":"die-neun-groessten-outdoor-mythen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/die-neun-groessten-outdoor-mythen\/","title":{"rendered":"Die neun gr\u00f6\u00dften Outdoor Mythen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-1-karte-und-kompass-sind-uberflussig\">Outdoor Mythos Nr. 1 &#8211; Karte und Kompass sind \u00fcberfl\u00fcssig<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-1-Smartphone.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-1-Smartphone.jpg\" alt=\"Zum Selfies machen taugt das Smartphone gut, aber sich auf Onlinekarten zu verlassen k\u00f6nnte schwierig werden, wenn der Empfang nachl\u00e4sst.\" class=\"wp-image-42740\" style=\"width:351px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zum Selfies machen taugt das Smartphone gut, aber sich auf Onlinekarten zu verlassen k\u00f6nnte schwierig werden, wenn der Empfang nachl\u00e4sst.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am unzuverl\u00e4ssigsten erweist sich im Vergleich zwischen GPS Ger\u00e4t, Kombination aus Kompass und Karte und Smartphone das Smartphone. Fehlendes Datennetz, schlechte Verbindung zum Satelliten und sehr begrenzte Akku-Laufzeit \u2013 wer sich beim Wandern und Bergwandern auf sein mobiles Telefon verl\u00e4sst, k\u00f6nnte fr\u00fcher oder sp\u00e4ter orientierungslos im Wald stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was im Gro\u00dfstadtdschungel oft sehr hilfreich ist, und meist auch gut funktioniert, entpuppt sich im Gebirge, im Wald, in abgelegenen Regionen und schmalen T\u00e4lern oft als schlichtweg nutzlos. Etwas besser schlagen sich hier reine <strong>GPS Ger\u00e4te<\/strong>. Empfang und Akkuleistung sind deutlich besser, aber auch hier gilt: wer sich nur auf den elektronischen Helfer verl\u00e4sst, schaut vielleicht irgendwann ratlos auf einen dunklen Bildschirm. Zumindest als Erg\u00e4nzung geh\u00f6ren daher bei jeder gr\u00f6\u00dferen Wanderung eine <strong>passende Wanderkarte<\/strong> und ein <strong>Kompass<\/strong> ins Gep\u00e4ck. Den Umgang damit sollte man am besten \u00fcben, bevor der Akku im GPS Ger\u00e4t den Geist aufgegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-2-die-atmungsaktive-regenjacke-halt-mich-immer-trocken\">Outdoor Mythos Nr. 2 &#8211; Die atmungsaktive Regenjacke h\u00e4lt mich immer trocken.<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-2-Regenjacke.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-2-Regenjacke.jpg\" alt=\"Eine atmungsaktive Regenjacke hat viele Vorteile. Allerdings nur unter den passenden Bedingungen.\" class=\"wp-image-42742\" style=\"width:350px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine atmungsaktive <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/regenjacken\/\">Regenjacke<\/a> hat viele Vorteile. Allerdings nur unter den passenden Bedingungen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Funktionelle Hardshelljacken sind nicht nur wasserdicht und windundurchl\u00e4ssig, sondern auch atmungsaktiv. Das unterscheidet die Regenjacken beispielsweise vom gummierten \u201e\u00d6lzeug\u201c, das Fischer, Angler und Seefahrer bei rauer See meistens tragen. Die <strong>Atmungsaktivit\u00e4t<\/strong> der Outdoorjacken wird durch mikropor\u00f6se Membrane, wie zum Beispiel Gore-Tex und Co. erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie verf\u00fcgen \u00fcber winzige \u00d6ffnungen, die den Wasserdampf nach au\u00dfen entweichen lassen, w\u00e4hrend selbst die kleinsten Wassertropfen noch immer viel zu gro\u00df sind, um nach innen zu gelangen. Zwei Faktoren begrenzen jedoch leider die Atmungsaktivit\u00e4t der Membrane. Zum ersten <strong>ben\u00f6tigen die Membrane ein gewisses Temperaturgef\u00e4lle<\/strong>, um optimal zu funktionieren. Das bedeutet, bei tropischen Temperaturen funktioniert das \u201eDampf ablassen\u201c durch die Mikroporen nicht mehr, denn der Temperaturunterschied zwischen \u201ein der Jacke\u201c und Au\u00dfentemperatur ist zu niedrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen k\u00f6nnen Wanderer bei anstrengenden Wanderungen deutlich mehr <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/schwitzrate-sport-rechner\/\">schwitzen<\/a>, als die Regenjacke im besten Fall nach au\u00dfen abgeben kann. Obwohl kein Regen von au\u00dfen eindringt, feuchtet man so langsam von innen durch. Verhindern l\u00e4sst sich das zwar nie komplett (au\u00dfer man bewegt sich nicht), aber <strong>funktionelle Zwischenschichten<\/strong>, die den Schwei\u00df gut weiterleiten und schnell trocknen, machen das Wandern mit Regenjacke trotzdem um einiges angenehmer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-3-nbsp-im-winter-muss-man-nicht-so-viel-trinken\">Outdoor Mythos Nr. 3 &#8211;&nbsp;Im Winter muss man nicht so viel trinken<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-3-Trinken-Winter.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-3-Trinken-Winter.jpg\" alt=\"Man sollte immer ausreichend trinken, egal bei welcher Jahreszeit. Funktionen wie Trinkrucks\u00e4cke oder Apps k\u00f6nnen helfen, mehr Wasser zu trinken.\" class=\"wp-image-42743\" style=\"width:351px;height:264px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Man sollte immer ausreichend trinken, egal bei welcher Jahreszeit. Trinkrucks\u00e4cke oder Apps k\u00f6nnen dabei helfen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Bei anstrengenden Wanderungen, Bergwanderungen und Kletterpartien kommen Wanderer und Bergsportler auch im Winter ins Schwitzen. Die Menge an Fl\u00fcssigkeit, die der K\u00f6rper dabei verliert, ist zwar von Person zu Person verschieden und sie kann auch unter der Menge liegen, die man bei gleicher Aktivit\u00e4t an einem sehr hei\u00dfen Sommertag verlieren w\u00fcrde. Allerdings erfolgt das Schwitzen im Winter eher <strong>unauff\u00e4llig<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Schwei\u00df im Sommer vom Gesicht tropft, schwitzen Sportler im Winter vor allem unter der Bekleidung: unter der Jacke, unter der M\u00fctze und in den Handschuhen. Gleichzeitig verliert der K\u00f6rper durch die Atmung in der zumeist trockenen Winterluft besonders viel Fl\u00fcssigkeit. Trotzdem sinkt im Winter bei vielen Menschen das <strong>subjektive Durstgef\u00fchl<\/strong>. Deshalb gilt es, im Winter etwa die gleiche Menge zu trinken, wie bei w\u00e4rmeren Temperaturen. Normalerweise sollten sich Bergsportler dabei nach ihrem individuellen Durstgef\u00fchl richten. Falls man jedoch dazu neigt, im Winter eher keinen Durst zu versp\u00fcren, k\u00f6nnen beispielsweise entsprechende <strong>Apps<\/strong> dezent ans Trinken erinnern. <strong>Isolierende Flaschen oder isolierte Trinksysteme<\/strong> sind dabei ein Muss, denn sonst wird aus dem Getr\u00e4nk schnell ein gro\u00dfer Eisw\u00fcrfel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-4-nbsp-ab-1000-meter-hohe-duzen-sich-alle-wanderer\">Outdoor Mythos Nr. 4 &#8211;&nbsp;Ab 1000 Meter H\u00f6he duzen sich alle Wanderer<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-4-Chamonix-Duzen-1000-Hoehenmeter.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-4-Chamonix-Duzen-1000-Hoehenmeter.jpg\" alt=\"Ab 1000 Meter darf ich duzen? Na ja, so einfach ist es dann auch wieder nicht. Ein bisschen Gesp\u00fcr f\u00fcr die Situation braucht man dann doch.\" class=\"wp-image-42744\" style=\"width:350px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ab 1000 Meter darf ich duzen? Na ja, so einfach ist es dann auch wieder nicht. Ein bisschen Gesp\u00fcr f\u00fcr die Situation braucht man dann doch.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was sich im englischsprachigen Raum und in internationalen Expeditionen aufgrund des fehlenden \u201eSie\u201c in der englischen Sprache automatisch ergibt, stellt Wanderer, und Bergwanderer im deutschsprachigen Raum immer wieder vor die Frage: <strong>Soll ich \u201eSiezen\u201c? Darf ich \u201eDuzen\u201c? Sollte ich vielleicht sogar \u201eduzen\u201c?<\/strong> In diesem Zusammenhang liest man manchmal von der 1000 Meter Regel.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie besagt, dass alle Wanderer ab etwa 1000 Meter H\u00f6he zum lockeren \u201eDu\u201c \u00fcbergehen. Grunds\u00e4tzlich und allgemein g\u00fcltig ist diese Regel allerdings nicht. Viele Orte in den Alpen liegen bereits auf einer H\u00f6he \u00fcber 1000 Meter, und auch auf einer wesentlich h\u00f6heren Bergh\u00fctte ist es nicht unbedingt angebracht, jeden Wanderer wahllos zu duzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielmehr ist die \u201eRegel\u201c eine <strong>situationsabh\u00e4ngige Empfehlung<\/strong>. Wenn Wanderer sich auf einem schmalen Bergweg begegnen, freundlich gr\u00fc\u00dfen und beispielsweise kurz \u00fcber Wegbeschaffenheit oder Wetter sprechen, dann kann ein lockeres \u201eDu\u201c durchaus angebracht sein. Daf\u00fcr spielt es aber keine Rolle, ob man sich auf 300 Meter oder 3000 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel befindet. (Ja, es gibt auch Wanderwege im Mittelgebirge, im Flachland und an den K\u00fcsten.)<\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist aber, dass viele Wanderer sich in abgelegeneren Regionen (egal, ob durch H\u00f6he oder durch andere Faktoren bedingt) eher gr\u00fc\u00dfen, schneller ins Gespr\u00e4ch kommen und auch h\u00e4ufiger direkt zum \u201eDu\u201c greifen. Da hilft jedoch nur, <strong>die Situation passend einzusch\u00e4tzen<\/strong> -nicht aber der Blick auf den H\u00f6henmesser.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-5-nbsp-ein-zwei-personen-zelt-bietet-genugend-platz-fur-zwei-personen\">Outdoor Mythos Nr. 5 &#8211;&nbsp;Ein Zwei-Personen-Zelt bietet gen\u00fcgend Platz f\u00fcr zwei Personen<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-5-2-Mann-Zelt.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-5-2-Mann-Zelt.jpg\" alt=\"Zu zweit im 2-Mann-Zelt kann es ganz sch\u00f6n eng werden. Vor allem mit Gep\u00e4ck.\" style=\"width:349px;height:262px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zu zweit im 2-Mann-Zelt kann es ganz sch\u00f6n eng werden. Vor allem mit Gep\u00e4ck.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wenn Zelthersteller ihre Empfehlungen f\u00fcr die Anzahl der Personen im <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/zelte\/\">Zelt<\/a> aussprechen, gehen sie recht simpel vor: Sie nehmen ihren Zelt-Grundriss und ihren Mumienschlafsack in Standardl\u00e4nge und Standardbreite. Dann wird getestet, wie oft dieser <strong>standardisierte Schl\u00e4fer<\/strong> auf den Zeltboden passt, und heraus kommt die theoretische Personenzahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es auch gr\u00f6\u00dfere Menschen, breitere Camper, Menschen, die sich im Zelt etwas bewegen m\u00f6chten gibt, und dass dazu in der Regel auch noch Gep\u00e4ck kommt, ber\u00fccksichtigt diese Vorgehensweise nur teilweise. Wenn das Zelt also f\u00fcr zwei Personen Platz bietet, dann passen schon auch zwei Personen rein. Im Regen \u00fcbernachten muss also keiner von den beiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirklich gut und komfortabel schlafen die beiden aber h\u00f6chstwahrscheinlich nicht. F\u00fcr Trekkingtourer und alle, die auf das Zeltgewicht achten m\u00fcssen, ist es daher ratsam, <strong>das Zelt immer eine Nummer gr\u00f6\u00dfer zu w\u00e4hlen<\/strong>. F\u00fcr zwei Personen also lieber ein Drei-Personen-Zelt, und f\u00fcr drei Personen eher ein Vier- oder sogar F\u00fcnf-Personen-Zelt. Da kann sich jeder Zeltbewohner auch noch bequem umdrehen, und das Gep\u00e4ck findet leichter Platz. Wenn Zeltgewicht und Ma\u00dfe nicht so wichtig sind, wird ein mit zwei Personen besetztes 4-Personenzelt zum echten Raumwunder beim Camping.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-6-nbsp-ein-bequemes-t-shirt-aus-baumwolle-ist-optimal-fur-wanderungen\">Outdoor Mythos Nr. 6 &#8211;&nbsp;Ein bequemes T-Shirt aus Baumwolle ist optimal f\u00fcr Wanderungen<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-6-Baumwollshirt.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-6-Baumwollshirt.jpg\" alt=\"Die Investition lohnt sich: Funktionsshirts aus Merinowolle.\" style=\"width:349px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Investition lohnt sich: <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/funktionsshirts\/\">Funktionsshirts<\/a> aus Merinowolle.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zugegeben \u2013 man kann in einem T-Shirt aus Baumwolle sicher gut wandern. Es hat zwar keine Vorteile und sicher auch einige Nachteile \u2013 aber es geht schon. Nur gibt es wesentlich bessere Arten von Wanderbekleidung, die erfahrene Wanderer und Bergsportler unter dem Begriff <strong>\u201eFunktionsbekleidung\u201c<\/strong> kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein T-Shirt aus Baumwolle hat funktionelle Grundz\u00fcge: man muss nicht mit unbekleidetem Oberk\u00f6rper wandern, ist etwas vor Scheuerstellen durch die Rucksacktr\u00e4ger gesch\u00fctzt und wenn man das richtige T-Shirt ausgew\u00e4hlt hat, sieht man beim Wandern vielleicht sogar ganz cool aus. Wenn da nur nicht diese N\u00e4sse w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem der Baumwolle ist n\u00e4mlich, dass sie den <strong>Schwei\u00df, der beim Wandern am K\u00f6rper entsteht, wie ein Schwamm aufsaugt<\/strong>, und am liebsten gar nicht mehr loswerden m\u00f6chte. Das f\u00fchrt in der Regel zu einem klatschnassen R\u00fccken, denn trotz aller Bel\u00fcftungsversprechen der Rucksackhersteller wird es unter dem <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/wanderrucksaecke\/\">Wanderrucksack<\/a> nun mal warm am R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls dann noch ein Regenschauer kommt oder das T-Shirt unter der Hardshelljacke getragen wird, ist es endg\u00fcltig vorbei mit \u201etrocken\u201c und \u201ekomfortabel\u201c. Die clevere Alternative ist dagegen <strong>Kunstfaser<\/strong>, wie Polyester oder Polyamid. Oft mit etwas stretchf\u00e4higem Elasthan erg\u00e4nzt, sorgen die Funktionsshirts f\u00fcr <strong>schnellen Feuchtigkeitsaustausch<\/strong> und sind in k\u00fcrzester Zeit wieder komplett trocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sind Gewicht und Packma\u00df viel geringer als bei Baumwolle. Einziges Manko der Funktionsshirts aus Kunstfaser ist, dass sie beim Wandern oft schnell zu m\u00fcffeln anfangen. Dagegen helfen entweder spezielle geruchshemmende Fasern, oder der Griff zu <strong>Wandershirts aus Merinowolle<\/strong>. Die trocknen zwar etwas langsamer, aber daf\u00fcr tragen sie sich auch nach mehreren anstrengenden Wandertagen immer noch sehr komfortabel und frisch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-7-nbsp-die-temperaturangaben-bei-schlafsacken-sind-absolut-prazise-und-allgemeingultig\">Outdoor Mythos Nr. 7 &#8211;&nbsp;Die Temperaturangaben bei Schlafs\u00e4cken sind absolut pr\u00e4zise und allgemeing\u00fcltig<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-7-Schlafsack.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-7-Schlafsack.jpg\" alt=\"\" style=\"width:351px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Jeder Mensch hat ein anderes K\u00e4lteempfinden. Allgemeine Angaben sollten also nur als Orientierung oder Vergleichswerkzeug benutzt werden.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daunenschlafsaecke\/\">Daunenschlafs\u00e4cke<\/a> und Kunstfaserschlafs\u00e4cke sind mit drei Temperaturangaben gekennzeichnet. Die Komfortzone, das Temperaturlimit und zus\u00e4tzlich noch die Extremtemperatur. Als Komforttemperatur wird die Temperatur angesehen, bei der eine Frau im Schlafsack komfortabel und ohne zu frieren schl\u00e4ft. Die Limitangabe stellt im Grunde den gleichen Wert f\u00fcr M\u00e4nner dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Extremtemperatur dient als Orientierung, bei welcher Temperatur man die Nacht im Notfall noch ohne Erfrierungen \u00fcbersteht. Dazu kommen allerdings viele Faktoren, die nicht auf dem Schlafsack angegeben werden. Das <strong>individuelle K\u00e4lteempfinden<\/strong>, die <strong><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/isomatten\/\">Isomatte<\/a><\/strong>, das <strong>Zelt<\/strong>, der <strong>Lagerplatz<\/strong>\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Im Allgemeinen frieren gut trainierte Sportler aufgrund ihrer h\u00f6heren Muskelmasse weniger als normale Camper. Frauen frieren schneller als M\u00e4nner. \u00c4ltere Menschen frieren eher als j\u00fcngere Menschen. D\u00fcnnere Camper produzieren weniger W\u00e4rme als dickere Schl\u00e4fer. Hinzu kommen noch eine mehr oder weniger gute Passform der Schlafs\u00e4cke, die richtige Lagerung und Pflege, sowie die ideale Bekleidung zum Schlafen im Schlafsack.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen all diesen Kriterien befindet sich die <strong>individuell \u201eechte\u201c Komforttemperatur<\/strong>. Zur Einordnung und zur Vergleichbarkeit eignen sich die Temperaturkennzeichnungen allerdings ziemlich gut. Im Zweifelsfall ist es auch immer einfacher einen w\u00e4rmeren Schlafsack zu \u00f6ffnen und zu bel\u00fcften, als einen d\u00fcnnen Schlafsack w\u00e4rmer zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-8-nbsp-im-notfall-hilft-mir-mein-erste-hilfe-set\">Outdoor Mythos Nr. 8 &#8211;&nbsp;Im Notfall hilft mir mein Erste-Hilfe-Set.<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-8-Erste-Hilfe-Set.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-8-Erste-Hilfe-Set.jpg\" alt=\"Eine gute Idee: Ein Erste-Hilfe-Set im Gep\u00e4ck. Eine noch bessere Idee: Sich davor damit auseinandersetzen.\" style=\"width:349px;height:262px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine gute Idee: Ein Erste-Hilfe-Set im Gep\u00e4ck. Eine noch bessere Idee: Sich im Vorfeld damit auseinandersetzen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein Erste-Hilfe-Set beim Wandern und Bergsteigen mitzuf\u00fchren ist grunds\u00e4tzlich schon mal gut. Allerdings hilft das Set auch nicht in jeder Situation, denn es enth\u00e4lt meist <strong>\u201enur\u201c eine Auswahl an Verbandsmaterial<\/strong>. Es ist leider davon auszugehen, dass viele Bergsportler den Inhalt ihres Erste-Hilfe-Sets zum ersten Mal sehen, wenn sich jemand verletzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Da bleibt nur zu hoffen, dass in diesem Fall nur ein Pflaster ben\u00f6tigt wird. Wer ein Erste-Hilfe-Set im Rucksack mit sich tr\u00e4gt, hat davon am meisten, wenn er sich auch das <strong>n\u00f6tige Wissen aneignet<\/strong>, um das Maximum aus dem Set-Inhalt herauszuholen. Wie lege ich einen Verband an? Was mache ich bei einer Verbrennung? Einer Schnittwunde? Wie kann ich erste Hilfe leisten, wenn jemand gest\u00fcrzt ist? Wer sich vor einer Tour mit solchen Fragen auseinandersetzt und im besten Fall vielleicht sogar einen Erste-Hilfe-Kurs auffrischt, hat die optimalen Voraussetzungen, um im Ernstfall mit dem Set auch Erste Hilfe leisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-outdoor-mythos-nr-9-nbsp-meine-banane-ist-bio-deshalb-kann-ich-sie-beim-wandern-einfach-wegwerfen\">Outdoor Mythos Nr. 9 &#8211;&nbsp;Meine Banane ist Bio, deshalb kann ich sie beim Wandern einfach wegwerfen<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-9-Pause-Bananenschale.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Outdoor-Mythen-9-Pause-Bananenschale.jpg\" alt=\"Nach der Vesperpause sollte man nichts hinterlassen... auch wenn es &quot;nur&quot; die Bananenschale ist.\" style=\"width:349px;height:262px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nach der Vesperpause sollte man nichts hinterlassen&#8230; nicht mal die Bananenschale!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Vergleich zu einer Plastikflasche, die in den Bergen so schlappe 500 \u2013 1000 Jahre zum Verrotten ben\u00f6tigt, zersetzt sich die achtlos weggeworfene Bananenschale tats\u00e4chlich schnell. <strong>\u201eNur\u201c 1 \u2013 3 Jahre<\/strong> ben\u00f6tigt die Schale der tropischen Frucht daf\u00fcr. Aber selbst, wenn sie nur 4 Wochen ben\u00f6tigen w\u00fcrde, w\u00e4re das noch lange kein Grund, sie einfach in den Bergen zu entsorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielmehr gilt, einfach seinen <strong>kompletten M\u00fcll wieder mit nach Hause zu nehmen<\/strong> und dort zu entsorgen. Was sich im Fall der Plastikflasche zum Gl\u00fcck im Alpenraum sehr weit herumgesprochen hat, gilt bei Bananenschalen und Co. oft noch als akzeptabel. Das mag vielleicht daran liegen, dass viele Wanderer gar nicht wissen, dass es Jahre dauert, bis ihr M\u00fcll verrottet ist. Diesbez\u00fcglich darf man das Wissen seiner Mitwanderer auch gerne erweitern, denn viele Menschen, die sich dessen gar nicht bewusst waren, \u00e4ndern danach ihre Gewohnheiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Outdoor Mythos Nr. 1 &#8211; Karte und Kompass sind \u00fcberfl\u00fcssig Am unzuverl\u00e4ssigsten erweist sich im Vergleich zwischen GPS Ger\u00e4t, Kombination aus Kompass und Karte und Smartphone das Smartphone. 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