{"id":67691,"date":"2019-08-21T08:44:05","date_gmt":"2019-08-21T07:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/big-wall-light\/"},"modified":"2023-07-27T14:46:34","modified_gmt":"2023-07-27T12:46:34","slug":"big-wall-light","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/big-wall-light\/","title":{"rendered":"Big Wall Light"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_42380\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-scaled.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg\" alt=\"Big Wall im Yosemite National Park\" class=\"wp-image-50371\" width=\"351\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/In-der-Half-Dome-Nordwestwand-Yosemite-Valley-Kalifornien.-Foto-F.-Miller-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Yosemite National Park in Kalifornien beherbergt einige traumhafte \u201cBig Walls\u201d, wie den El Capitan oder den Half Dome, dessen Nordwestwand hier erklommen wird. Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Fasziniert vom Klettern in gro\u00dfen, schwierigen W\u00e4nden, wollte ich schon lange etwas zum Thema Big Wall schreiben. Aber keinen Erlebnisbericht oder \u00c4hnliches, sondern einen Fachbeitrag mit ausgew\u00e4hlten Techniken, Tipps und Tricks, die sich bei meinen Touren bew\u00e4hrt haben. Die allermeisten Kletterer werden bisher noch keinen Kontakt zum Bigwall-Klettern gehabt haben. Wer sich aber f\u00fcrs ambitionierte Alpinklettern interessiert, wen die Ausgesetztheit steiler W\u00e4nde reizt und wer von den gro\u00dfen Routen des El Capitan tr\u00e4umt, der ist hier richtig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alpinklettern vs Bigwall-Klettern<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn ich mein Zeug packe f\u00fcr eine Bigwall-Route, gibt es in meinem Kopf eine klare Struktur. \u00dcber dieses komplexe, \u00e4u\u00dferst umfangreiche Thema zu schreiben, ist f\u00fcr mich hingegen viel schwieriger. Deshalb grenze ich es erst mal ein. \u201e<strong>Big Wall Light\u201c<\/strong>&nbsp;\u2013 das klingt vielleicht bescheuert, aber es passt als Titel f\u00fcr diesen Beitrag ganz gut. Denn ich will einen leichten, reduzierten Stil beschreiben, der zwischen dem klassischen Alpinklettern und dem, nennen wir es \u201eamerikanischen Bigwall-Klettern\u201c angesiedelt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem&nbsp;<strong>\u201eamerikanischen Bigwall-Klettern\u201c ist ein \u00fcppigerer Stil<\/strong>&nbsp;gemeint, der sicher f\u00fcr manche Routen erforderlich ist. Er ist aber auch mit einer gewissen Tr\u00e4gheit verbunden. Dar\u00fcber hinaus soll ein einfacher Zugang zum Bigwall-Klettern vermittelt werden, ohne allzu gro\u00dfe H\u00fcrden. Soll hei\u00dfen: Man braucht nicht gleich ein Portaledge, es muss auch nicht zwingend alles Ersparte in dubiose Spezial-Hardware investiert werden, die am Ende dann doch kaum mehr h\u00e4lt als ihr Eigengewicht. F\u00fcr die \u201eNose\u201c zum Beispiel hatten Flo und ich nur einen 16-l-Rucksack dabei und waren p\u00fcnktlich zum Abendessen wieder zur\u00fcck am Campingplatz.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\" id=\"attachment_42378\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Bei-der-Erstbegehung-von-School-of-Rock-Voralptal-Urner-Alpen.-Foto-F.-Miller-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Bei-der-Erstbegehung-von-School-of-Rock-Voralptal-Urner-Alpen.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg\" alt=\"Auch in den Alpen gibt es einige Felsen, die f\u00fcr Big Wall Kletterer ideal sind\" class=\"wp-image-50377\" width=\"350\" height=\"239\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch in den Alpen gibt es einige Felsen, die f\u00fcr Big Wall Kletterer ideal sind. Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Okay, ganz so einfach ist es dann vielleicht doch nicht. Dieser Beitrag ist f\u00fcr Leute gedacht, die sich bereits beim Alpinklettern bew\u00e4hrt haben und die sich \u2013 zumindest gedanklich \u2013 schon einmal mit dem Thema besch\u00e4ftigt haben. Die g\u00e4ngigen Sicherungstechniken, der Umgang mit Seilklemmen usw. m\u00fcssen sitzen, bevor man in gro\u00dfe W\u00e4nde einsteigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Techniken f\u00fcrs Big Wall Klettern<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein gewisses&nbsp;<strong>handwerkliches Geschick kann auch nicht schaden<\/strong>. Au\u00dferdem sollte man sich dem Thema \u201eBehelfsm\u00e4\u00dfige Bergrettung Fels\u201c widmen. Dabei entwickelt sich ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr kompliziertere Seiltechniken und man lernt zu improvisieren, wenn es einmal klemmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein pers\u00f6nlicher Zugang zum Bigwall-Klettern erfolgte in ganz kleinen, nicht immer zielf\u00fchrenden Schritten. Die meisten Techniken haben Lukas und ich uns in jungen Jahren irgendwie selbst erarbeitet. Erst sp\u00e4ter erhielten wir als Mitglieder des DAV Expeditionskaders eine halbwegs seri\u00f6se Bigwall-Ausbildung. Allerdings standen f\u00fcr mich damals immer andere Themen \u2013 klassischer Alpinismus, Eisklettern, die Bergf\u00fchrerausbildung \u2013 im Vordergrund. Nach jeder Bigwall-Aktion hatte ich erst einmal die Schnauze voll vom Schleppen schwerer S\u00e4cke, dem Kuddelmuddel mit dem ganzen Material und dem langsamen vorankommen. Es lief nicht rund. Wir waren damals zwar stark, aber technisch und taktisch einfach nicht gut genug.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_42379\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Eine-warme-Winterbegehung-der-Via-Vertigine-Monte-Brento.-Foto-M.-Schuster-edited.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Eine-warme-Winterbegehung-der-Via-Vertigine-Monte-Brento.-Foto-M.-Schuster-edited.jpg\" alt=\"Die richtige Technik ist beim Big Wall Klettern unerl\u00e4sslich.\" class=\"wp-image-50385\" width=\"352\" height=\"429\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Big Wall Klettern will ge\u00fcbt sein: Kraft allein reicht nicht. Die richtige Technik und Taktik sind mindestens genauso wichtig. Foto: M. Schuster.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mittlerweile l\u00e4uft es deutlich besser. Bigwall-Klettern steht in meiner Wahrnehmung&nbsp;<strong>nicht mehr f\u00fcr Schinderei,<\/strong>&nbsp;sondern f\u00fcr eine gro\u00dfe Spielwiese. Dar\u00fcber hinaus ist es f\u00fcr mich ein entscheidendes Puzzleteil beim Erf\u00fcllen von Bergtr\u00e4umen. Entscheidend f\u00fcr diese Entwicklung war nicht zuletzt, dass es mir Freude bereitet hat, mein System \u00fcber viele Jahre hinweg immer weiter zu optimieren. Klar, es ist noch nicht perfekt und das wird es auch nie sein. Aber ich denke, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt guten Gewissens ein paar Erfahrungen teilen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Beitrag soll in vier Teilen erscheinen. Nach dieser Einf\u00fchrung wird es im zweiten Teil konkreter: Es geht dort um die Zusammenstellung der wichtigsten Ausr\u00fcstung. Teil Drei tr\u00e4gt den Titel \u201eTechnik und Taktik\u201c. Hier wird es spannend (hoffe ich). Im vierten Teil \u2013 \u201eGebiete, Ziele, Routenempfehlungen\u201c \u2013 beschreibe ich ein paar ausgew\u00e4hlte Gebiete in den Alpen (und dar\u00fcber hinaus).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Parallel empfehle ich folgende Literatur:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>How to Big Wall Climb, Chris McNamara, Supertopo Verlag (englischsprachig)<\/li>\n\n\n\n<li>DAV Alpin Lehrplan 5 \u2013 Klettern \u2013 Sicherung und Ausr\u00fcstung, Chris Semmel, blv Verlag<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gute<strong>&nbsp;allgemeine Informationen<\/strong>&nbsp;finden sich auch in folgenden beiden Lehrschriften:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Alpinklettern, Peter Albert, Bruckmann Verlag<\/li>\n\n\n\n<li>Handbuch Ausbildung des Deutschen Alpenvereins<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Alle Anleitungen, Beschreibungen und Empfehlungen in den Beitr\u00e4gen dieser Serie erfolgen selbstverst\u00e4ndlich nach bestem Wissen und Gewissen. Dennoch sollte klar sein: Vieles liegt im gro\u00dfen Graubereich zwischen Sicherheit und Effizienz. Manches entspricht wohl nicht den Herstellervorgaben zum Einsatz der Ausr\u00fcstung. Jeder Anwender muss f\u00fcr sich entscheiden, welche Techniken er \u00fcberblicken und verantworten kann. Weder der Autor noch Bergfreunde.de k\u00f6nnen haftbar gemacht werden f\u00fcr eventuelle Nachteile oder Sch\u00e4den, die aus den Informationen der Beitr\u00e4ge dieser Serie resultieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pers\u00f6nliche Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Big Wall<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Handschuhe<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42385\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Modi-150x150.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/01-Bigwall-Handschuhe-c-M.Schuster-300x225.jpg\" alt=\"Big-Wall Klettern H\u00e4nde\" class=\"wp-image-42385\" width=\"351\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Fingerkuppen sollten beim Big-Wall-Klettern frei liegen f\u00fcr das n\u00f6tige Fingerspitzengef\u00fchl. Foto: M. Schuster.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zum Schutz der H\u00e4nde leichte Lederhandschuhe mit&nbsp;<strong>freien Fingerkuppen<\/strong>. Mit solchen Handschuhen kann man noch ganz gut Freiklettern und hat genug Fingerspitzengef\u00fchl beim Materialhandling. Man kann sie ggf. selbst herstellen, indem man gutsitzende Arbeitshandschuhe zurechtstutzt und mit Tape verst\u00e4rkt. Je nach Route zus\u00e4tzlich oder alternativ auch&nbsp;<strong>Risskletterhandschuhe<\/strong>. Au\u00dferdem d\u00fcnne Lederhandschuhe f\u00fcr Zu- und Abstiege und das Abseilen. Alte Fixseile, Granitsand, N\u00e4sse usw. zerst\u00f6ren ansonsten schnell die Haut an den H\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schuhwerk<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die meisten Aktionen eignen sich klettertaugliche&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/approachschuhe\/\">Approachschuhe<\/a><\/strong>&nbsp;mit einer eher harten Sohle. Mit solchen kann man auch mal l\u00e4nger in der Leiter stehen. F\u00fcr einfache Zu- und Abstiege sind&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/trailrunningschuhe\/\">Trailrunningschuhe<\/a>&nbsp;ideal (weil sehr leicht). F\u00fcr grobe Eins\u00e4tze bzw. hochalpines Gel\u00e4nde nimmt man am besten bedingt steigeisenfeste Leichtbergstiefel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kletterschuhe<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\" id=\"attachment_42387\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/02-Big-Wall-Klettermaterial-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/02-Big-Wall-Klettermaterial-300x225.jpg\" alt=\"Kletterausr\u00fcstung Big-Wall Klettern\" class=\"wp-image-42387\" width=\"352\" height=\"265\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die n\u00f6tige pers\u00f6nliche Ausr\u00fcstung f\u00fcrs Big Wall Klettern. Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auch wenn \u00fcberwiegend technische Kletterei erwartet wird: Oft l\u00e4sst sich viel mehr frei bzw. AO klettern, als man denkt \u2013 sofern man&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterschuhe\/\">Kletterschuhe<\/a>&nbsp;tr\u00e4gt! Diese sollten so bequem sein, dass man sie an den Standpl\u00e4tzen nicht ausziehen muss (spart Zeit und Nerven). Wichtig ist auch eine&nbsp;<strong>harte Sohle<\/strong>, um schmerzfrei in der Leiter stehen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr schwerere Freiklettereien gelten nat\u00fcrlich andere Anspr\u00fcche. Hier sind pr\u00e4zise Schuhe mit Klettverschl\u00fcssen vorteilhaft (am Stand Ferse raus und Klettverschluss gleich wieder schlie\u00dfen, damit der Schuh nicht verloren geht).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>K<\/strong>lettergurt<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein bequemer&nbsp;<strong>Allround-H\u00fcftgurt<\/strong>&nbsp;mit stabilen(!) Materialschlaufen funktioniert super. Es braucht kein spezieller Bigwall-Gurt zu sein, denn ein solcher w\u00e4re hier schon wieder zu viel des Guten. Am Gurt: Reverso (o. \u00c4.), Kurzprusik, 5 m Kevlar-Reepschnur, kleines Seilmesser.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verstellbare Selbstsicherungsschlinge<\/h3>\n\n\n\n<p>Anstelle von klassischen Daisy Chains empfehle ich die Verwendung von&nbsp;<strong>l\u00e4ngenverstellbaren Schlingen<\/strong>. Die Connect Adjust von Petzl ist in vielen Situationen top, beispielsweise beim Arbeiten im H\u00e4ngestand, als Selbstsicherung beim Abseilen oder als Verbindung zu den Steigklemmen beim J\u00fcmarn. Das Original-Seil ist f\u00fcr meinen Geschmack allerdings zu dick und zu schwerg\u00e4ngig (und je nach Einsatz auch zu kurz). Ich verwende deshalb ein etwas d\u00fcnneres Seil, welches ich mit einem Achterknoten am Gurt einbinde (m\u00f6glichst eng durch Beinschlaufensteg und Bauchgurt\u00f6se). Als&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/karabiner-express-sets\/\">Karabiner<\/a>&nbsp;nimmt man am besten einen leichten Keylock-Schrauber. Den mitgelieferten Gummi-Puffer mit etwas Tape am <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/karabiner-express-sets\/\">Karabiner<\/a> fixieren, sonst verrutscht er. Nachteil des Petzl-Systems: Es l\u00e4sst sich nicht so einfach verl\u00e4ngern. Wenn man nicht aufpasst, kann man sich beim technischen Klettern damit quasi blockieren (gilt \u00fcbrigens genauso f\u00fcr die Variante \u201eEvolv Adjust\u201c).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42388\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/03-Big-Wall-Daisy-Chain-Positionierungsschlinge-300x225.jpg\" alt=\"Zwei stufenlos verstellbare Schlingen f\u00fcr das technische Klettern\" class=\"wp-image-42388\" width=\"351\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zwei stufenlos verstellbare Schlingen f\u00fcr das technische Klettern (Daisy Chain, Petzl Adjust, Easy Daisy). Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Positionierungsschlinge<\/h3>\n\n\n\n<p>Deshalb f\u00fcr l\u00e4ngere Aid-Passagen (zus\u00e4tzlich) eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/metolius\/\">Metolius<\/a>&nbsp;Easy Daisy, bzw. f\u00fcr schwierige Routen zwei. Diese stufenlos verstellbaren Schlingen sind perfekt f\u00fcrs technische Klettern (mehr dazu im n\u00e4chsten Teil). Allerdings d\u00fcrfen sie nicht als Selbstsicherungsschlingen verstanden werden. Vermutlich um dies klar zu machen, gibt Metolius die Bruchlast mit 1,3 kN an. Auch wenn diese tats\u00e4chlich wohl deutlich h\u00f6her liegt, muss jederzeit eine von diesen Schlingen unabh\u00e4ngige Sicherung gew\u00e4hrleistet sein!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trittleiter<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einfache Routen reicht oft eine einzelne Leiter pro Person, in Kombination mit der zuvor beschriebenen Schlinge von Metolius. In den meisten F\u00e4llen wird der Vorsteiger aber mit zwei Leitern&nbsp;klettern wollen. Kann der Nachsteiger alles J\u00fcmarn bzw. ohne Leitern klettern, braucht er nicht zwingend welche mitzunehmen. Am besten sind&nbsp;<strong>symmetrische Bandleitern<\/strong>, die oben mit einer Alusprosse o. \u00c4. offengehalten werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\" id=\"attachment_42389\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/04-Big-Wall-Bandleitern-Yates-300x225.jpg\" alt=\"Bandleitern von Yates\" class=\"wp-image-42389\" width=\"350\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bandleitern von Yates (oben) und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/black-diamond\/\">Black Diamond<\/a>&nbsp;(unten).&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es gibt solche z. B. von Cassin (Ladder Aider \u2013 die leichte Variante) oder Yates (Speed Wall Ladder \u2013 die komfortable Variante). Asymmetrische Bandleitern verdrehen sich h\u00e4ufig. Daf\u00fcr sind meist leichter und kleiner im Packma\u00df. Ich verwende relativ kurze Leitern. Je l\u00e4nger, desto gr\u00f6\u00dfer ihr Packma\u00df und desto eher k\u00f6nnen sie sich irgendwo verhaken. Meine Speed Wall Ladders habe ich beispielsweise um eine Sprosse gek\u00fcrzt. Jede Leiter wird mit einem soliden Keylock-Schnapper ausgestattet. Damit clippt man sie in Fixpunkte bzw. zum Transport an den Gurt. Das fr\u00fcher \u00fcbliche System mit Fifihaken und Fangschnur zum Nachziehen der Leiter wird beim modernen Techno-Klettern nicht mehr angewandt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gearsling<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat man viel Hardware dabei, kommt man kaum um eine solche Materialschlinge herum. Ansonsten ist es Geschmacksache, wie man sein Material organisiert. Eher gro\u00dfe, kr\u00e4ftige Kletterer k\u00f6nnen mit einer 60-cm-Bandschlinge improvisieren. F\u00fcr kleine Kletterer ist eine solche evtl. zu lang \u2013 das Material hinge dann zu tief. Dann besser eine&nbsp;<strong>l\u00e4ngenverstellbare Gearsling<\/strong>&nbsp;verwenden oder selbst etwas basteln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hardware f\u00fcr die Seilschaft an der Big Wall<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Grigri<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42390\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/05-Big-Wall-Grigri-2-Ballock-Karabiner-300x225.jpg\" alt=\"Grigri 2 mit Ballock-Karabiner und Fifi-Haken mit eingen\u00e4hter Schlinge.\" class=\"wp-image-42390\" width=\"350\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Grigri 2 mit Ballock-Karabiner und Fifi-Haken mit eingen\u00e4hter Schlinge.&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>F\u00fcrs Sichern des Vorsteigers vom K\u00f6rper empfiehlt sich ein Petzl Grigri. Es funktioniert bestens in Kombination mit einem mitteldicken (s. u.), leicht pelzigen Einfachseil. Und es ist, sagen wir einmal, recht fehlertolerant. Die Realit\u00e4t ist: Vorstiege in Bigwall-Routen k\u00f6nnen lange dauern und der Sicherer muss schon einmal dies oder das nebenher erledigen\u2026 Am besten kombiniert man das Grigri mit einem leichten Ballock-Karabiner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fifi<\/h3>\n\n\n\n<p>Einen Fifi-Haken braucht man zwar nicht zwingend, allerdings ist er empfehlenswert f\u00fcr Routen mit l\u00e4ngeren, anspruchsvollen Aid-Passagen. Der Vorsteiger verbindet den Fifi mittels kleiner Bandschlinge am&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/klettergurte\/\">Klettergurt<\/a>&nbsp;(einschlaufen mit Ankerstich). Der Fifi l\u00e4sst sich w\u00e4hrend des Vorstiegs dann schnell in Fixpunkte ein- und aush\u00e4ngen \u2013 z. B. um den n\u00e4chsten Fixpunkt aus einer kraftsparenden Position anzubringen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">J\u00fcmar-Kit<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\" id=\"attachment_42391\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/06-Big-Wall-Handsteigklemmen-Tibloc-300x225.jpg\" alt=\"Handsteigklemmen und Tibloc, verstellbare Trittschleife von Edelrid und Petzl, sowie eine Selfmade-Trittschleife.\" class=\"wp-image-42391\" width=\"350\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Handsteigklemmen und Tibloc, verstellbare Trittschleife von Edelrid und Petzl, sowie eine Selfmade-Trittschleife. Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen reicht ein Satz Handsteigklemmen pro Seilschaft, also eine Klemme f\u00fcr links und eine f\u00fcr rechts. Zus\u00e4tzlich empfehle ich ein Backup-System, welches aus einem Tibloc mit Ovalkarabiner (Schrauber) und einer 30-cm-Dyneemabandschlinge besteht. Dazu noch l\u00e4ngenverstellbare Trittschlingen, die in die Handsteigklemmen eingeclippt werden. Eine Trittschlinge reicht in vielen Routen aus. F\u00fcr lange Strecken in geneigtem Gel\u00e4nde besser zwei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Z<\/strong>um Haulen<\/h3>\n\n\n\n<p>Als R\u00fccklaufsperre f\u00fcrs Haulseil eine Petzl Micro Traxion oder den neuen Spoc von Edelrid (noch leichter und noch bissiger).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrs Bodyhauling bei schwereren S\u00e4cken zus\u00e4tzlich einen Wild Country Ropeman oder f\u00fcr d\u00fcnne Leinen besser einen Ropeman 2.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42392\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung-768x549.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/07-Big-Wall-Spoc-Microtraxion-Wirbel-300x225.jpg\" alt=\"Spoc, Microtraxion, Wirbel von\u00a0Grivel\u00a0und Edelrid (oben) sowie Ropeman 2 (golden) und Ropeman (orange).\" class=\"wp-image-42392\" width=\"349\" height=\"261\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Spoc, Microtraxion, Wirbel von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/grivel\/\">Grivel<\/a>&nbsp;und Edelrid (oben) sowie Ropeman 2 (golden) und Ropeman (orange).&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Au\u00dferdem noch einen Haulbagwirbel. Eingebaut zwischen Sack und Haulseil verhindert dieser ein Verdrehen des Seils. F\u00fcr leichte S\u00e4cke gibt es mit dem Grivel Rotor einen ganz leichten Wirbel mit integriertem Karabiner.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Exen, Bandschlingen, Normalkarabiner f\u00fcr die Big Wall<\/h2>\n\n\n\n<p>Beim Technischen Klettern braucht man meist viel mehr Schnapper als gedacht. Insbesondere, wenn man sich lange Risspuren mit Klemmkeilen und\/oder Beaks (mit Schlinge ausgestattet) hocharbeitet. Erlaubt es die Seilf\u00fchrung, clippt man diese n\u00e4mlich mit einem einzelnen Schnapper ins Seil. Hierf\u00fcr w\u00e4ren&nbsp;<strong>Ovalkarabiner<\/strong>&nbsp;angenehm. Aber da diese zu schwer sind und man ja wahrscheinlich eh keine besitzt, muss es mit normalen Schnappern gehen! Cams clippt man, sofern es der Seilverlauf erlaubt, ebenfalls mit nur einem Schnapper ins Seil. So lassen sich viele Exen einsparen! F\u00fcr Haken, oder immer, wenn ein Fixpunkt verl\u00e4ngert werden muss, verwendet man wie gewohnt&nbsp;<strong>Exen<\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>Bandschlingen<\/strong>. Zum Abbinden von Haken sollte man auch ein paar kurze, d\u00fcnne&nbsp;<strong>Dyneema-Bandschlingen<\/strong>&nbsp;dabeihaben (oder \u00c4hnliches aus Kevlar-Reepschnur).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\" id=\"attachment_42393\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel-1024x682.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel-1024x682.jpg\" alt=\"Fritz\u00b4 Klettermaterial f\u00fcr die Nose, eine Kletterroute am El Capitan im Yosemite National Park, Kalifornien.\" class=\"wp-image-50389\" width=\"850\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/08_Unser-Klettermaterial-fuer-die-Nose.-Foto-F.-Boebel.jpg 1199w\" sizes=\"(max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fritz\u00b4&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/klettern-bouldern\/\">Klettermaterial<\/a>&nbsp;f\u00fcr die Nose, eine Kletterroute am El Capitan im Yosemite National Park, Kalifornien. Foto: F. B\u00f6bel.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klemmkeile, Cams usw.<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein weites Feld\u2026 Hier kurz und knapp zu schreiben, erscheint mir kaum sinnvoll, zumal es bereits viele gute Infos gibt! Einen Beitrag zum Thema Cams gibt\u2019s z. B.&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/cam-report-2017-die-besten-klemmgeraete-fuers-felsklettern\/\">hier im Basislager-Blog.<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hammer und Haken<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Routen gehen ganz ohne Hammer und Haken oder man braucht sie nur, falls fixes Material ausgebrochen ist. Man kann das Zeug dann auch im Haulbag transportieren und erst bei Bedarf auspacken. Ansonsten tr\u00e4gt man den Hammer am besten in einem&nbsp;<strong>Ice-Clipper<\/strong>&nbsp;(Kunststoff-Materialkarabiner) am <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/klettergurte\/\">Klettergurt<\/a>. Meist reicht ein leichter Kletterhammer. Gut ist beispielsweise das Modell von Climbing Technology (Thunder).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42394\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung-768x549.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/09-Bigwall-Hammer-Edelrid-300x225.jpg\" alt=\"Leichter Kletterhammer von\u00a0Salewa\u00a0und diverse Hartstahlhaken.\" class=\"wp-image-42394\" width=\"350\" height=\"260\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Leichter Kletterhammer von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/salewa\/\">Salewa<\/a>&nbsp;und diverse Hartstahlhaken.&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wird viel geh\u00e4mmert, ist ein schwerer&nbsp;<strong>Bigwall-Hammer<\/strong>&nbsp;empfehlenswert. Das Modell von Edelrid (Hudson) hat das beste Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis und funktioniert perfekt. Die beschriebenen Modelle (und andere) werden sinnvollerweise mit elastischen Fangschn\u00fcren ausgeliefert. Bei meinen alten Modellen habe ich mit einer stabilen Gummischnur improvisiert. Zum Entfernen von Haken empfiehlt sich dann auch ein&nbsp;<strong>\u201eFunkness Device\u201c<\/strong>&nbsp;\u2013 ein St\u00fcck Stahlseil mit \u00d6sen, das zwischen Hammer und Haken geclippt wird. Achtung: Die hier eingesetzten Karabiner werden u. U. schwer besch\u00e4digt und d\u00fcrfen nicht mehr zum Sichern verwendet werden!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Seile und Hilfsleinen<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kletterseil (&#171;Lead Rope&#187;) <\/h4>\n\n\n\n<p>Ich verwende meist ein eher weiches&nbsp;<strong>Sportkletterseil mit 9,8 mm Durchmesser<\/strong>. Spezielle Bigwall-Seile haben einen etwas gr\u00f6\u00dferen Durchmesser oder sind straffer geflochten. Damit ist ihre Lebensdauer h\u00f6her und die Gefahr von Mantelsch\u00e4den reduziert. F\u00fcr meine Eins\u00e4tze sind mir aber weichere und leichtere Seile eindeutig lieber \u2013 nicht zuletzt, weil sie beim Nachsichern mittels \u201ePlate\u201c viel besser funktionieren!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Haulseil (&#171;Haul Line&#187;)<\/h4>\n\n\n\n<p>Am liebsten nehme ich ein ausgemustertes&nbsp;<strong>Halb- oder Zwillingsseil<\/strong>. Zumindest bei eher leichten Haulbags hat man damit die meisten Vorteile auf seiner Seite. F\u00fcr ein ganz leichtes Setup machen \u201eRaplines\u201c bzw. \u201eTag Lines\u201c Sinn. Wer auf solche Leinen setzt, sollte sich zun\u00e4chst mit deren Eigenheiten beim Abseilen vertraut machen. Schlie\u00dflich m\u00fcssen sie bei Bedarf auch als Abseilleinen herhalten. &nbsp;Mit Blick aufs Haulen muss man weitere Punkte beachten: Je nach Konstruktion kann der Mantel anf\u00e4llig sein f\u00fcr Verschlei\u00df und kleinere Sch\u00e4den. Au\u00dferdem lassen sich d\u00fcnne, glatte Leinen schlecht greifen. Es empfiehlt sich, bei Haulseil und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterseile\/\">Kletterseil<\/a>&nbsp;die gleiche L\u00e4nge zu w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u201eLower-Out-Line&#187;<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit einer solchen&nbsp;<strong>Reepschnur<\/strong>&nbsp;kann man den Haulbag kontrolliert herauslassen, sofern sich der n\u00e4chste Standplatz seitlich versetzt befindet. Grunds\u00e4tzlich geht das auch mit dem Restseil des Haulseils. Aber nat\u00fcrlich nur, wenn man ausreichend Restseil hat. Ob man eine \u201eLower-Out-Line\u201c braucht und wie lang sie sein muss, h\u00e4ngt vom Routenverlauf sowie der L\u00e4nge der Seill\u00e4ngen und des Haulseils ab. Und davon, was man dem Haulbag zumuten will, wenn man ihn unkontrolliert herausschwingen l\u00e4sst. Es gibt also leider \u00fcberhaupt keine pauschal sinnvolle L\u00e4ngenempfehlung. Sorry! Beinhaltet eine Route einen langen Quergang, kann man eine zus\u00e4tzlich mitgef\u00fchrte \u201eLower-Out-Line\u201c auch ans Restseil des Haulseils anst\u00fcckeln und danach wieder wegpacken. Eine gute Materialst\u00e4rke ist 6 mm. Damit ist man nicht nur leicht unterwegs, sondern kann mit einer solchen Reepschnur im Falle eines R\u00fcckzuges auch solide Abseilstellen einrichten. F\u00fcr den sporadischen Einsatz bei leichten Lasten geht auch eine 5-mm-Reepschnur.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rucks\u00e4cke und Haulbags f\u00fcr die Big Wall<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>R<\/strong>ucksack<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\" id=\"attachment_42395\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg\" alt=\"Bergfreund Lukas auf dem Weg zur westlichen Zinne mit einer 70 l Haulbag von Black Diamond.\" class=\"wp-image-50393\" width=\"846\" height=\"564\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/10_Lukas-auf-dem-Weg-zur-Westlichen-Zinne-mit-70-l-Haulbag-von-Black-Diamond.-Foto-F.-Miller-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 846px) 100vw, 846px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bergfreund Lukas auf dem Weg zur westlichen Zinne mit einer 70 l Haulbag von <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/marken\/black-diamond\/\">Black Diamond<\/a>.&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Je nach Begehungsstil und Gel\u00e4nde kann ein Rucksack besser geeignet sein als ein&nbsp;<strong>Haulbag<\/strong>. Es ist gut, wenn man auf eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl von Kletterrucks\u00e4cken zur\u00fcckgreifen kann. Wichtig ist eine zuverl\u00e4ssige Schlaufe, an welcher der Rucksack angeh\u00e4ngt werden kann. Traut man der vorhandenen Trageschlaufe nicht, muss man sie irgendwie verst\u00e4rken! Zum schnellen Anh\u00e4ngen am Standplatz fixiere ich daran eine kleine Schlinge mit Karabiner. Etwas kr\u00e4ftigere Materialien machen bei einem Rucksack f\u00fcr Bigwalls allemal Sinn. Insbesondere, wenn man sich durch K\u00f6rperrisse oder Kamine k\u00e4mpfen muss (dabei den Rucksack am besten abnehmen und mit einer l\u00e4ngeren Schlinge an die Anseilschlaufe des Gurts h\u00e4ngen). Bei kleineren Modellen ist es sinnvoll, wom\u00f6glich vorhandene Rahmen oder sonstige Verst\u00e4rkungen des R\u00fcckenteils zu entnehmen. Dann kann man den Rucksack bei Bedarf besser im Haulbag verstauen. Au\u00dferdem unn\u00f6tigen Schnickschnack entfernen. Irgendwann sollte man wissen, welche Ausstattung man braucht \u2013 und den Rest dann entsorgen. Bei Mini-Rucks\u00e4cken (Bereich 12 l) am besten auch den Bauchgurt abtrennen. Bei gr\u00f6\u00dferen Modellen die st\u00f6renden H\u00fcftflossen entfernen. Ein d\u00fcnner Bauchgurt reicht aus!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Haulbag<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Aktionen mit wenig Gep\u00e4ck verwende ich den sehr leichten\u00a0<strong>55-l-Haulbag<\/strong>\u00a0von Edelrid. F\u00fcr Tagestouren w\u00e4re ein kleinerer zwar besser, allerdings sind die verf\u00fcgbaren kleineren Modelle meist sogar schwerer als das beschriebene von Edelrid. Aber f\u00fcr schwerere Lasten ist der 70-l-Haulbag von Black Diamond top. Man kann auch einen robusten\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterrucksaecke\/\">Kletterrucksack<\/a>\u00a0zum Haulbag umbauen. Ein solches System kann ideal sein f\u00fcr Eins\u00e4tze, bei denen der Sack viel auf dem R\u00fccken getragen wird und nur ab und zu nachgezogen wird (und dabei weitestgehend frei h\u00e4ngt). F\u00fcr die Aufh\u00e4ngung zum Haulen braucht der Rucksack mindestens zwei stabile Punkte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Biwaks und Wasserversorgung an der Big Wall<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Biwakmaterial<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\" id=\"attachment_42396\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-1024x683.jpg\" alt=\"Kleines P\u00e4uschen: Biwak an den Heart Ledges am El Capitan. \" class=\"wp-image-50397\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/11_Biwak-an-den-Heart-Ledges-El-Capitan.-Foto-M.-Schuster-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kleines P\u00e4uschen: Biwak an den Heart Ledges am El Capitan. Foto: M. Schuster.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>F\u00fcr sommerliche Touren ist folgendes Setup ideal:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a>&nbsp;+ 2\/3-langer Schlafsack oder <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a> +&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/outdoor-bekleidung\/eigenschaften--primaloft\/\">Primaloft<\/a>-Shorts + leichte Daunensocken + leichter, atmungsaktiver&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/biwaksaecke\/\">Biwaksack<\/a>. Dazu eine d\u00fcnne, gek\u00fcrzte Schaummatte. An der Matte bringt man eine Aufh\u00e4ngung an, um diese gegen Verlust zu sichern (ein mit Tape verst\u00e4rktes Loch). Auch gut ist nat\u00fcrlich ein leichter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/daunenschlafsaecke\/\">Daunenschlafsack<\/a>. Vorteil der Variante mit der Daunenjacke: die h\u00e4lt einen auch warm, w\u00e4hrend man sein Lager auf- und abbaut. Au\u00dferdem kann man sie beim Sichern oder Abseilen schnell mal \u00fcberziehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kocher und Gas<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Schneeschmelzen bzw. f\u00fcr warme Mahlzeiten ist ein leichtes&nbsp;<strong>Jetboil-Kochsystem<\/strong>&nbsp;gut. Kocher und Topf werden hier mit einem Bajonettverschluss verbunden. Ich habe das Blech am Kocher leicht verformt, damit die Verbindung etwas klemmt und sich nicht mehr ungewollt l\u00f6sen kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\" id=\"attachment_42397\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung-300x214.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/12-Big-Wall-Jetboil-300x225.jpg\" alt=\"Jetboil mit einer Vorrichtung zum Anh\u00e4ngen.\" class=\"wp-image-42397\" width=\"351\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Jetboil mit einer Vorrichtung zum Anh\u00e4ngen.&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Au\u00dferdem habe ich am Topf mittels kr\u00e4ftiger Kabelbinder kleine Reepschnur-Schlaufen angebracht. Daran kann man das ganze System anh\u00e4ngen oder sichern. Die passenden Schraubkartuschen gibt es in folgenden Standardgr\u00f6\u00dfen (Nettogewicht): 100 g, 230 g, 450 g.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Empfohlene Gasmengen f\u00fcr eine Zweier-Seilschaft (Eigene Erfahrungswerte)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einzelnes Biwak ohne Schneeschmelzen: 100 g \u2013 es wird noch etwas \u00fcbrigbleiben.<\/li>\n\n\n\n<li>Zwei Biwaks ohne Schneeschmelzen: 100 g \u2013 sparsam kochen!<\/li>\n\n\n\n<li>Einzelnes Biwak mit Schneeschmelzen: 230 g \u2013 es wird noch etwas \u00fcbrigbleiben.<\/li>\n\n\n\n<li>Zwei Biwaks mit Schneeschmelzen: 230 g \u2013 sparsam kochen oder zus\u00e4tzliche 100 g mitnehmen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wasserflaschen<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\" id=\"attachment_42398\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Massagepistole-Anwendung-300x214.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/13-Big-Wall-PET-Wasserflaschen-300x225.jpg\" alt=\"PET-Flaschen mit einem selbstgebauten Aufh\u00e4nger sind optimal.\" class=\"wp-image-42398\" width=\"350\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">PET-Flaschen mit einem selbstgebauten Aufh\u00e4nger sind optimal.&nbsp;Foto: F. Miller.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Bei sommerlichen Bedingungen sind&nbsp;<strong>PET-Einwegflaschen<\/strong>&nbsp;gut. Man muss nur darauf achten, dass man welche mit stabilem Schraubdeckel bekommt. Sind sie leer, macht man sie platt und schafft damit Platz im Haulbag\/Rucksack. Es ist sinnvoll, kleine Reepschnurschlaufen zum Anh\u00e4ngen anzubringen. Eine 500-ml-Flasche kann man so auch beim Klettern am Gurt transportieren. Trinksysteme sind leider sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Besch\u00e4digungen, gammeln schnell und im Trinkschlauch verheddern sich gerne Schlingen. Bei einer schnellen Begehung ohne Haulbag k\u00f6nnen sie dennoch gut sein. Die Last sitzt dann direkt am R\u00fccken und man kann jederzeit trinken. Zumindest, bis sie kaputt gehen\u2026 Ist man mit Kocher unterwegs und kann\/muss Schnee schmelzen, macht auch eine Nalgene-Flasche mit gro\u00dfer \u00d6ffnung Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Empfohlene Wassermengen pro Person und Tag (Eigene Erfahrungswerte)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man wird dabei etwas dehydrieren, sollte aber nicht leiden m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tagestour bei kaltem Wetter: 1 l<\/li>\n\n\n\n<li>Tagestour bei gem\u00e4\u00dfigten Bedingungen (eher k\u00fchl\/schattig): 1,5 l<\/li>\n\n\n\n<li>Tagestour bei warmem Wetter und viel Sonne: 2,5 l<\/li>\n\n\n\n<li>Mehrtagestour bei kaltem Wetter: 1,5 l bzw. bei l\u00e4ngeren Aktionen 2 l<\/li>\n\n\n\n<li>Mehrtagestour bei gem\u00e4\u00dfigten Bedingungen (eher k\u00fchl\/schattig): 2 l bzw. bei l\u00e4ngeren Aktionen 2,5 l<\/li>\n\n\n\n<li>Mehrtagestour bei warmem Wetter und viel Sonne: 3 l<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Alle Anleitungen, Beschreibungen und Empfehlungen in den Beitr\u00e4gen dieser Serie erfolgen selbstverst\u00e4ndlich nach bestem Wissen und Gewissen. Dennoch sollte klar sein: Vieles liegt im gro\u00dfen Graubereich zwischen Sicherheit und Effizienz. Manches entspricht wohl nicht den Herstellervorgaben zum Einsatz der Ausr\u00fcstung. Jeder Anwender muss f\u00fcr sich entscheiden, welche Techniken er \u00fcberblicken und verantworten kann. Weder der Autor noch Bergfreunde.de k\u00f6nnen haftbar gemacht werden f\u00fcr eventuelle Nachteile oder Sch\u00e4den, die aus den Informationen der Beitr\u00e4ge dieser Serie resultieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Taktik beim Klettern an der Big Wall<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-1024x682.jpg\" alt=\"Il Grande Incubo, Monte Brento.\" class=\"wp-image-50405\" width=\"352\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/01_Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-H.-Neubert-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Il Grande Incubo, Monte Brento. H. Neubert<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Viele werden sagen, Bigwall-Klettern sei eine reine Materialschlacht, h\u00e4tte wenig mit Klettern zu tun. Allerdings ist Bigwall-Klettern ein weites Feld. Es schlie\u00dft selbstverst\u00e4ndlich Freikletterei mit ein, und den Gedanken, sich leicht und schnell bewegen zu wollen. In meinem Beitrag geht es um einen eher minimalistischen Stil. Die hier beschriebene Herangehensweise eignet sich nicht f\u00fcr extreme Technorouten, daf\u00fcr umso besser f\u00fcr Routen, in denen man immer wieder zwischen verschiedenen Kletterstilen und Sicherungstechniken wechseln muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Beispiele aus dem eigenen Tourenbuch k\u00f6nnte ich einen schnellen Durchstieg der Route \u201eIl Grande Incubo\u201c (6b, A3, 32 SL, 1200 m) am Monte Brento nennen (in 1,5 Tagen). Oder eine Winterbegehung der Route \u201eWeg durch den Fisch\u201c (6c, A3, 37 SL, 1220 m) in der Marmolada S\u00fcdwand. Bei solchen und vielen anderen Projekten darf man nicht in starren Kategorien denken. Vielmehr muss man bereit sein, seine Technik und Taktik immer wieder aufs Neue an die Gegebenheiten anzupassen. Deshalb gibt\u2019s hier auch kein Schema F, sondern eine Auswahl an Vorschl\u00e4gen und Anregungen, mit Spielraum zum Mitdenken. Bitte auch die ersten beiden Beitr\u00e4ge dieser Serie lesen \u2013 sie enthalten wichtige Informationen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ein-paar-grundsatze-fur-die-big-wall\">Ein paar Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Big Wall<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg\" alt=\"Freikletterei mit Haulbag am R\u00fccken, Il Grande Incubo, Monte Brento.\" class=\"wp-image-50401\" width=\"847\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/02_Freikletterei-mit-Haulbag-am-Ruecken-Il-Grande-Incubo-Monte-Brento.-Foto-F.-Miller-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 847px) 100vw, 847px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Freikletterei mit Haulbag am R\u00fccken, Il Grande Incubo, Monte Brento.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Man klettert idealerweise in einer Zweier-Seilschaft. Alles andere macht die Sache recht kompliziert. \u00dcberschlagend klettern ist keine gute Idee \u2013 Blockvorstieg ist viel effizienter. Wer vor- und wer nachklettert und wann gewechselt wird, muss situativ entschieden werden. Klettert man mit leichtem Gep\u00e4ck, ist man in der Regel schneller und somit weniger lang unterwegs. Also m\u00fcssen auch weniger Wasser und Essen mit auf die Reise, was die Sache noch einmal verst\u00e4rkt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Alles Gep\u00e4ck sollte ohne gro\u00dfe Probleme auf einmal bewegt werden k\u00f6nnen. Und das nicht nur zum Wandfu\u00df, sondern auch im einfachen Klettergel\u00e4nde. Gehen wir von einer Mehrtagestour aus, mit ein bis zwei Biwaks: Hier sollte man mit einem leichten Haulbag (ca. 50 l) sowie einem zus\u00e4tzlichen kleinen <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/kletterrucksaecke\/\">Kletterrucksack<\/a> (ca. 20 l) auskommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht, wenn man sich beim Wasser und Biwakmaterial etwas zur\u00fccknimmt und dar\u00fcber hinaus den Grundsatz \u201eKleinvieh macht auch Mist\u201c beherzigt!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberschreitet man diese Gep\u00e4ckmenge nicht, hat man viele Vorteile auf seiner Seite. So kann man sich im leichten Klettergel\u00e4nde, wo man niemals haulen w\u00fcrde, z\u00fcgig und halbwegs sicher bewegen. Beispielsweise im Schrofen- oder Blockgel\u00e4nde, bei geneigten Platten oder an einem Gipfelgrat.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/04_The-Shield-Voralptal.-Foto-F.-Miller-682x1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/04_The-Shield-Voralptal.-Foto-F.-Miller-682x1024.jpg\" alt=\"The Shield, Voralptal.\" class=\"wp-image-50409\" width=\"252\" height=\"376\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">The Shield, Voralptal. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ist das Gel\u00e4nde steil und schwierig, wird nat\u00fcrlich gehault. Der Nachsteiger kann den Rucksack bei sich behalten, dann hat er schnellen Zugriff auf den Inhalt. Ist Platz im Haulbag, kann er ihn alternativ dort verstauen. Einen daf\u00fcr geeigneten Rucksack kann man auch mal unter den Haulbag clippen. Logischerweise wird auch das Haulen stark vereinfacht, wenn man mit leichtem Gep\u00e4ck unterwegs ist. Es ist dann beispielsweise m\u00f6glich, dass der Vorsteiger nachsichert und parallel hault. So l\u00e4sst sich viel Zeit sparen (sofern der Nachsteiger klettert und nicht j\u00fcmart).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ablaufe-bei-einer-bigwall-begehung\">Die Abl\u00e4ufe bei einer Bigwall-Begehung<\/h3>\n\n\n\n<p>Je nach Art der Kletterei k\u00f6nnen die Abl\u00e4ufe und damit verbundenen Techniken komplett unterschiedlich ausfallen. Will man eine Route frei klettern, hat man wahrscheinlich gar kein Material zum Technischen Klettern dabei. Bei einer Tagestour ist man m\u00f6glicherweise ohne Haulbag unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier bleibe ich aber beim Beispiel einer moderaten Mehrtagestour, bei der Teile der Route technisch geklettert werden. Wir gehen auch davon aus, dass die Route gleich mit steiler, schwieriger Kletterei beginnt. Also nicht mit einem einfachen Wandvorbau oder \u00c4hnlichem.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-haulbag-vorbereiten\">Haulbag vorbereiten<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tr\u00e4ger innen verstauen, Bauchgurt auch (falls man ihn \u00fcberhaupt dabei hat).<\/li>\n\n\n\n<li>Biwakzeug nach unten. Was man tags\u00fcber brauchen k\u00f6nnte, eher nach oben.<\/li>\n\n\n\n<li>Harte Gegenst\u00e4nde sollten nicht am Au\u00dfenmaterial des Haulbags anliegen, sonst wird dieses dort m\u00f6glicherweise durchgescheuert. Am besten mit einer <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/isomatten\/\">Isomatte<\/a> polstern.<\/li>\n\n\n\n<li>Haulseil (ggf. auch Lower-Out-Line) mit Wirbel und Schrauber am Haulbag fixieren. Bei Bedarf sch\u00fctzt man den Knoten des Haulseils mit dem Flaschenhals einer PET-Flasche gegen Abrieb.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-05-Aufhaengung-Haulbag-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-05-Aufhaengung-Haulbag-1.jpg\" alt=\"Big-Wall-3-05-Aufh\u00e4ngung-Haulbag-1\" class=\"wp-image-33805\" width=\"250\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-05-Aufhaengung-Haulbag-1.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-05-Aufhaengung-Haulbag-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-06-Aufhaengung-Haulbag-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-06-Aufhaengung-Haulbag-2.jpg\" alt=\"Big-Wall-3-06-Aufh\u00e4ngung-Haulbag-2\" class=\"wp-image-33801\" width=\"250\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-06-Aufhaengung-Haulbag-2.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-06-Aufhaengung-Haulbag-2-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vorbereitungen-des-vorsteigers\">Vorbereitungen des Vorsteigers<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hardware am Gurt (ggf. auch an der Gearsling) sortieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Petzl Connect Adjust Selbstsicherungsschlinge und\/oder Metolius Easy Daisy Positionierungsschlinge(n) am Gurt anbringen. \u00dcblicherweise werden die Daisies durch Beinschlaufensteg und Bauchgurt\u00f6se mit Ankerstich eingeschlauft. Dabei zieht es allerdings Beinschlaufen und Bauchgurt zusammen, was unangenehm sein kann, wenn der Gurt eng sitzt. Alternativ kann eine Easy Daisy im Anseilring eingeschlauft werden. Bei der Verwendung von zwei Easy Daisies am besten beide in einem Ankerstich vereinen. Dann laufen sie aus einem Punkt heraus.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-07-Zwei-Daisies-Fifi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-07-Zwei-Daisies-Fifi.jpg\" alt=\"Schlingen mit Karabiner\" class=\"wp-image-33809\" width=\"402\" height=\"298\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-08-Daisy-Fifi-im-Anseilring.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-08-Daisy-Fifi-im-Anseilring.jpg\" alt=\"Schlingen mit Karabiner\" class=\"wp-image-33813\" width=\"402\" height=\"297\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20200719_094800-150x150.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-10-Haulseil-Transport-am-Klettergurt-225x300.jpg\" alt=\"Transport des Haulseils am Klettergurt.\" class=\"wp-image-42559\" width=\"253\" height=\"338\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Transport des Haulseils am Klettergurt. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im einfachen Aid-Gel\u00e4nde einzelne Leiter, die nicht mit der Easy-Daisy verbunden wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Im schwierigeren Aid-Gel\u00e4nde zwei Leitern. Bei schlechten Fixpunkten und Cliff-Z\u00fcgen clippt man die Easy-Daisy-Schlingen mit deren Karabiner in die Karabiner der Leitern.<\/li>\n\n\n\n<li>Haulseil vorbereiten: am Seilende Sackstichschlaufe kn\u00fcpfen und leichten Schnapper einh\u00e4ngen. Seil in Klemme (Spoc\/Micro Traxion) einlegen. Klemme mit Ovalkarabiner in eine der hinteren Materialschlaufen oder sofern vorhanden in die \u201eHaul Loop\u201c des Klettergurts clippen.<\/li>\n\n\n\n<li>zus\u00e4tzlich Ropeman oder Ropeman 2 f\u00fcrs Bodyhauling mitf\u00fchren. Zum Greifen ein d\u00fcnner Leinen Ropeman 2 + kleine Griffschlinge (s. u.).<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/kletterseile\/\">Kletterseil<\/a> mit Achterknoten einbinden: Je nach dem, wie man seine Schlingen und Fifi angeordnet hat, entweder mit ganz kleinem Auge in den Anseilring oder, wie allgemein empfohlen, direkt durch Beinschlaufensteg und Bauchgurt\u00f6se.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vorstieg-technisches-klettern-mit-zwei-leitern\">Vorstieg: Technisches Klettern mit zwei Leitern<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Standard-Technik, die auch f\u00fcr heiklere Passagen geeignet ist. Ausgangsposition dieser Beschreibung: Start vom Boden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-09-Zwei-Daisies-in-Ankerstich-Fifi-im-Anseilring.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-09-Zwei-Daisies-in-Ankerstich-Fifi-im-Anseilring.jpg\" alt=\"Schlingen mit Karabiner\" class=\"wp-image-33817\" width=\"352\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-09-Zwei-Daisies-in-Ankerstich-Fifi-im-Anseilring.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-09-Zwei-Daisies-in-Ankerstich-Fifi-im-Anseilring-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ersten Fixpunkt anbringen bzw. fixes Material clippen. Bei Haken clippt man in der Regel eine Exe. Ansonsten, z. B. bei Cams und Keilen, versucht man mit einem einzelnen Schnapper auszukommen (zumindest bei geradem Seilverlauf). Das Seil noch nicht clippen.<\/li>\n\n\n\n<li>Erste Leiter einh\u00e4ngen. Bei Exen in den oberen Karabiner, bei Cams am besten direkt in die Drahtschlaufe des Stegs.<\/li>\n\n\n\n<li>Fixpunkt testen (s. u.).<\/li>\n\n\n\n<li>In der Leiter hochsteigen, bis man den n\u00e4chsten Fixpunkt erreichen bzw. anbringen kann. W\u00e4hrend des Hochsteigens, wenn die H\u00fcfte auf H\u00f6he des ersten Fixpunktes ist, ggf. Seil clippen.<\/li>\n\n\n\n<li>Muss man im steilen Gel\u00e4nde einen Fixpunkt anbringen, h\u00e4ngt man sich am besten mit dem Fifi im letzten Fixpunkt ein und steigt in der Leiter m\u00f6glichst hoch. So hat man die H\u00e4nde frei zum Arbeiten. Hat man keinen Fifi, kann man beispielsweise mit einer Easy Daisy improvisieren.\n<p><\/p><\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-14-Exe-Clippen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-14-Exe-Clippen.jpg\" alt=\"Leiter als Hilfsmittel\" class=\"wp-image-33821\" width=\"401\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-14-Exe-Clippen.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-14-Exe-Clippen-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-15-Clippen-zweite-Leiter-Fixpunkt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-15-Clippen-zweite-Leiter-Fixpunkt.jpg\" alt=\"In der Leiter stehen mit \" class=\"wp-image-33825\" width=\"402\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-15-Clippen-zweite-Leiter-Fixpunkt.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-15-Clippen-zweite-Leiter-Fixpunkt-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im geneigten Gel\u00e4nde kann man ohne sich zu fixieren in der Leiter stehen und bei Bedarf bis zur obersten Stufe hochsteigen. Dabei h\u00e4lt man sich zun\u00e4chst an der Leiter fest und n\u00fctzt sp\u00e4ter nat\u00fcrliche Griffe.<\/li>\n\n\n\n<li>Zweiten Fixpunkt anbringen und die zweite Leiter einh\u00e4ngen.<\/li>\n\n\n\n<li>Fixpunkt testen (s. u.).<\/li>\n\n\n\n<li>In die zweite Leiter steigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die erste Leiter aush\u00e4ngen und das Kletterseil in den ersten Fixpunkt clippen (sofern noch nicht geschehen) bzw. den Fixpunkt zusammen mit der Leiter entfernen, wenn er nicht als Sicherung ben\u00f6tigt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>In der zweiten Leiter hochsteigen, bis man den n\u00e4chsten Fixpunkt erreichen bzw. anbringen kann.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-12-Fifi-im-Karabiner-Leiter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-12-Fifi-im-Karabiner-Leiter.jpg\" alt=\"Vorstieg: Technisches Klettern mit einer Leiter und einer Easy Daisy\" class=\"wp-image-33829\" width=\"401\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-12-Fifi-im-Karabiner-Leiter.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-12-Fifi-im-Karabiner-Leiter-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-13-Fifi-Fixpunkt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-13-Fifi-Fixpunkt.jpg\" alt=\"Vorstieg: Technisches Klettern mit einer Leiter und einer Easy Daisy\" class=\"wp-image-33833\" width=\"401\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-13-Fifi-Fixpunkt.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-13-Fifi-Fixpunkt-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vorstieg-technisches-klettern-mit-einer-leiter-und-einer-easy-daisy\">Vorstieg: Technisches Klettern mit einer Leiter und einer Easy Daisy<\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20200718_193525.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-16-Vorstieg-Leiter-300x225.jpg\" alt=\"Vorstieg mit einer Leiter und einer Easy Daisy am Half Dome, Yosemite Valley.\" class=\"wp-image-42565\" width=\"350\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vorstieg mit einer Leiter und einer Easy Daisy am Half Dome, Yosemite Valley. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>So lassen sich einfache, k\u00fcrzere Aid-Passagen unkompliziert \u00fcberwinden. Voraussetzung ist, dass die Fixpunkte einem leichten Zug nach au\u00dfen standhalten. Ausgangsposition dieser Beschreibung: Start vom Boden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ersten Fixpunkt anbringen bzw. fixes Material clippen.<\/li>\n\n\n\n<li>Leiter einh\u00e4ngen.<\/li>\n\n\n\n<li>In der Leiter hochsteigen, bis man den zweiten Fixpunkt erreichen bzw. anbringen kann. W\u00e4hrend des Hochsteigens ggf. Seil clippen.<\/li>\n\n\n\n<li>Zweiten Fixpunkt anbringen und die Easy Daisy einh\u00e4ngen.<\/li>\n\n\n\n<li>Easy Daisy straffen und Gewicht auf die Easy Daisy \u00fcbertragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Leiter am ersten Fixpunkt aush\u00e4ngen und Seil clippen (sofern noch nicht geschehen).<\/li>\n\n\n\n<li>Leiter im zweiten Fixpunkt einh\u00e4ngen (neben der Easy Daisy).<\/li>\n\n\n\n<li>In die Leiter stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Easy Daisy wieder aush\u00e4ngen und verl\u00e4ngern.<\/li>\n\n\n\n<li>In der Leiter hochsteigen, bis man den n\u00e4chsten Fixpunkt erreichen bzw. anbringen kann.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-testen-von-fixpunkten\">Testen von Fixpunkten<strong>&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Testen von Fixpunkten mittels \u201eBounce Test\u201c wird bei zweifelhaften Fixpunkten angewandt, insbesondere wenn ein Ausbrechen des Fixpunktes zu einem gef\u00e4hrlichen Sturz f\u00fchren k\u00f6nnte. Die Idee: \u00dcbersteht ein Fixpunkt den \u201eBounce Test\u201c, wird er danach auch das K\u00f6rpergewicht tragen. Bricht ein Fixpunkt beim Testen aus, soll der darunterliegende Fixpunkt einen Sturz ins Seil verhindern. Bei beiden hier beschriebenen Varianten beginnt man mit vorsichtigem Testen und steigert die Intensit\u00e4t dann langsam. Liegt ein Fixpunkt \u00fcber dem Kopf und bricht beim Testen aus, kann es passieren, dass er im Gesicht landet. Also nicht hochschauen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 1 \u2013 Bounce Test mit Daisy Chain (oder \u00e4hnlichem):<\/strong> Man clippt die Daisy Chain in den zu pr\u00fcfenden Fixpunkt und belastet diesen, indem man mit der H\u00fcfte nach unten wippt. F\u00fcr hartes Testen sind \u201eAdjustable Daisies\u201c wie die empfohlene Metolius \u201eEasy Daisy\u201c weniger geeignet. Allerdings zielen die hier beschriebenen Techniken auch nicht aufs extreme Techno-Klettern ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 2 \u2013 Bounce Test mit Leiter:<\/strong> Man clippt die Leiter in den zu pr\u00fcfenden Fixpunkt und belastet diesen, indem man mit einem Fu\u00df schwungvoll in die Leiter tritt. F\u00fcr diesen Test sind lange Leitern wichtig, sofern die Fixpunkte in einem gr\u00f6\u00dferen Abstand \u00fcbereinander liegen. Mit kurzen Leitern wird man eher Variante 1 anwenden. Au\u00dfer nat\u00fcrlich bei Querungen, wo die Fixpunkte nebeneinander liegen\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-backcleanen\">Backcleanen<\/h3>\n\n\n\n<p>Backcleanen bedeutet, dass der Vorsteiger von ihm angebrachte Sicherungen wieder entfernt. So kann er Material sparen und Seilreibung reduzieren. Dabei sollte klar sein, dass entscheidende Sicherungen in der Wand bleiben m\u00fcssen! Die schnelle Variante: Anstatt das Seil in den letzten Punkt zu clippen, diesen direkt wieder entfernen. Dies bietet sich beispielsweise bei Cams in langen Rissen an. Die sichere Variante: Zun\u00e4chst eine absolut sichere Zwischensicherung einrichten (ggf. mehrere Punkte verbinden). Daran wird der Vorsteiger ein St\u00fcck weit abgelassen. Beim Wiederaufstieg entfernt er dann das Material, welches unterhalb seiner letzten, absolut sicheren Zwischensicherung liegt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-pendelquergange\">Pendelquerg\u00e4nge<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-17-Pendelquergang-Route-the-shield-Voralptal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-17-Pendelquergang-Route-the-shield-Voralptal-300x225.jpg\" alt=\"Pendelquergang in der Route The Shield, Voralptal.\" class=\"wp-image-42566\" width=\"350\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Pendelquergang in der Route The Shield, Voralptal. Foto: M. Schuster<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Technik, wenn es auf direktem Wege nicht mehr weiter geht: Der Vorsteiger wird \u00fcber die letzte, hoffentlich solide Zwischensicherung ein St\u00fcck weit abgelassen. Nun pendelt er hin und her, um die n\u00e4chste kletterbare Struktur zu erreichen. An dieser klettert er weiter \u2013 zun\u00e4chst allerdings, ohne das Seil zu clippen! Nur so bleibt der Seilzug im gr\u00fcnen Bereich und der Nachsteiger kann die Passage ohne Schwierigkeiten \u201ecleanen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-standplatz-einrichten\"><strong>Standplatz einrichten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wir bleiben bei der Annahme, dass der Nachsteiger j\u00fcmart und dass gehault wird. Der Standplatz sollte so aufgebaut werden, dass nicht alles an einem Zentralpunkt h\u00e4ngt. Stattdessen sollten die Aufh\u00e4ngungen f\u00fcrs Haulseil und f\u00fcrs Seil, das zum Nachsteiger f\u00fchrt, mit etwas Abstand nebeneinander liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei schweren Haulbags wird der Punkt an dem gehault wird, st\u00e4rker belastet als der Punkt, an dem das Seil f\u00fcrs J\u00fcmarn fixiert ist. Allerdings sind wir mit leichtem Gep\u00e4ck unterwegs und w\u00e4hlen deshalb einen etwas anderen, vereinfachten Aufbau, der nicht dem typischen Bigwall-Standplatz entspricht!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-18-Bigwallstand-simpel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-18-Bigwallstand-simpel-300x225.jpg\" alt=\"Die simpelste Variante eines Bigwallstandes. Die Vorraussetzung f\u00fcr diesen Aufbau sind zwei solide Bohrhaken. \" class=\"wp-image-42567\" width=\"350\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die simpelste Variante eines Bigwallstandes. Die Vorraussetzung f\u00fcr diesen Aufbau sind zwei solide Bohrhaken. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Ganze in Schritten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Man fixiert sich mittels Selbstsicherungsschlinge oder Positionierungsschlinge in einer guten Arbeitsposition (sofern man nicht zuf\u00e4llig auf einem breiten Band steht).<\/li>\n\n\n\n<li>Einen soliden Zentralpunkt einrichten. Es gelten im Wesentlichen die gleichen Kriterien wie beim Alpinklettern. Allerdings sollte man daran denken, dass sich manche Knoten in d\u00fcnnen Bandschlingen bzw. Reepschn\u00fcren extrem zuziehen, wenn daran gej\u00fcmart wird. Also Techniken bzw. Materialien verwenden, die sich wieder gut l\u00f6sen lassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Kletterseil im Zentralpunkt mittels Mastwurf fixieren als \u201elange Selbstsicherung\u201c, die einem noch genug Spielraum zum Arbeiten l\u00e4sst. Man h\u00e4ngt am Standplatz also nicht im Kletterseil, sondern in der Selbstsicherungsschlinge oder Positionierungsschlinge.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-weiteren-ablaufe\">Die weiteren Abl\u00e4ufe<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20200718_193525-768x549.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-19-Haulbag-Sarcatal-300x225.jpg\" alt=\"Haulbag hoch \u00fcber dem Sarcatal. \" class=\"wp-image-42568\" width=\"351\" height=\"263\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Haulbag hoch \u00fcber dem Sarcatal. Foto: M. Schuster<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die weiteren Abl\u00e4ufe sind variabel und m\u00fcssen vorher im Team abgesprochen werden, damit es in der Wand keine Unklarheiten und kein unn\u00f6tiges Geschrei gibt. So muss beispielsweise folgende Reihenfolge klar definiert werden: Zuerst wird das Kletterseil so fixiert, dass daran gej\u00fcmart werden kann, und erst dann wird der Haulbag nachgezogen. So kann man genaugenommen ohne weitere Seilkommandos auskommen \u2013 ein gro\u00dfes Plus bei starkem Wind!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 1:<\/strong> Seilkommando: \u201eStand, Seil fix!\u201c Der Vorsteiger beginnt mit dem Haulen. Sobald der Haulbag am Haulseil h\u00e4ngt, baut der Nachsteiger den Stand ab und beginnt zu j\u00fcmarn. Vorteil: Die simpelste und sicherste Variante. Nachteil: Der Nachsteiger muss das ganze Seil mitf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 2:<\/strong> Seilkommando: \u201eStand!\u201c Der Vorsteiger zieht das Restseil ein und fixiert das Seil, das zum Nachsteiger f\u00fchrt, mit einem weiteren Mastwurf und einem weiteren Schrauber im Zentralpunkt. Seilkommando: \u201eSeil fix!\u201c Dann beginnt der Vorsteiger mit dem Haulen. Sobald der Haulbag am Haulseil h\u00e4ngt, baut der Nachsteiger den Stand ab und beginnt zu j\u00fcmarn. Vorteil: Der Nachsteiger muss nicht unn\u00f6tig viel Seil mitf\u00fchren. Nachteil: etwas kompliziertere Abl\u00e4ufe. Evtl. fehlt dem Nachsteiger Seil f\u00fcr einen \u201eLower out\u201c (s. u.).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-haulen\">Haulen<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20200718_193525-768x549.jpg.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-20-Haulbag-Klemme-225x300.jpg\" alt=\"Haulbag h\u00e4ngt an der Klemme Spoc von Edelrid. \" class=\"wp-image-42569\" width=\"250\" height=\"335\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Haulbag h\u00e4ngt an der Klemme Spoc von Edelrid. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zentrales Teil des Aufbaus ist ein Ger\u00e4t wie Petzl Micro Traxion oder Edelrid Spoc, das Seilrolle und Seilklemme vereint. Dargestellt ist hier der Spoc, weshalb ich in der folgenden Beschreibung auch diesen Begriff verwende, stellvertretend f\u00fcr alle Ger\u00e4te dieser Art.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Ganze in Schritten:<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Vorsteiger w\u00e4hlt\/baut eine zuverl\u00e4ssige Aufh\u00e4ngung f\u00fcr den Spoc \u2013 am besten seitlich des Zentralpunkts \u2013 und h\u00e4ngt das Ger\u00e4t dort ein.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Vorsteiger fixiert das Ende des Haulseils am Stand und zieht das \u00fcbersch\u00fcssige Haulseil durch den Spoc (Haulseil ggf. in Schlingen am Stand anh\u00e4ngen).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Nachsteiger l\u00f6st den Schleifknoten, der den Haulbag bis dahin hielt (s. u.), und h\u00e4lt den Haulbag in der HMS.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Vorsteiger strafft das Seil und baut Zug auf (zun\u00e4chst von Hand).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Nachsteiger \u00fcbertr\u00e4gt die Last aufs Haulseil. Bei schr\u00e4gem Seilverlauf gibt er langsam weiter Seil aus, um ein Pendeln des Sacks zu vermeiden.<\/li>\n\n\n\n<li>Gleichzeitig zieht der Vorsteiger den Haulbag auf.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>So wird am Haulseil gezogen (Haulbag h\u00e4ngt bereits am Spoc):<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Leichter Haulbag, griffiges Haulseil: einfach per Hand ziehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Leichter Haulbag mit Rapline als Haul-Line: Ropeman 2 mit Griffschlinge ins \u201eLastseil\u201c einlegen. Mit einer Hand durch die Griffschlinge fahren, so dass diese am Handgelenk liegt. Der Zug erfolgt nun haupts\u00e4chlich \u00fcber diese Konstruktion. Gleichzeitig zieht die andere Hand am \u201eunbelasteten Seil\u201c, welches aus dem Spoc ausl\u00e4uft.<\/li>\n\n\n\n<li>Schwerer Haulbag: \u201eBody-Hauling\u201c. Daf\u00fcr Ropeman ins \u201eunbelastete Seil\u201c einlegen, welches aus dem Spoc ausl\u00e4uft, und in die Anseilschlaufe des Gurts clippen. Nun wird mit der H\u00fcfte gezogen.\n<p><\/p><\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-21-Haulen-Ropeman-2-Griffschlinge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-21-Haulen-Ropeman-2-Griffschlinge.jpg\" alt=\"Einige cm Seil zwischen Spoc und dem Knoten der Haulbag-Aufh\u00e4ngung lassen.\" class=\"wp-image-33837\" width=\"402\" height=\"538\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-22-Bodyhauling-Ropeman-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-22-Bodyhauling-Ropeman-2.jpg\" alt=\"Haulbag\" class=\"wp-image-33841\" width=\"403\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-22-Bodyhauling-Ropeman-2.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-22-Bodyhauling-Ropeman-2-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Wenn der Haulbag am Stand angekommen ist:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Einige cm Seil zwischen Spoc und dem Knoten der Haulbag-Aufh\u00e4ngung lassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Haulbag mit HMS und Schleifknoten neben dem Zentralpunkt fixieren. Daf\u00fcr nimmt man, je nach Setup, das restliche Haulseil, welches von der Aufh\u00e4ngung des Haulbags nach unten h\u00e4ngt, oder die Lower-Out-Line des Haulbags.<\/li>\n\n\n\n<li>Last vom Spoc auf die neue Aufh\u00e4ngung \u00fcbertragen. Daf\u00fcr Z\u00e4hne des Spoc wegklappen. Das gelingt, in dem man den Haulbag ein kleines St\u00fcck (es reicht 1 cm) weiter hault und gleichzeitig die Z\u00e4hne des Spoc wegklappt und arretiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Spoc ausbauen, am Ende des Haulseils wieder einbauen und an den Klettergurt des Vorsteigers clippen, f\u00fcr den Vorstieg der n\u00e4chsten L\u00e4nge.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-23-Lastuebertragung-Spoc-Lower-Outline.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-23-Lastuebertragung-Spoc-Lower-Outline.jpg\" alt=\"Big Wall Light\" class=\"wp-image-33845\" width=\"260\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-23-Lastuebertragung-Spoc-Lower-Outline.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-23-Lastuebertragung-Spoc-Lower-Outline-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24a-Haulbag-Lower-Outline.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24a-Haulbag-Lower-Outline.jpg\" alt=\"Big Wall Light\" class=\"wp-image-33849\" width=\"261\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24a-Haulbag-Lower-Outline.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24a-Haulbag-Lower-Outline-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24b-Spoc-eingelegter-Haulseil.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24b-Spoc-eingelegter-Haulseil.jpg\" alt=\"Big Wall Light\" class=\"wp-image-33853\" width=\"261\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24b-Spoc-eingelegter-Haulseil.jpg 450w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-24b-Spoc-eingelegter-Haulseil-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nachstieg\"><strong>Nachstieg<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es kommen verschieden Varianten in Frage:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Nachsteiger klettert alles. Diese Variante eignet sich f\u00fcr eher einfaches Gel\u00e4nde mit viel Freikletterei oder auch f\u00fcr komplett eingerichtete \u201eHakenleitern\u201c. Die Seilschaft braucht in diesem Fall kein J\u00fcmar-Kit dabei zu haben und die Abl\u00e4ufe sind unkompliziert. Ggf. muss improvisiert werden, z. B. wenn der Vorsteiger zur Fortbewegung ben\u00f6tigte Fixpunkte wieder entfernt hat (\u201eBackcleaning\u201c oder Fortbewegung an Cliffs).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Nachsteiger j\u00fcmart alles. Diese Variante eignet sich am besten f\u00fcr schwieriges Techno-Gel\u00e4nde. Der Nachsteiger kann bequeme Schuhe tragen und sich beim \u201eCleanen\u201c eigenst\u00e4ndig in die jeweils beste Arbeitsposition bringen. Der Vorsteiger kann in Ruhe haulen, ohne sich um den Nachsteiger k\u00fcmmern zu m\u00fcssen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Nachsteiger wechselt je nach Gel\u00e4nde zwischen der 1. und 2. Variante \u2013 wenn n\u00f6tig auch innerhalb einer Seill\u00e4nge.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-jumarn\"><strong>J\u00fcmarn<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-25-Juemarn-Headwall-Salathe-El-Capitan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-25-Juemarn-Headwall-Salathe-El-Capitan-300x225.jpg\" alt=\"J\u00fcmarn in der Headwall der Salathe, El Capitan.\" class=\"wp-image-42575\" width=\"350\" height=\"262\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">J\u00fcmarn in der Headwall der Salathe, El Capitan. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>F\u00fcr den Aufstieg am Seil gibt es unz\u00e4hlige Techniken, Varianten und pers\u00f6nliche Vorlieben. Ich beschreibe hier ein modulares System, das sich ganz einfach anpassen, erweitern und auch abwandeln l\u00e4sst. Es kommen zwei Handsteigklemmen zum Einsatz, eine f\u00fcr links und eine f\u00fcr rechts (unterschiedliche Ausf\u00fchrungen!). F\u00fcr das hier beschriebene Setup ist es wichtig, dass unterm Griff der Klemmen jeweils zwei Karabiner eingeclippt werden k\u00f6nnen. In vielen F\u00e4llen geht das nicht, weil ein Loch zu klein bzw. der verwendete Karabiner zu massiv ist. Also das erst mal checken!<\/p>\n\n\n\n<p>Achtung: Eine Handsteigklemme darf nicht als vollwertige Sicherung verstanden werden. Man muss immer an mindestens zwei Klemmen gesichert sein. Also m\u00fcssen auch die Verbindungen der Klemmen zum Klettergurt sicher sein. Ist das nicht der Fall, z. B. weil man Easy Daisies o. \u00c4. einsetzt, braucht man zus\u00e4tzlich ein Backup-System. Gleiches gilt f\u00fcrs \u201eCleanen\u201c, wo man die obere Klemme immer wieder vom Seil nimmt (s. u.).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-26-Juemarn-Basis-Setup.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Big-Wall-3-26-Juemarn-Basis-Setup-225x300.jpg\" alt=\"J\u00fcmarn mit Basis- Setup.\" class=\"wp-image-42576\" width=\"251\" height=\"335\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">J\u00fcmarn mit Basis- Setup. Foto: F. Miller<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Basis-Setup:<\/strong> Dieser simple Aufbau ist gut geeignet f\u00fcr senkrechtes und \u00fcberh\u00e4ngendes Gel\u00e4nde und erm\u00f6glicht ein motorisch einfaches Aufsteigen am Seil.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Rechte Klemme oben, Verbindung zum Klettergurt am besten mit Petzl Adjust Schlinge.<\/li>\n\n\n\n<li>Rechter Arm leicht angewinkelt beim H\u00e4ngen im Gurt.<\/li>\n\n\n\n<li>Linke Klemme darunter, Verbindung zum Klettergurt z. B. mit 60-cm-Dyneema-Bandschlinge und Schrauber.<\/li>\n\n\n\n<li>Trittschlinge in die linke Klemme.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Erweiterung mit zweiter Trittschlinge:<\/strong> So kann man im geneigten Gel\u00e4nde schnell und effizient Aufsteigen. Motorisch schwieriger, besonders, bis man voll im Seil h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Last prim\u00e4r in den Trittschlingen, F\u00fc\u00dfe bewegen sich wie beim Treppensteigen h\u00f6her.<\/li>\n\n\n\n<li>Kein Absitzen in den Klettergurt, au\u00dfer bei Pausen.<\/li>\n\n\n\n<li>Position der Klemmen am Seil ist tiefer, die Arme sind st\u00e4rker angewinkelt.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fasziniert vom Klettern in gro\u00dfen, schwierigen W\u00e4nden, wollte ich schon lange etwas zum Thema Big Wall schreiben. Aber keinen Erlebnisbericht oder \u00c4hnliches, sondern einen Fachbeitrag mit ausgew\u00e4hlten Techniken, Tipps und Tricks, die sich bei meinen Touren bew\u00e4hrt haben. Die allermeisten Kletterer werden bisher noch keinen Kontakt zum Bigwall-Klettern gehabt haben. 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