{"id":67685,"date":"2019-08-22T10:53:18","date_gmt":"2019-08-22T09:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/jotunheimen-tourenbericht\/"},"modified":"2025-04-23T12:07:20","modified_gmt":"2025-04-23T10:07:20","slug":"jotunheimen-tourenbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/jotunheimen-tourenbericht\/","title":{"rendered":"Jotunheimen: Zwischen Massentourismus &#038; Abenteuer"},"content":{"rendered":"\n<p>Noch nie hatte ich eine Gegend derma\u00dfen untersch\u00e4tzt wie das <strong>norwegische Jotunheimen-Gebirge<\/strong>. Und das in mehrfacher Hinsicht. Eigentlich wollte ich auch gar nicht dorthin, sondern in eine weniger bekannte Ecke zwischen Fjorden und Gletschern. Erst zwei Tage vor Abreise brachte mich die ern\u00fcchternde Wetterprognose f\u00fcr die Westk\u00fcste zur Umentscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Jotunheimen war keine \u201ePriorit\u00e4t\u201c f\u00fcr mich, obwohl es laut <a href=\"https:\/\/www.visitnorway.de\/reiseziele\/ostnorwegen\/das-jotunheimen-gebirge\/\">Visit Norway<\/a> \u201e<em>eine nahezu unber\u00fchrte Bergregion in Ostnorwegen<\/em>\u201c ist, die mit dem <strong>Galdh\u00f8piggen<\/strong> (2469 m) und dem <strong>Glittertind<\/strong> (2464 m) nicht nur die h\u00f6chsten Berge Skandinaviens, sondern auch \u201e<em>Wasserf\u00e4lle, Fl\u00fcsse, Seen, Gletscher und T\u00e4ler<\/em>\u201c beherbergt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte eben ein paar Vorurteile: \u201eZu voll\u201c dachte ich, sei es im \u201e<em>beliebtesten Nationalpark Norwegens<\/em>\u201c. Auf der Karte wirkte das Ganze irgendwie klein auf mich. Die H\u00f6henunterschiede zwischen Tal und Gipfel erreichen kaum mal irgendwo die Tausend Meter. Zwar gibt es viele sch\u00f6ne Fotos zu googeln, doch nach den Superlativen und Sensationen sucht der Alpinist vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-es-kommt-nicht-immer-auf-die-hohe-an\">Es kommt nicht (immer) auf die H\u00f6he an<\/h2>\n\n\n\n<p>Tja, h\u00e4tte ich mal genauer hingeschaut. Die Wirklichkeit erweist sich als ganz anders. Einmal dort, muss man nicht mal die eng sitzende Alpinistenbrille abnehmen, um sofort zu verstehen, warum diese Landschaft <strong>\u201eHeim der Riesen\u201c<\/strong> hei\u00dft. Sie ist ein perfektes Zusammenspiel von H\u00f6he und Weite. Eine wie absichtlich von den nordischen G\u00f6ttern arrangierte Komposition aus Himmel und Erde, Fels und Eis, Wasser und Schnee, Gras, Flechten, Moos und Blumen. F\u00fcr die oft atemberaubende Sch\u00f6nheit spielt das Wasser eine entscheidende Rolle: es bildet nicht nur (schmelzende) Gletscher und Schneefelder, sondern unz\u00e4hlige Seen, die im wechselnden Licht schimmern und gl\u00e4nzen wie Edelsteine. Sie sind der Schmuck, mit dem sich dieses Gebirge so reich beh\u00e4ngt wie kaum ein anderes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-befurchtete-uberfullung\">Die bef\u00fcrchtete \u201e\u00dcberf\u00fcllung\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Das \u201ekleine Gebiet\u201c, das ich vorher f\u00fcr Jotunheimen hielt, ist nur die etwa 20 Kilometer durchmessende Kernzone mit touristischen Anziehungspunkten wie dem <strong>Gjendesee<\/strong> und den motorisiert erreichbaren St\u00fctzpunkten <strong>Leirvassbu<\/strong> und <strong>Spiterstulen<\/strong>. Insgesamt umfasst das Gebirge jedoch eine Fl\u00e4che von mindestens 50 x 50 Kilometern. Selbst wenn an manchen Sommertagen ein paar Tausend Menschen hier unterwegs sind, verteilen sie sich auf eine Fl\u00e4che von der dreifachen Gr\u00f6\u00dfe Berlins. Und der Gro\u00dfteil dieser Menschen ist auf Highlights wie dem <strong>Besseggen-Grat<\/strong> versammelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-tour-durchquerung-von-west-nach-ost\">Die Tour: Durchquerung von West nach Ost<\/h2>\n\n\n\n<p>Startpunkt ist <strong>\u00d8vre \u00c5rdal<\/strong>, ein St\u00e4dtchen am hintersten Seitenarm des weit verzweigten Sognefjords. Ich starte hier, weil ich mir von dem ins Meer m\u00fcndenden Utladalen mit den dar\u00fcber aufragenden Hurrungane-Bergen spektakul\u00e4re Eindr\u00fccke erhoffe (und auch bekomme).<\/p>\n\n\n\n<p>Von \u00d8vre \u00c5rdal sind es gut zwei Kilometer bis zum Campingplatz Svalheim, auf dem ich einen Erholungstag von der episch langen Anreise aus S\u00fcddeutschland einlege.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tag-1\"><strong>Tag 1<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-Jotunheimen-Midtmaradalen-Hurrungane-Gipfel.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-Jotunheimen-Midtmaradalen-Hurrungane-Gipfel.jpg\" alt=\"Das Midtmaradalen mit einigen Hurrungane-Gipfeln\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Midtmaradalen mit einigen Hurrungane-Gipfeln<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Erstaunlicherweise h\u00e4lt der Bus, der das <strong>Utladalen<\/strong> talaufw\u00e4rts f\u00e4hrt, hier nicht. So darf ich mich am ersten Tourentag auf gut f\u00fcnf Kilometern Asphalt warmlaufen, bevor der Wanderweg beginnt. Am engen Boden des schluchtartigen Tals schl\u00e4ngelt er sich dann bis zur Touristenunterkunft Vetti Gard entlang, bevor es steil durch Wald und Unterholz auf die idyllische Hochebene <strong>Vettismorki<\/strong> geht. Dort passiert man den beeindruckenden <strong>Vettisfossen<\/strong>, mit 275 Metern der h\u00f6chste unregulierte Wasserfall Norwegens. Erst jetzt \u00f6ffnen sich nach und nach die Blicke auf umgebende Berge und Landschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgt der n\u00e4chste steile Anstieg auf das n\u00e4chste Plateau. Die Blicke auf das gegen\u00fcberliegende, schroff gezackte <strong>Hurrungane<\/strong> Massiv und den Canyon des Utladalen sind gro\u00dfes Kino. Doch auch die fast 1000 zur\u00fcckgelegten H\u00f6henmeter machen sich bemerkbar. Nicht zuletzt wegen des Rucksacks, der neben <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/zelte\/\">Zelt<\/a>, Schlafsack und <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/isomatten\/\">Isomatte<\/a> auch Proviant f\u00fcr mehrere Tage und ein v\u00f6llig unn\u00f6tiges Notebook beherbergt. Es kommen nochmal 300 H\u00f6henmeter hinzu, bevor es auf den letzten Kilometern wieder 400 H\u00f6henmeter zur H\u00fctte <strong>Skogadalsb\u00f8en<\/strong> hinuntergeht. Die lasse ich links liegen und wandere das sich \u00f6stlich \u00f6ffnende <strong>Skogadalen<\/strong> hinauf. Ich hoffe, so schnell wie m\u00f6glich eine geeignete Stelle f\u00fcrs Zelt zu finden. Ich bin nicht nur total platt und durchgeschwitzt, sondern auch verbl\u00fcfft, schon 9 Stunden unterwegs zu sein. Dass ich die L\u00e4nge der Strecke so untersch\u00e4tze, liegt auch an meiner rudiment\u00e4ren Planung samt improvisiertem Kartenmaterial (mehr dazu im Infoteil unten).<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt der lichte Wald ein paar Quadratmeter gem\u00fctliche Wiese direkt am Fluss frei. Das abendliche Bad darin ist Wellness pur, der Schlaf im luftig-lichten Innenzelt ebenso.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tag-2\"><strong>Tag 2<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/4-Jotunheimen-Olavsbu-Gjendebu.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/4-Jotunheimen-Olavsbu-Gjendebu.jpg\" alt=\"Gjendesee vom Bukkel\u00e6geret\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gjendesee vom Bukkel\u00e6geret<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Ziel heute lautet \u201emitten rein\u201c ins Jotunheimen, was ich irgendwo in der N\u00e4he der Selbstversorgerh\u00fctte <strong>Olavsbu<\/strong> verorte. Das <strong>Skogadalen<\/strong> hinauf geht es in leichtem Anstieg und begleitet von penetranten Pferdebremsen wieder \u00fcber die Baumgrenze hinaus. Irgendwann soll laut der Linie auf meiner Handyfoto-Karte links der Abzweig nach Olavsbu kommen. Er kommt auch, nur etwa eineinhalb Stunden und eine Flussdurchwatung sp\u00e4ter als erwartet. Das sehr lange Tal ist sch\u00f6n, bietet aber nicht allzu viel optische Abwechslung. Daf\u00fcr entsch\u00e4digt der nun zu \u00fcberwindende Bergr\u00fccken mit umso gewaltigeren Blicken. Ein erster verhei\u00dfungsvoller Einblick ins Innere des Jotunheimen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Restweg zum auserkorenen Zeltplatz nahe Olavsbu ist ein heiter beschwingtes Schreiten durch erhabene Berglandschaft. Naja, abgesehen von der Schwitzerei und diesem bei manchen Rucksackbewegungen gruselig stechenden Schmerz zwischen Nacken und linker Schulter. Und den jeweils etwa drei bis vier entstehenden Blasen unter beiden F\u00fc\u00dfen, die ich mit immer mehr Tape einzud\u00e4mmen versuche. Und war ich etwa schon wieder jenseits der 8 Stunden Marke? Ich bin jedenfalls froh, als es bei Sonnenuntergang endlich in den Schlafsack geht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tag-3-gipfeltag\"><strong>Tag 3: Gipfeltag<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-Jotunheimen-Ausblick-Skarddalstinden.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-Jotunheimen-Ausblick-Skarddalstinden.jpg\" alt=\"Ausblick vom Skarddalstinden\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausblick vom Skarddalstinden<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ich brauche definitiv einen Regenerationstag ohne den gef\u00fchlten Hundert Kilo Rucksack. Es wird eine 5-Stunden Regenerationstour, einen Berg rauf und runter, der mir am Vortag als formsch\u00f6ne und machbar aussehende Pyramide aufgefallen war. Er entpuppt sich tats\u00e4chlich als machbar, ziemlich easy sogar. Es ist wohl der erste gr\u00f6\u00dfere Berg, den ich spontan, ohne vorher \u00fcberlegte Route und ohne Kenntnis seines Namens besteige. Ein wunderbares Gef\u00fchl, vielleicht ein bisschen so wie in alten Pionierzeiten. Vor allem auch deshalb, weil ich den Berg ganz f\u00fcr mich allein habe. Unglaublich eigentlich, an diesem herrlichen Hochsommertag an einem Wochenende, direkt neben einer der \u201eHauptrouten\u201c des Jotunheimen. Liegt es daran, dass es keinen markierten Weg gibt? Taucht der Berg in keinem Wanderf\u00fchrer auf? Ich wei\u00df es nicht und es ist mir auch wurscht. Ich genie\u00dfe zwei Stunden lang die unglaubliche Aussicht auf dem Gipfel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck am Zelt mache ich einen Abstecher zur benachbarten H\u00fctte. <strong>Olavsbu<\/strong> ist unbewirtet, aber komfortabel ausgestattet. An der gro\u00dfen Wandkarte im Vorraum sehe ich den Namen und die H\u00f6he \u201emeines\u201c Bergs: <strong>Skarddalstinden<\/strong>, 2100 moh. Dann sah ich noch etwas in der laminierten Preisliste der H\u00fctte: wer sich im Gastraum aufh\u00e4lt, auch nur kurz, hat 90 Kronen zu zahlen. Alles klar, ich bin dann mal weg.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Skarddalstinden-Route.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Skarddalstinden-Route.jpg\" alt=\"Die Skarddalstinden-Route\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Skarddalstinden-Route<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Abends steht eine Entscheidung an: der faule Hund in mir schl\u00e4gt vor, morgen nach <strong>Leirvassbu<\/strong> zu gehen und so binnen einer Tagesetappe die zivilisatorischen Annehmlichkeiten wieder greifbar zu haben. Seine Argumente sind Ausgepumptheit und Wehwehchen. Der neugierige Abenteurer will hingegen nach Osten, wo er gro\u00dfe Natureindr\u00fccke bei sch\u00f6nstem Wetter verspricht. Die es allerdings nur um den Preis zweier weiterer richtig strammer Marschtage gibt. Okay, nicht ganz, sie k\u00f6nnten mit einer s\u00fcndhaft teuren Bootsfahrt und\/oder dem Auslassen des Besseggengrats enorm abgek\u00fcrzt werden. Doch das w\u00e4re f\u00fcr den Abenteurer ein nicht vermittelbarer Gesichtsverlust.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tag-4\"><strong>Tag 4<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/5-Jotunheimen-Zeltplatz-Bukkelaegeret.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/5-Jotunheimen-Zeltplatz-Bukkelaegeret.jpg\" alt=\"Zeltplatz auf dem Bukkel\u00e6geret\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeltplatz auf dem Bukkel\u00e6geret<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es geht nach Osten, entlang einer Perlenkette an Seen in Richtung der H\u00fctte Gjendebu. Der Weg ist abwechslungsreich, mit sich \u00fcberraschend \u00f6ffnenden Blicken. Vorbei an einer grandiosen Hochplateau-Szenerie geht es ins gr\u00fcne Vesladalen auf den 20 Kilometer langen <strong>Gjendesee<\/strong> zu. In <strong>Gjendebu<\/strong> mache ich in einem prachtvollen Gastraum Pause, bevor es kurz den Gjendesee entlang und einen supersteilen, teils gesicherten Aufstieg auf das Plateau <strong>Bukkel\u00e6gret<\/strong> hinaufgeht. Auf diesem Plateau hoffe ich den perfekten Zeltplatz zu finden. Und ich finde ihn, wenige Meter von einem glasklaren Seeauge, nicht zu weit vom Weg entfernt und mit freier Traumaussicht in alle Richtungen. Auch der Wunsch nach wenig Wind wird erf\u00fcllt. Wieder bin ich verwundert, einen unglaublich sch\u00f6nen Ort f\u00fcr mich allein zu haben. Ich nehme das Geschenk gern an und verbringe die Stunden bis zum Sonnenuntergang mit einem Bad im See, mit Essen, mit Schauen und mit Staunen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tag-5-besseggen-grat\"><strong>Tag 5<\/strong>: Besseggen-Grat<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/3-Jotunheimen-Fruehstueckspause-Gjendebu-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/3-Jotunheimen-Fruehstueckspause-Gjendebu-1.jpg\" alt=\"Fr\u00fchst\u00fcckspause auf dem Weg nach Gjendebu\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fr\u00fchst\u00fcckspause auf dem Weg nach Gjendebu<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der letzte Tourentag f\u00fchrt mich auf einen der laut <em>National Geographic<\/em> \u201eTop 20 Hikes weltweit\u201c: den <strong>Besseggen-Grat<\/strong>. Doch zun\u00e4chst steht der Abstieg nach <strong>Memurubu<\/strong> an, dem \u201eoffiziellen\u201c Ausgangspunkt der Tour. Zum Aufw\u00e4rmen f\u00fchrt der Weg kontinuierlich leicht bergan, um dann einem spektakul\u00e4r gelegenen Kamm folgend zum steilen Abstiegs-Endspurt nach Memurubu anzusetzen. Memurubu ist ein weiterer H\u00fctten-Geb\u00e4udekomplex mit Bootsanleger. Die meisten Besseggengrat-Wanderer steigen hier aus dem Boot und laufen die Tour zur\u00fcck zum Ausgangspunkt <strong>Gjendesheim<\/strong>. Auf die leichten Rucks\u00e4cke bin ich neidisch, doch es finden sich auch viele schwer bepackte \u201eLeidensgenossen\u201c in der Karawane. Ich frage mich, wo sie alle herkommen. Das Kontrasterlebnis in Bezug auf Menschenmengen verglichen mit den Vortagen entspricht ungef\u00e4hr dem zwischen Einsiedelei und Alexanderplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das soll kein Lamento sein. Im Gegenteil, ich freue mich \u00fcber freundliche Gr\u00fc\u00dfe, beobachte Kinder, Hunde und Selfie-Filmer. Auch das gelegentliche fast-auf-die-F\u00fc\u00dfe-latschen an Engstellen st\u00f6rt mich nicht, da Umgebung und Aussichten viel zu fantastisch sind, um sich \u00fcber irgendetwas aufzuregen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar halte ich nichts davon, Outdoorerlebnis zu raten und zu ranken, doch dieser Besseggen-Hike wird v\u00f6llig zu Recht von <em>National Geographic<\/em> hervorgehoben. Zu den Highlights z\u00e4hlen nicht nur die nette Kraxelei und der ber\u00fchmte \u201eZwei-Seen-in-unterschiedlicher-Farbe-Blick\u201c, sondern auch die Abwechslung der Eindr\u00fccke und das Panorama auf dem <strong>Veslfjellet<\/strong>, das gef\u00fchlt halb Norwegen umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Absolut zufrieden und reichlich platt komme ich abends am Campingplatz Maurvangen an und bin zur\u00fcck in der \u201eZivilisation\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-begleiterscheinungen-korperliche-verausgabung-geistige-erholung\">Begleiterscheinungen: k\u00f6rperliche Verausgabung, geistige Erholung<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach f\u00fcnf Tagen Trekking von \u201eR\u00fcckkehr in die Zivilisation\u201c zu schreiben, ist etwas dick aufgetragen, doch die Zeit reicht f\u00fcr interessante Beobachtungen. Zum Beispiel die, dass die Zeit \u201edrau\u00dfen\u201c ungeachtet k\u00f6rperlicher Anstrengungen eine enorme geistige Erholung bringt. Wie das funktioniert? Dazu habe ich zwei <strong>Theorien<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Hirn hat w\u00e4hrend der Tage in der Natur weit weniger Eindr\u00fccke zu verarbeiten und das Erleben ist sehr auf den Moment und die K\u00f6rperaktivit\u00e4ten bezogen. Da bleibt nicht viel Raum f\u00fcr das allt\u00e4gliche Umherschwirren in Zukunft und Vergangenheit des eigenen Lebens und der Weltgeschichte. Und es f\u00e4llt auf, wie viel Energie dieses Umherschwirren eigentlich verbraucht. Das Drau\u00dfensein und die k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t sorgen eindeutig f\u00fcr weniger Gedankensalat und mehr gegenw\u00e4rtige Wahrnehmung. Und das ist ein ziemlich erholsamer Zustand, dessen wohltuende Wirkungen noch Wochen sp\u00e4ter zu sp\u00fcren sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Die in Mitteleuropa nicht zu habende, weitr\u00e4umige Abwesenheit von Stromleitungen, Handymasten, Wlan, mobilem Internet, Stra\u00dfen und Flugl\u00e4rm ist ebenfalls purer Wellnessurlaub f\u00fcr Hirn und Nerven. Ich kann es wirklich nur empfehlen, einfach mal selbst zu probieren.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-praktische-infos\">Praktische Infos<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-anreise-amp-kosten\"><strong>Anreise &amp; Kosten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Von Oslo aus f\u00e4hrt u.a. das Unternehmen <em>Nor-Way<\/em> mit der Linie <strong><em>Valdresekspressen<\/em><\/strong> im Sommer mehrmals t\u00e4glich nach <strong>Gjendesheim<\/strong> im Osten, <strong>Lom<\/strong> und <strong>Leirvassbu<\/strong> im Norden und, mit Umsteigen, <strong>\u00d8vre \u00c5rdal<\/strong> im Westen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Busse, Bahnen, Essen und Unterk\u00fcnfte legt man im Schnitt etwa das Doppelte der in Deutschland gewohnten Preise auf den Tisch. Ein Vorratseinkauf in einer billigen Supermarktkette wie \u201eRema 1000\u201c kostet etwa soviel wie ein Alnatura-Einkauf hierzulande.<\/p>\n\n\n\n<p>Jotunheimen ist gro\u00dfteils <strong>Nationalpark<\/strong>, kostet aber <strong>keinen Eintritt<\/strong>. Das <strong>Jedermannsrecht<\/strong> mit legalem Frei-Zelten gilt meines Wissens nach auch im Nationalpark \u00fcberall.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ubernachten-hutten-camping-oder-wild-zelten\"><strong>\u00dcbernachten: H\u00fctten, Camping oder wild Zelten<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/3-Jotunheimen-Fruehstueckspause-Gjendebu.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/3-Jotunheimen-Fruehstueckspause-Gjendebu.jpg\" alt=\"Zwischen Olavsbu und Gjendebu\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zwischen Olavsbu und Gjendebu<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es gibt gen\u00fcgend <strong>H\u00fctten<\/strong>, um theoretisch das ganze Gebirge mit einem leichten <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daypacks\/\">Tagesrucksack<\/a> zu durchqueren. Angesichts von um die Hundert Euro pro Tag, ist das volle Naturerlebnis beim Zelten vielleicht doch sch\u00f6ner. Ich umkurvte die norwegischen Preise mithilfe eines prall gef\u00fcllten Vorratsbeutels und perfekten Wetters. Letzteres machte es einfach, das freie Zelten voll auszukosten. Normalerweise zeigt sich das Wetter nicht so gn\u00e4dig. Dann d\u00fcrfte es sinnvoll sein, teils zu zelten und teils die H\u00fctten zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wege-amp-gelande\"><strong>Wege &amp; Gel\u00e4nde<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die \u201e<strong>Widerspenstigkeit<\/strong>\u201c des Terrains ist einer der Faktoren, die ich untersch\u00e4tzt hatte. Ein Gro\u00dfteil der hier vorgeschlagenen Tour ist auf Wegen zur\u00fcckzulegen, die mit <strong>Steinen in allen Gr\u00f6\u00dfen<\/strong> gespickt sind. Hinzu kommen jede Menge kleiner <strong>Wasserl\u00e4ufe<\/strong> und <strong>Schlammpassagen<\/strong>. Was wie eine sch\u00f6ne Wiese zum Zelten aussieht, entpuppt sich nicht selten als Sumpf. L\u00e4ngere Passagen auf komfortablen Wanderpfaden gibt es nach meinem Eindruck im Osten Jotunheimens h\u00e4ufiger als im Westen. Auch Infrastruktur und Frequentierung zeigen ein \u201eOst-West Gef\u00e4lle\u201c (nach Osten zunehmend).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wasser-amp-verpflegung\"><strong>Wasser &amp;Verpflegung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wasser ist \u00fcberall in trinkbarer Qualit\u00e4t vorhanden. Ich hatte eine Halbliterflasche am Rucksack, die ich immer wieder an Gew\u00e4ssern nachf\u00fcllte. Bei <strong>Gipfeltouren<\/strong> sollte man etwas mehr Wasservorrat dabei haben.<\/p>\n\n\n\n<p>In den bewirteten H\u00fctten werden <strong>warme Mahlzeiten<\/strong> angeboten. Das Angebot an Verpflegung f\u00fcr unterwegs scheint sich auf Knabberzeug und S\u00fc\u00dfigkeiten zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wetter-klima-amp-die-beste-jahreszeit\"><strong>Wetter, Klima &amp; die \u201ebeste\u201c Jahreszeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Hauptsaison ist nat\u00fcrlich der kurze Sommer im Juli und August. Auf den Hochfl\u00e4chen und in den Hocht\u00e4lern kann es jederzeit ungem\u00fctlich werden, denn es gibt kaum Schutz vor den Elementen. Also auch nicht vor der Sonne, die sich bei meiner Tour als echte Herausforderung entpuppte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Waldzone bieten die kleinen B\u00e4ume nicht allzu viel Schutz. Sie stehen auch oft eng beieinander, auf sumpfigem und unebenem Boden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ausrustung\"><strong>Ausr\u00fcstung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ich nenne hier keine Komplettliste der Trekking-Standards, sondern nur einige Besonderheiten, die man wom\u00f6glich nicht auf der Rechnung hat:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sonnencreme<\/strong>: normalerweise Sonnencrememuffel habe ich in Norwegen binnen 5 Tagen an die 100 ml verbraucht. Und f\u00fchlte mich mit Faktor 20 grenzwertig niedrig versorgt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wasserfeste Sandalen\/Crocs<\/strong>: Wasserl\u00e4ufe sind oft zu queren. Im komplexen Gel\u00e4nde ohne erkennbaren Weg kann das Waten zeitsparender sein als die Suche nach der trockenen Fu\u00dfes querbaren Stelle.<\/li>\n\n\n\n<li>Stabile, atmungsaktive und wasserfeste <strong><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/bergschuhe\/\">Bergschuhe<\/a><\/strong>, die fest am Fu\u00df sitzen, sind kein Luxus, sondern Pflicht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Spezial-Ultrageheimtipp<\/strong>: Auf 61\u00b0 n\u00f6rdlicher Breite wird es Ende Juli die ganze Nacht nicht richtig dunkel. Das kann einen lichtempfindlichen Schl\u00e4fer zum Wahnsinn treiben. Die <strong>Schlafmaske f\u00fcr Zweif\u00fcnfundvierzig<\/strong> war wom\u00f6glich einer meiner wichtigsten Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-orientierung-amp-karten\"><strong>Orientierung &amp; Karten<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jotunheimen-Route-Uebersicht.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jotunheimen-Route-Uebersicht.jpg\" alt=\"Die \u00dcbersicht der Route Jotunheimen\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die \u00dcbersicht der Route Jotunheimen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u201eSchnell mal online checken\u201c ist nicht, da es wie gesagt weder Handyempfang noch mobiles Internet gibt. Was auch gut so ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ganze hier beschriebene Weg ist durchg\u00e4ngig <strong>markiert<\/strong>. Einen klar erkennbaren Pfad hat man jedoch nur bei weichem Untergrund. Die meiste Zeit verbringt man in schrofigem und steinigem Gel\u00e4nde, das sich auch gern mal zu kleinen Labyrinthen aus H\u00fcgeln auffaltet. Da ist der Wegverlauf dann nicht mehr offensichtlich und es kann etwas dauern, bis man die n\u00e4chste Markierung entdeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da meine Jotunheimen Tour eine kurzfristige Entscheidung war, hatte ich nur noch Zeit f\u00fcr ein paar abfotografierte Kartenausschnitte aus der Website <a href=\"https:\/\/norgeskart.no\/#!?project=norgeskart&amp;layers=1002&amp;zoom=4&amp;lat=7197864.00&amp;lon=396722.00\">norgeskart.no<\/a>. Diese etwa zehn Karten-Fotos l\u00f6sten f\u00fcr Details im Gel\u00e4nde nat\u00fcrlich viel zu schlecht auf und w\u00e4ren f\u00fcr eine Navigation bei schlechtem Wetter v\u00f6llig unzureichend gewesen. Idealerweise greift man auf die guten alten Papierkarten zur\u00fcck, von denen es f\u00fcr Jotunheimen reichlich Auswahl in guter Qualit\u00e4t gibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sicherheit\"><strong>Sicherheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wie man unn\u00f6tige Risiken im Fjell vermeidet, kann man hier bei <a href=\"https:\/\/www.visitnorway.com\/plan-your-trip\/safety-first\/mountain-safety\/\">Visit Norway<\/a> nachlesen. Wer allein gehen und es noch etwas fundierter wissen m\u00f6chte, findet hier im Basislager einen Artikel \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/alleine-im-fall-der-faelle-die-notfallvorsorge-auf-solotouren\/\">Notfallvorsorge auf Solotouren<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den vielen Blogs, die es zu Touren in Jotunheimen gibt, fand ich den <a href=\"https:\/\/www.touren-wegweiser.de\/Wanderungen-Jotunheimen\/Jotunheimen-Wanderung-Anreise-Route.html\">Touren-Wegweiser<\/a> mit seinen vielen praktischen Tipps besonders informativ.<\/p>\n\n\n\n<p>So, damit sollte das pralle und hoffentlich kurzweilige Jotunheimen-Infopaket fertig geschn\u00fcrt sein. Wenn Du Lust bekommen hast, dort selbst herumzustreifen, sehen wir uns vielleicht in einem der n\u00e4chsten Sommer dort. Denn ich muss mindestens noch einmal dorthin!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch nie hatte ich eine Gegend derma\u00dfen untersch\u00e4tzt wie das norwegische Jotunheimen-Gebirge. Und das in mehrfacher Hinsicht. Eigentlich wollte ich auch gar nicht dorthin, sondern in eine weniger bekannte Ecke zwischen Fjorden und Gletschern. Erst zwei Tage vor Abreise brachte mich die ern\u00fcchternde Wetterprognose f\u00fcr die Westk\u00fcste zur Umentscheidung. Jotunheimen war keine \u201ePriorit\u00e4t\u201c f\u00fcr mich, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":75993,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[288],"tags":[269,276],"post_folder":[],"class_list":["post-67685","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-touren-reisetipps","tag-bergsteigen","tag-wandern-trekking"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.4 (Yoast SEO v27.4) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Jotunheimen: Zwischen Massentourismus &amp; Abenteuer | Bergfreunde<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Einmal dort, versteht man sofort, warum diese Landschaft \u201eHeim der Riesen\u201c hei\u00dft. 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