{"id":68341,"date":"2018-07-24T07:23:24","date_gmt":"2018-07-24T05:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wild-wald-berg\/"},"modified":"2023-07-26T15:13:27","modified_gmt":"2023-07-26T13:13:27","slug":"wild-wald-berg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wild-wald-berg\/","title":{"rendered":"Wildtiere im Wald und am Berg"},"content":{"rendered":"\n<p>Wildtiere im Wald? Geht es hier darum, zwischen den Wipfeln die Sau rauszulassen? Nein, es geht um die ungez\u00e4hmten tierischen Zeitgenossen, die da drau\u00dfen hausen. Da drau\u00dfen, das bedeutet im Alpenraum und in den deutschen Outdoor- und Wandergefilden. Also im Grunde fast \u00fcberall zwischen Flensburg und Nizza. Nicht gemeint sind hier K\u00fche, Schafe und andere domestizierte Tiere, die man in den Bergen mindestens so h\u00e4ufig sieht wie echte Wildtiere.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-tiere-finden-sich-bei-uns-und-in-den-alpen\"><span id=\"tiere-wo\">Welche Tiere finden sich bei uns und in den Alpen?<\/span><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Frosch.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Frosch.jpg\" alt=\"Begegnung von Tieren im Wald.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Wald und auf dem Berg gibt es so einiges zu entdecken.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die <strong>Liste der heimischen und alpinen Wildtierarten<\/strong> ist bei weitem nicht so kurz, wie man in Zeiten der \u00dcbererschlie\u00dfung denken k\u00f6nnte. W\u00fcrde man Kleins\u00e4uger wie Igel oder Eichh\u00f6rnchen mit einbeziehen, w\u00fcrde sie den Rahmen eines solchen Artikels locker sprengen. Ganz zu schweigen von den unz\u00e4hligen Vogelarten. Deshalb stelle ich hier nur eine <strong>kleine Auswahl<\/strong> vor, die zugegebenerma\u00dfen <strong>nicht wirklich objektiv<\/strong> ist. Wie sollte das auch gehen? Nach welchen Kriterien soll man ausw\u00e4hlen? Verbreitung? Populationsgr\u00f6\u00dfe? Daf\u00fcr m\u00fcsste man zuerst mal ein Beobachtungsgebiet definieren, mit ausf\u00fchrlicher Diskussion dar\u00fcber,<strong> was der \u201eAlpenraum\u201c \u00fcberhaupt ist<\/strong>. Darunter verstehen n\u00e4mlich Bergfreunde und Fachleute aller Art jeweils etwas anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00fcberlasse ich also den Doktorarbeiten und erlaube mir stattdessen ein rein subjektives Kriterium einzubeziehen, das man <strong>\u201eSehensw\u00fcrdigkeit\u201c der Wildtiere<\/strong> nennen k\u00f6nnte. Da fallen dann zum Beispiel Fuchs und Hase unter den Tisch und sagen gute Nacht. Ebenso \u201eunwissenschaftlich\u201c ist unter diesem Kriterium die bei jeder aufgez\u00e4hlten Tierart mitgegebene Einsch\u00e4tzung der <strong>Sichtungs- und Begegnungswahrscheinlichkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige der folgend genannten Tiere sind <strong>charakteristische Alpenbewohner<\/strong>, andere kommen hingegen auch oder nur in den <strong>deutschen Kulturlandschaften und Mittelgebirgen<\/strong> vor. Die Aufz\u00e4hlung ist (soweit m\u00f6glich)&nbsp;<strong>aufsteigend von klein und leicht zu gro\u00df und schwer<\/strong> geordnet:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alpendohle\"><strong>Alpendohle<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Alpendohle.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Alpendohle.jpg\" alt=\"Eine Alpendohle auf einem Berggipfel.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sobald man sein Essen auspackt ist die Sichtung der Alpendohle definitiv garantiert.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mit ihrem <strong>schwarzen Gefieder<\/strong>, dem <strong>gelben Schnabel<\/strong> und den <strong>orange-roten Beinchen<\/strong> ist sie leicht zu erkennen. Sie lebt oberhalb der Baumgrenze in H\u00f6hen von 1500-3500 m und tritt oft in gr\u00f6\u00dferen Schw\u00e4rmen auf. Wenn man auf irgendeinem Gipfel etwas Essbares auspackt, sind Sichtungen und Begegnungen so gut wie garantiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wildhuhn\"><strong>Wildhuhn<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Birkh\u00fchner und Raufu\u00dfh\u00fchner sind <strong>\u201efasanartige H\u00fchnerv\u00f6gel\u201c<\/strong> und im Mittel- und Hochgebirge weit verbreitet. Auch die etwas gr\u00f6\u00dferen und wegen ihres Schwanzgefieders auff\u00e4lligeren Auerh\u00fchner geh\u00f6ren dazu. Eine Unterart des Raufu\u00dfhuhns ist das Schneehuhn. Da sich die Lebensr\u00e4ume von Wildh\u00fchnern oft auch mit st\u00e4rker frequentierten Tourengebieten \u00fcberschneiden, gelten sie teilweise als <strong>gef\u00e4hrdet<\/strong> \u2013 besonders im Winter, wenn Skitourengeher die gut getarnten V\u00f6gel aufschrecken. Die Sichtungs- und Begegnungswahrscheinlichkeit mit einem Wildhuhn ist mittel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schneehase\"><strong>Schneehase<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Schneehase.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Schneehase.jpg\" alt=\"Ein Schneehase auf einem Feld.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Was hoppelt denn da \u00fcber die Wiese?<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Schneehase kann durchaus mit stattlichen bis zu 60 cm L\u00e4nge und 5 kg Gewicht ausfallen. Meist treibt er sich nachts in H\u00f6hen zwischen 1000 und 3500 m herum \u2013 bisweilen in Gruppen von bis zu 100 Tieren. Trotz dieser beeindruckenden Gruppenst\u00e4rke gelten Schneehasen als <strong>gef\u00e4hrdete Tierart<\/strong>. Mit ihrem wei\u00dfen Winterfell sind sie gut genug getarnt, sodass die Sichtungs- und Begegnungswahrscheinlichkeit zu der winterlichen Jahreszeit mittel bis gering ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-steinadler\"><strong>Steinadler<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von bis zu 100 cm und einer Fl\u00fcgel-Spannweite von 210-230 cm geben Steinadler ein <strong>imposantes Bild am Himmel<\/strong> ab. An Gewicht erreichen sie zwischen 3 und 7 kg. Die Sichtungswahrscheinlichkeit ist mittel bis hoch, die Begegnungswahrscheinlichkeit eher gering.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-murmeltier\"><strong>Murmeltier<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der putzige Nager kommt in bis zu 2500 m H\u00f6he \u00fcberall in den Alpen vor. Besonders bei der guten Nahrungsgrundlage rund um Bergh\u00fctten wird das Murmeltier bis zu 8 kg schwer und 60 cm lang. Erkennbar ist es am <strong>l\u00e4nglichen K\u00f6rperbau mit rundlichem Schwanz<\/strong> und den <strong>schrillen Pfeift\u00f6nen<\/strong>. Die Sichtungs- und Begegnungswahrscheinlichkeit eines Murmeltiers ist relativ hoch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gams\"><strong>Gams<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Gams.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Gams.jpg\" alt=\"Eine Gams auf einem Feld.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Keine Ziege, sondern eine Gams.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die eleganten <strong>\u201eZiegenartigen\u201c<\/strong> kommen in den Alpen zwischen 1000 und 3500 m H\u00f6he vor. Sie werden bis zu 60 kg schwer und sind an ihren mittigen <strong>kleinen H\u00f6rnern<\/strong>, sowie ihren bemerkenswerten <strong>Kletterf\u00e4higkeiten<\/strong> erkennbar&nbsp;&nbsp;\u2013&nbsp; stets Free-Solo und Onsight also. ;) Die reinen Pflanzenfresser k\u00f6nnen in Rudeln von bis zu 30 Tieren auftreten \u2013 ein sch\u00f6ner Anblick. G\u00e4msen gelten ebenfalls als <strong>gef\u00e4hrdete Arten<\/strong>. Da sie sich oft an exponierten H\u00e4ngen aufhalten, ist die Sichtungswahrscheinlichkeit hoch und die Begegnungswahrscheinlichkeit mittel bis gering.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-reh\"><strong>Reh<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Oft mit der<strong> Hirschkuh<\/strong> verwechselt, ist das Reh eine eigene, deutlich kleinere Art. Rehb\u00f6cke haben zudem ein deutlich kleineres Geweih als m\u00e4nnliche Hirsche. Das weit verbreitete Reh wird man mit mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann mal da drau\u00dfen <strong>zu Gesicht bekommen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wolf\"><strong>Wolf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neulich in einer <strong>Doku<\/strong> \u00fcber W\u00f6lfe in Deutschland: Es fragt der Fernsehmoderator: &#171;Der&nbsp;Wolf&nbsp;hat ein&nbsp;Schaf gerissen, was sagen Sie dazu?&#187; Es antwortet der Anwohner: &#171;Jo mei, was&nbsp;soll&nbsp;der&nbsp;sonst machen, Spargel stechen?&#187; Im Vergleich zu den &#171;Betroffenen&#187;, die sich den Lebensraum mit Isegrim teilen, scheint der Wolf bei den Fernsehmoderatoren<strong> gef\u00fcrchteter<\/strong> zu sein. Da ein Bericht der Arbeitsgruppe \u201eWolf Alpine Group\u201c von 2014 f\u00fcr das Jahr 2012 ganze 35 Wolfsrudel und 6 Wolfspaare im gesamten Alpenbogen angab, d\u00fcrfte sich die Sichtungs- und Begegnungswahrscheinlichkeit f\u00fcr Wanderer und andere Bergfreunde bei sehr gering einpendeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-luchs\"><strong>Luchs<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die heimische Wildkatze mit den <strong>Pinselohren<\/strong> ist wegen ihrer Sch\u00f6nheit und \u201eSehensw\u00fcrdigkeit\u201c hier aufgez\u00e4hlt. Die Wahrscheinlichkeit, einen der etwa 130 in den deutschen Mittelgebirgsw\u00e4ldern umherstreifenden Luchse zu erblicken, ist \u00e4hnlich hoch wie der ber\u00fchmte <strong>Lottosechser<\/strong>. Die theoretisch besten Chancen gibts in gro\u00dfen zusammenh\u00e4ngenden Waldgebieten wie Pf\u00e4lzerwald oder Bayrischer Wald.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wildschwein-schwarzwild\"><strong>Wildschwein (Schwarzwild)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wegen der steigenden Durchschnittstemperaturen werfen viele Baumarten immer mehr Samen ab. Dies bietet wiederum den Wildschweinen mehr Nahrung. Hinzu kommen weitere Faktoren wie vergr\u00f6\u00dferte Maisanbaufl\u00e4chen, die bei den <strong>schlauen Allesfressern<\/strong> zu einem \u201eexplosionsartigen Wachstum\u201c f\u00fchrten. Vor einigen Jahren wurden gar drastische Schlagzeilen formuliert \u2013 von einer \u201eVersauung des Alpenraum\u201c war mehrfach die Rede. Bei ihrer Fahndung nach Bodentierchen pfl\u00fcgen die Schweinchen n\u00e4mlich gern mal ganze Wald-, Wiesen- und Ackerareale um. Mit der \u00fcppigen Nahrungsgrundlage ist es demnach auch kein Wunder, dass Keiler (die M\u00e4nnchen) in Mitteleuropa <strong>bis zu 100 kg<\/strong> auf die Waage bringen k\u00f6nnen \u2013 und das bei einer Schulterh\u00f6he von bis zu 120 cm! Bei solchen Exemplaren wird man wohl <strong>freiwillig respektvollen Abstand halten<\/strong>. Die Sichtungswahrscheinlichkeit ist mittel, die Begegnungswahrscheinlichkeit mittel bis gering \u2013 allerdings mit steigender Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-steinbock\"><strong>Steinbock<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die wilden Ziegen mit den gro\u00dfen H\u00f6rnern kommen bis in etwa 3500 m H\u00f6he\u00fcberall in den Alpen zwischen der Wald- und Eisgrenze vor. Bei einer Schulterh\u00f6he von bis zu 90 cm erreichen die m\u00e4nnlichen B\u00f6cke ein Gewicht von bis zu 120 kg. Leicht zu erkennen sind sie an ihren <strong>bis zu 1 m langen, gebogenen H\u00f6rnern<\/strong>. \u00c4hnlich wie die G\u00e4msen sind Steinb\u00f6cke <strong>elegante Kletterer<\/strong>. Die Sichtungswahrscheinlichkeit mit diesen reinen Pflanzenfressern ist mittel bis hoch, die Begegnungswahrscheinlichkeit eher gering.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-rotwild\"><strong>Rotwild<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Reh.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Reh.jpg\" alt=\"Ein Reh auf einem Feld.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Wahrscheinlichkeit Rotwild auf der Tour zu begegnen ist eher gering, umso sicherer ist es jedoch, dass einem einmal ein Reh \u00fcber den Weg l\u00e4uft.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der m\u00e4nnliche Bulle ist der <strong>Rothirsch<\/strong>, w\u00e4hrend das weibliche Gegenst\u00fcck als <strong>Hirschkuh<\/strong> bezeichnet wird. Meist in Gruppen unterwegs, verbringt das Rotwild den Winter in den niedrigen und mittleren Lagen des Gebirgswaldes. Im Sommer geht es jedoch auch mal etwas h\u00f6her hinaus. Die Sichtungswahrscheinlichkeit dieser scheuen Pflanzenfresser ist mittel bis gering, die Begegnungswahrscheinlichkeit gering.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bar\"><strong>B\u00e4r(?)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Hm, trifft der Mensch \u201epotenziell\u201c auf einen der <strong>etwa 50 Braunb\u00e4ren im Alpenraum<\/strong>? Schwer zu sagen. Man kann eine B\u00e4renbegegnung jedenfalls nicht mit letzter Sicherheit ausschlie\u00dfen \u2013 schon gar nicht in den <a href=\"https:\/\/www.wwf.at\/de\/braunbaer_verbreitung\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hauptverbreitungsgebieten<\/a> wie Slowenien und Trentino. Der <a href=\"https:\/\/www.wwf.at\/de\/braunbaer_praxistipps\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00d6sterreichische WWF gibt sogar <strong>Verhaltensempfehlungen<\/strong><\/a> f\u00fcr Begegnungen mit den brummigen Gesellen aus \u2013 nein, nicht f\u00fcr Kanada, sondern f\u00fcr \u00d6sterreich. Wenn die alle nichts helfen, kann man Meister Petz immer noch auf die Unwahrscheinlichkeit dieser Begegnung hinweisen. Im Ernst, selbst wenn es zu einer extrem seltenen Sichtung oder Begegnung mit einem B\u00e4ren kommt, hei\u00dft das noch lange nicht, dass objektiv akute Gefahr in Verzug ist. Auch wenn es im Fall der F\u00e4lle eventuell schwer sein d\u00fcrfte, sich daran zu erinnern \u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-verhalte-ich-mich-richtig-wenn-ich-wildtieren-begegne\"><span id=\"tiere-verhalten\">Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich Wildtieren begegne?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Die grundlegenden Verhaltensregeln, um Tiere und \u00d6kosystem nicht zu sch\u00e4digen, sind sehr einfach zu befolgen und erscheinen den meisten Menschen bestimmt als <strong>selbstverst\u00e4ndlich<\/strong>. Grunds\u00e4tzlich sollte man sich dar\u00fcber im Klaren sein, wer \u201eda drau\u00dfen\u201c nur vor\u00fcbergehender <strong>Gast<\/strong> ist und wer \u201eHausrecht\u201c hat. Leider zeigen Spuren und Besch\u00e4digungen immer wieder, dass es zu viele Zeitgenossen gibt, die zur notwendigen R\u00fccksichtnahme nicht f\u00e4hig oder willens sind. Um eventuelle <strong>Wissensl\u00fccken<\/strong> zu stopfen, folgt hier das Wichtigste kurz zusammengefasst:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Rehe.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Tiere-Rehe.jpg\" alt=\"Sichtung von Wildtieren im Wald.\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sichtet man Wildtiere, ist es am Besten Distanz zu wahren.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auf keinen Fall sollte man Tieren nachstellen und sie gleicherma\u00dfen auch nicht aufscheuchen. Stattdessen sollte man sich mit der Beobachtung aus der <strong>Distanz<\/strong> oder durchs Teleobjektiv begn\u00fcgen. Zu vermeiden ist generell jedes <strong>\u201eunentspannte\u201c Verhalten<\/strong>, dass den Tieren als Gefahr f\u00fcr sich und den Nachwuchs erscheinen k\u00f6nnte. Dazu kann auch geh\u00f6ren, dass Wanderer, die sich in normaler Gespr\u00e4chslautst\u00e4rke unterhalten, pl\u00f6tzlich nur noch fl\u00fcstern oder sich zu verstecken versuchen. Solch ungew\u00f6hnliches Verhalten kann nach Aufregung und \u201eAlarm\u201c wirken und viele Tiere irritieren. Der Mensch \u201edarf\u201c in der Natur also durchaus reden und sich unterhalten, doch Geschrei und jeder weitere L\u00e4rm und Krach ist m\u00f6glichst zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Stress und Energieaufwand einer eventuellen Flucht m\u00fcssen die Tiere durch vermehrte Nahrungsaufnahme ausgleichen. Wenn man den Tieren zu nahe kommt, kann es statt einer Flucht auch durchaus eine <strong>Angriffsreaktion<\/strong> geben \u2013 die kann dann sogar bei einem niedlich und harmlos dreinschauenden Reh ziemlich ungem\u00fctlich werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer mit dem <strong>Hund<\/strong> unterwegs ist, hat ihn anzuleinen \u2013 nicht nur in Schon- und Schutzgebieten. Die h\u00e4ufig in Wegn\u00e4he zu sehenden Futterstellen f\u00fcr Wildtiere sollte man umgehen. In Waldgebieten und an der Waldgrenze sollte man die \u00fcblichen Skirouten, Forst- und Wanderwege nicht verlassen und Abstand zu Baum- und Strauchgruppen halten. Besonders sollte man nicht die Aufforstungen und den Jungwald betreten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Winter<\/strong> gelten einige spezielle Regeln. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise, dass Gipfel, R\u00fccken und Grate <a href=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/natur\/naturvertraeglicher-bergsport\/natuerlich-auf-tour\/natuerlich-auf-tour-was-du-auf-tour-beachten-solltest_aid_14586.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">vor 10 Uhr und nach 16 Uhr<\/a> zu meiden sind. Zu den jeweils jahreszeitlich angepassten Verhaltensregeln f\u00fcr ein natur- und wildvertr\u00e4gliches Unterwegssein gibt der <strong><a href=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/Natur\/Naturvertraeglicher-Bergsport\/Natuerlich-auf-Tour\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Deutsche Alpenverein<\/a><\/strong> umfassende Infos. Darin finden sich auch weitere Tipps f\u00fcr Anreise, Tourenauswahl und Tourenplanung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-tun-bei-verletzten-wildtieren\"><span id=\"tiere-verletzt\">Was tun bei verletzten Wildtieren?<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Verletzte Wildtiere kenne ich bislang nur aus Filmen. In denen l\u00f6st der Held das Problem meist per Gnadenschuss. In der heimischen Berg-Realit\u00e4t l\u00e4uft das aber eher etwas anders ab. Hier stehen wir Nichtexperten beim Anblick eines verwundeten oder kranken Tieres n\u00e4mlich <strong>hilflos<\/strong> da. Wahrscheinlich kommt dabei auch der Gedanke auf, <strong>einfach weiter zu gehen<\/strong>, da man \u201eja eh nichts machen kann\u201c. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur das Abschie\u00dfen, sondern auch die \u201eEntnahme\u201c von Wildtieren aus der Natur f\u00fcr Ottonormalb\u00fcrger verboten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Tier <strong>selbst behandeln<\/strong> zu wollen, ist f\u00fcr Nichtexperten selten eine gute Idee. Das Tier wird den Hilfeversuch wom\u00f6glich \u201enicht richtig verstehen\u201c und sich heftig <strong>zur Wehr setzen<\/strong>. Das kann selbst bei kleineren Tieren f\u00fcr den \u201eRetter\u201c gef\u00e4hrlich werden. Wirklich ungef\u00e4hrliche Kleintiere kann man unter Umst\u00e4nden in einem <strong>Karton zu einer Wildtierauffangstation<\/strong> oder zum n\u00e4chsten Tierarzt bringen. Hierbei kann es dann jedoch zu Komplikationen hinsichtlich der <strong>Behandlungskosten<\/strong> kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt sehr <strong>viele Stellen und Ansprechpartner<\/strong>, die f\u00fcr verletzte Wildtiere zust\u00e4ndig sind oder sein k\u00f6nnten. Dazu geh\u00f6ren Naturschutzbeh\u00f6rden, Tierschutzvereine, Jagdbeh\u00f6rden und Jagdp\u00e4chter. Doch gerade die gro\u00dfe Zahl an M\u00f6glichkeiten ist<strong> das<\/strong> <strong>Problem<\/strong>, denn kaum jemand wird sich vermutlich vor einer Tour die M\u00fche machen, Telefonnummern zu <strong>recherchieren<\/strong> und einzuspeichern. Und wenn es dann an der Fundstelle des verletzten Tieres kein mobiles Internet gibt, l\u00e4sst sich das Recherchieren auch nicht mehr nachholen. Insofern sollte man es zuerst bei der <strong>Polizei<\/strong> versuchen, die im Fall von Verkehrsunf\u00e4llen auch direkt zust\u00e4ndig ist. F\u00fcr den \u00dcberblick \u00fcber alle m\u00f6gliche F\u00e4lle und Situationen ist <a href=\"https:\/\/www.zooroyal.de\/magazin\/zoo-mix\/service-tipps\/verletztes-tier-gefunden\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">dieser <strong>Artikel des Zooroyal Magazins <\/strong><\/a> sehr hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fazit\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Langweilig wird es einem im Wald oder am Berg sicher nicht. Und das liegt nicht nur an der Aktivit\u00e4t, oder der Aussicht, sondern auch an den Wildtieren. Wir hoffen, diese \u00dcbersicht konnte Euch einen kleinen Einblick in die wilde Tierwelt vor unseren Haust\u00fcren geben. Wir freuen uns, wenn ihr uns in den Kommentaren Eure Erfahrungen und Begegnungen mit Tieren hinterlasst. Oder habt Ihr sogar ein Tier gesichtet, dass wir komplett vom Radar haben, Ihr aber findet, dass es unbedingt genannt werden muss? Lasst es uns auch hier gerne in den Kommentaren wissen! &#8211; Wir sind gespannt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildtiere im Wald? Geht es hier darum, zwischen den Wipfeln die Sau rauszulassen? Nein, es geht um die ungez\u00e4hmten tierischen Zeitgenossen, die da drau\u00dfen hausen. Da drau\u00dfen, das bedeutet im Alpenraum und in den deutschen Outdoor- und Wandergefilden. Also im Grunde fast \u00fcberall zwischen Flensburg und Nizza. 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