{"id":68665,"date":"2023-02-22T13:12:00","date_gmt":"2023-02-22T12:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/kaufberatung-winterexpeditionsbekleidung\/"},"modified":"2023-06-12T11:36:40","modified_gmt":"2023-06-12T09:36:40","slug":"kaufberatung-winterexpeditionsbekleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/kaufberatung-winterexpeditionsbekleidung\/","title":{"rendered":"Gut geschichtet: Bekleidungstipps f\u00fcr Winterexpeditionen"},"content":{"rendered":"\n<p>Hand hoch, wer hat Ziele wie Baffin Island, Karakorum oder das Yukon Territory schon mal besucht? Wohl nur die wenigsten von uns, denn es braucht entweder herausragende F\u00e4higkeiten, viel Zeit oder viel Geld. Letzteres ist wohl der h\u00e4ufigste T\u00fcr\u00f6ffner &#8211; die meisten Teilnehmer einer Winterexpedition buchen ihren Trip bei einer Agentur. F\u00fcr viele geht es auch nur einmal im Leben ins Reich der Achttausender oder in Richtung der Pole.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob nur einmal oder \u00f6fter, die richtigen Klamotten braucht es so oder so. Damit es keine Fehlinvestitionen gibt, versuchen wir hier festzumachen, welche <b>Eigenschaften die Kleidung f\u00fcr die Polarregionen und die wirklich kalten Berge<\/b> mitbringen muss. Dabei gehen wir den einzukleidenden K\u00f6rper von Kopf bis Fu\u00df und von der Unterw\u00e4sche bis zur Isolationsjacke durch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erforderliche-merkmale\">Erforderliche Merkmale<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Zwiebelprinzip.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Zwiebelprinzip.jpg\" alt=\"Kaufberatung Expeditionsbekleidung\" width=\"350\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gut gezwiebelt: Vom Baselayer \u00fcber den Midlayer bis hin zum Au\u00dfenlayer.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zuerst das Offensichtliche: Die Kleidung muss sehr warm und sehr robust sein, dabei aber nicht zu schwer. Ach ja, und atmungsaktiv bitte auch, denn tiefe Temperaturen verhindern keineswegs, dass der K\u00f6rper vor sich hind\u00fcnstet. Kurz und gut, das altbekannte Schichtenprinzip, auch<b> Zwiebelprinzip <\/b>genannt, ist auf Winterexpeditionen genauso angesagt wie in allen anderen Outdoordisziplinen. Wir gehen hier von drei Schichten der Zwiebel aus: Untere Schicht, mittlere Schicht und \u00e4u\u00dfere Schicht im Outdoor-Branchenjargon <b>Baselayer<\/b> (Aufgabe: trocken halten), <b>Midlayer<\/b> (Aufgabe: isolieren) und <b>Au\u00dfenlayer<\/b> (Aufgabe: Wetterschutz) genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einhaltung des Prinzips ist hier sogar zwingender als bei alpinen Touren, da alles andere nicht nur unpraktisch und unangenehm ist, sondern auch schnell mal gef\u00e4hrlich werden kann. Bei Winterexpeditionen muss auch das Gesamtkonzept stimmen, d. h. alle <b>Schichten der \u201eZwiebel\u201c m\u00fcssen\u00a0zueinander passen<\/b>.<\/p>\n\n\n\n<p>So bringt die beste Fleecepulli-Isolationsschicht nichts, wenn sie von der dar\u00fcber liegenden Hardshell-Jacke eingedr\u00fcckt oder an den Schultern abgeklemmt wird. Man sollte bei der Auswahl der Gr\u00f6\u00dfe also immer bedenken, wo man das betreffende Kleidungsst\u00fcck tragen wird, und was noch darunter muss. Je weiter au\u00dfen, desto mehr Spielraum wird ben\u00f6tigt, und desto lockerer muss der Schnitt sein. Besonders die Au\u00dfenschicht muss gro\u00df geschnitten sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-eine-winterexpedition-am-berg\">&#8230; f\u00fcr eine Winterexpedition am Berg<\/h3>\n\n\n\n<p>M\u00f6glichst <strong>geringes Gewicht<\/strong> spielt hier eine gro\u00dfe Rolle \u2013 auch um die wirklich kalten \u201eTodeszonen\u201c m\u00f6glichst schnell zu \u00fcberwinden und wieder verlassen zu k\u00f6nnen. <strong>Beweglichkeit<\/strong> in der Kleidung ist ebenfalls sehr wichtig \u2013 nicht nur an den Armen und Beinen, sondern auch am Rumpf. Die Bekleidung muss besonders variabel sein, denn die Temperaturschwankungen sind gr\u00f6\u00dfer im Gebirge: Da kann das Thermometer nachts minus 25 Grad und weniger zeigen, w\u00e4hrend es mittags in windgesch\u00fctzten Gletschermulden auf plus 25 Grad klettert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich extrem sind die Schwankungen der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten, die im wahrsten Sinne des Wortes hohe Belastungsspitzen erreichen k\u00f6nnen. Hier m\u00fcssen die unteren und mittleren Lagen der Kleidung schnell an- und abzulegen sein, und eine optimale Atmungsaktivit\u00e4t mit einer m\u00f6glichst geringen Feuchtigkeitsaufnahme kombinieren. Zudem sollten sie \u00fcber <strong>Ventilations\u00f6ffnungen bzw. -Rei\u00dfverschl\u00fcsse<\/strong> verf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-eine-polarexpedition\">&#8230; f\u00fcr eine Polarexpedition<\/h3>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst muss man hier ein klein wenig differenzieren: Die Formel \u201ePolargebiete = saukalt\u201c gilt nicht immer und \u00fcberall. Auch in der Arktis und sogar der Antarktis gibt es einen \u201eSommer\u201c mit Temperaturen, die, je nach Breitengrad und Region, in etwa dem mittlerweile recht milden deutschen Winter entsprechen. Man kann aber grob festhalten, dass es jenseits der Polarkreise jederzeit \u201esaukalt\u201c werden kann, wenn man nicht gerade im Mitsommer bei ruhiger Wetterlage auf Meeresh\u00f6he unterwegs ist. Da es au\u00dferdem oft auch sehr windig ist, braucht es f\u00fcr die allermeisten Unternehmungen eben doch die <strong>speziellen \u201eExtremklamotten\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den \u201ePolarklamotten\u201c ist die m\u00f6glichst <strong>verl\u00e4ssliche Stabilit\u00e4t<\/strong> wichtiger als die&nbsp; Gewichtseinsparungen. Sie werden meist viele Tage am St\u00fcck getragen, und man kann sich bei irreparablen Materialdefekten nicht durch einen schnellen Abstieg in w\u00e4rmere Zonen in Sicherheit bringen. Bewegungsfreiheit in der Kleidung ist (je nach Art der Unternehmung) nicht ganz so wichtig wie am Berg \u2013 doch einschr\u00e4nken darf die Kleidung nat\u00fcrlich auch hier nicht. Die k\u00f6rperliche Belastung ist hier zwar meist ebenfalls sehr hoch, schwankt aber nicht so stark wie beim Bergsteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend es f\u00fcr alpine Touren meist eine simple Wollm\u00fctze tut, braucht es auf Winterexpedition schon etwas mehr Schutz f\u00fcr den Kopf. Zus\u00e4tzlich zur M\u00fctze und\/oder dem Multifunktionstuch sollte hier eine <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/sturmhauben\/\">Sturmhaube<\/a> oder -Maske mit im Gep\u00e4ck sein. Au\u00dferdem dient die Kapuze der \u00e4u\u00dferen Isolationsjacke als Kopfschutz (dazu gleich mehr).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Sonnenschutz durch die Kopfbedeckung ist sehr wichtig, da Schnee und Eis die Strahlung extrem stark reflektieren. Bei normalen Wetterbedingungen kann man auf eine gute <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/gletscherbrillen\/\">Gletscherbrille<\/a> zur\u00fcckgreifen. Wenn es h\u00e4ufiger st\u00fcrmt und schneit, empfiehlt sich eine gute, nicht so stark abdunkelnde und das Gesicht besser sch\u00fctzende <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/skibrillen\/\">Skibrille<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-baselayer-trocken-halten\">Baselayer: Trocken halten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-funktionsunterwasche\">Funktionsunterw\u00e4sche<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Baselayer.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Baselayer.jpg\" alt=\"Kaufberatung Expeditionsbekleidung\" width=\"352\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei einer mehrt\u00e4gigen Expedition empfiehlt sich der Kauf von <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/funktionsunterwaesche\/\">Funktionsunterw\u00e4sche<\/a> aus Merinowolle. Trocknet schnell und m\u00fcffelt weniger stark.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein lang\u00e4rmeliges Unterhemd und eine lange Unterhose sind schon mal ein guter Anfang. Gr\u00f6\u00dftenteils gelten hier die gleichen Spielregeln wie bei \u201enormalen\u201c Berg- und Outdoor-Aktivit\u00e4ten\u00a0 (siehe dazu unsere <strong><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/funktionsunterwaesche-die-basis-auf-tour\/\">Kaufberatung Funktionsunterw\u00e4sche<\/a><\/strong>). Regel Nummer Eins lautet: Der <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/schwitzrate-sport-rechner\/\">Schwei\u00df<\/a> soll sich ganz schnell ver \u2026 d\u00fcnsteln. Kein Problem, das schafft so gut wie jedes Unterteil aus <strong>Kunstfaser<\/strong>. Allerdings dauern Winterexpeditionen in aller Regel l\u00e4nger als einfache Bergtouren und Trekkings, weshalb der Faktor \u201eeingeschr\u00e4nkte Hygiene\u201c etwas st\u00e4rker beachtet werden sollte \u2013 an hohen Bergen mit den h\u00e4ufigen Schwitzorgien ganz besonders.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterw\u00e4sche sollte auch nach mehreren Tagen ohne Wechseln halbwegs trocken und sauber bleiben und idealerweise nicht zu arg m\u00fcffeln. Hier empfiehlt es sich, nicht bei einfacher Kunst- und Mikrofaser zu bleiben, sondern auf <strong>hochwertige Merinowolle <\/strong>und\/oder antibakterielle Behandlungen mit Silberionen u. \u00e4. zur\u00fcckzugreifen. Das wirkt zwar auch keine Wunder, doch es bleibt deutlich l\u00e4nger ertr\u00e4glich. Abgesehen davon sind reine Kunstfaserprodukte \u2013 und hier insbesondere die preiswerten \u2013 nicht gerade f\u00fcr angenehmes Hautgef\u00fchl bekannt. F\u00fcr bergorientierte Winterexpeditionen ist ein Anteil von 5-20 % an Elasthan oder anderen Stretch-Fasern f\u00fcr mehr Beweglichkeit nicht verkehrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-midlayer-warme-festhalten\">Midlayer: W\u00e4rme festhalten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fleece-oder-softshellpullover\">Fleece- oder Softshellpullover<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Midlayer.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Midlayer.jpg\" alt=\"Kaufberatung Expeditionsbekleidung\" width=\"350\" height=\"264\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Als Midlayer eignet sich ein d\u00fcnner Fleece- oder <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/softshellpullover\/\">Softshellpullover<\/a>. Auch eine <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a> oder eine hochwertige Kunstfaserjacke kann man dazu z\u00e4hlen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Lage sollte ein d\u00fcnner Fleece- oder Softshellpullover mit windabweisendem Material (am besten <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/windjacken\/\">Windstopper<\/a>) bilden. Bei einem schwer bepackten Aufstieg am sonnenbeschienenen Gletscher kann dies schon die \u00e4u\u00dfere Lage sein. Wichtig ist ein langer Frontrei\u00dfverschluss mit m\u00f6glichst hoch abschlie\u00dfendem Kragen, sodass man jederzeit schnell f\u00fcr Bel\u00fcftung sorgen oder \u201edichtmachen\u201c kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-daunen-und-kunstfaserjacke\">Daunen- und Kunstfaserjacke<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Daunenjacke oder eine hochwertige Kunstfaserjacke kann man noch zum Midlayer z\u00e4hlen, da sie meist mit einer Hardshell kombiniert werden. Wenn man in wirklich sehr kalter Umgebung unterwegs ist, tritt das N\u00e4sse- und Feuchtigkeitsproblem in den Hintergrund, da dann meist die Luft und auch der Schnee \u201etrocken\u201c sind und Letzterer nicht auf der Kleidung schmilzt. Das bedeutet, dass der Feuchtigkeitsnachteil der Daune bei arktischen Verh\u00e4ltnissen weniger eine Rolle spielt als in den h\u00f6chsten Bergen mit ihren wechselnden Feuchtigkeitsverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob Daune oder Kunstfaser \u2013 bei kaltem aber trockenem und ruhigem Wetter werden die Isolationsjacken unterwegs und im Lager als \u00e4u\u00dfere Layer getragen. Die richtig dicken und robusten Daunenjacken mit wetterfester Membran oder die Daunenparkas mit ihren wind- und wasserdichten Eigenschaften <b>vereinen Mid- und Au\u00dfenlayer<\/b> in einem Teil. Auch manche Doppel-, Ski- und <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/winterjacken\/\">Winterjacken<\/a> kombinieren Wetterschutz mit Isolation. Die warmen, robusten und dennoch nicht zu schweren unter ihnen k\u00f6nnen expeditionstauglich sein und sind dann von Vorteil, wenn es die meiste Zeit sehr kalt ist und man es nicht mit zu gro\u00dfen Temperaturen zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tourenhose\">Tourenhose<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun zur Beingarnitur: diese besteht bei Winterexpeditionen aus drei Hosen: \u00dcber die (lange) Unterhose kommt zun\u00e4chst eine relativ d\u00fcnne, aber winddichte und wasserabweisende Trekkinghose\/ <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/tourenhosen\/\">Tourenhose<\/a>, die sich vor allem durch gute Elastizit\u00e4t und Ventilationsm\u00f6glichkeiten auszeichnet. Softshell ist hier eine gute Wahl. Man sollte darauf achten, dass die Hose einen hohen Bund oder Hosentr\u00e4ger hat, da man auf Winterexpedition den Auf- und Abbau von Lagern sowie reichlich weitere Arbeit in geb\u00fcckter Haltung vor sich hat. Wenn dabei st\u00e4ndig die Hose nach unten und das Shirt nach oben rutscht, wird das auf Dauer unangenehm. Bei extrem kaltem Klima sollte man zus\u00e4tzlich zur langen Unterhose und Softshell auch noch eine gef\u00fctterte Hose als zweite mittlere Lage dabei haben \u2013 idealerweise nat\u00fcrlich leichte Daune, aber eine leichte und gut sitzende <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/skihosen\/\">Skihose<\/a> kann diesen Zweck auch erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-aussenlayer-vor-wind-und-wetter-schutzen\">Au\u00dfenlayer: Vor Wind und Wetter sch\u00fctzen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hardshelljacke\">Hardshelljacke<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Aussenlayer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Aussenlayer.jpg\" alt=\"Kaufberatung Expeditionsbekleidung\" width=\"350\" height=\"265\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ganz au\u00dfen braucht es einen robusten, abriebfesten Schutzwall, an dem das schlechte Wetter abprallt.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ganz au\u00dfen braucht es einen robusten, abriebfesten Schutzwall, an dem das schlechte Wetter abprallt. Dazu eignet sich nach wie vor das gute alte<strong> 3-Lagen GORE-TEX\u00ae Pro Laminat&nbsp;<\/strong>am besten. Die Atmungsaktivit\u00e4t ist dann bei schwei\u00dftreibendem K\u00f6rpereinsatz wom\u00f6glich nicht mehr perfekt, doch in aller Regel reicht es aus, dass es unter der Jacke nicht nass wird. Ideal sind dann nat\u00fcrlich Ventilationsrei\u00dfverschl\u00fcsse \u2013 eines dieser netten kleinen Extras, die allerdings ein paar Gramm mehr wiegen und potentielle Schwachstellen bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist, dass die Jacke besonders robuste, am besten <strong>verst\u00e4rkte<\/strong> <b>Schulterpartien<\/b> hat. Wenn ein schwerer Rucksack getragen oder ein Pulka gezogen wird, sind die gepressten Schulterpartien Schwachstellen, an denen Feuchtigkeit eindringen kann. An den \u00c4rmelb\u00fcndchen muss es <strong>Klettverschl\u00fcsse oder Kordelz\u00fcge<\/strong> zum Verschlie\u00dfen geben. <b>H\u00fcftsaum und Kragen<\/b> m\u00fcssen ebenso regulierbar und eng abschlie\u00dfend einstellbar sein. Wenn viel Schnee(treiben) zu erwarten ist, sollte ein <b>Schneefang<\/b> im Taillenbereich eingearbeitet sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <b>Kapuze<\/b> muss gef\u00fcttert sein, gut um den Kopf passen und dabei freie Sicht und Bewegungsfreiheit f\u00fcr den Kopf lassen. Sie sollte mindestens am vorderen Saum verstellbar sein, einen verst\u00e4rkten\/versteiften Schild haben und mit einem Mundschutz kombiniert sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rei\u00dfverschl\u00fcsse m\u00fcssen nicht nur, aber vor allem bei der <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/regenjacken\/\">Hardshelljacke<\/a> robust, zuverl\u00e4ssig und leichtg\u00e4ngig \u2013 und nat\u00fcrlich auch mit dicken Handschuhen bedienbar sein. Auf diese und weitere Details wie die Anordnung der Taschen sollte man sowieso bei jeder Outdoorjacke achten \u2013 alles Wissenswerte dazu gibt es in unserer <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/kaufberatung-outdoor-jacken\/\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none; text-underline: none;\"><strong>Kaufberatung f\u00fcr Outdoorjacken<\/strong><\/span><\/a>. Speziell f\u00fcr Expeditionsjacken ist noch das Vorhandensein von <b>ausreichend leicht zu erreichenden Taschen<\/b> vorteilhaft, da recht viele Dinge schnell griffbereit sein m\u00fcssen. Auf Winterexpeditionen geht es oft langsam voran und man m\u00f6chte sicher nicht st\u00e4ndig Pausen einlegen, um in dem vielen Gep\u00e4ck herumzusuchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hardshell-hose-und-gamaschen\">Hardshell-Hose (und Gamaschen)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die \u00e4u\u00dfere Hosen-Lage sollte, analog zur Jacke, am besten aus <strong>3-Lagen GORE-TEX\u00ae Pro Laminat<\/strong> bestehen. F\u00fcr den Fall, das die Atmungsaktivit\u00e4t mal an ihre Grenzen ger\u00e4t, ist neben Ventilationsm\u00f6glichkeiten auch ein hoher Saum sinnvoll. Dieser sorgt f\u00fcr einen besseren Sitz ohne Verrutschen. Idealerweise hat die \u00dcberhose einen durchgehenden Rei\u00dfverschluss, um sie leichter und notfalls ohne Ausziehen der Schuhe anziehen zu k\u00f6nnen. An den Kn\u00f6cheln m\u00fcssen die Abschl\u00fcsse dicht sein, damit kein Schnee eindringen kann. Bei vielen Expeditionshosen sind hierf\u00fcr mittlerweile <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/gamaschen\/\">Gamaschen<\/a> integriert. Sie sind aber unter Umst\u00e4nden unn\u00f6tig bzw. sollten abnehmbar sein, da auch viele <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/expeditionsschuhe\/\">Expeditionsschuhe<\/a> bereits mit integrierten Gamaschen ausgestattet sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sonderfall-overall\">Sonderfall Overall<\/h3>\n\n\n\n<p>So ein Ganzk\u00f6rperanzug, auch bekannt als Overall, ist eine feine Sache, wenn er gut sitzt. Ein Tragegef\u00fchl wie aus einem Guss, viel Bewegungsfreiheit und die l\u00e4stige Schwachstelle des Hosenbunds ist geschlossen. Das ist besonders beim Bergsteigen von Vorteil. Andererseits ist man weniger variabel, was das An- und Ablegen von Kleidungsst\u00fccken angeht. F\u00fcr l\u00e4ngere Aufenthalte in der \u201eTodeszone\u201c der Achttausender ist man mit einem Expeditionsoverall aber auf jeden Fall gut ger\u00fcstet. Obwohl diese Anz\u00fcge wetterfest sind, sollte f\u00fcr extreme Wetterlagen noch eine zus\u00e4tzliche (leichte) Hardshelljacke zum dr\u00fcber ziehen dabei sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hande-und-fusse\">H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-handschuhe\">Handschuhe<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Handschuhe-Schuhe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Expeditionsbekleidung-Handschuhe-Schuhe.jpg\" alt=\"Kaufberatung Expeditionsbekleidung\" width=\"350\" height=\"266\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei den Handschuhen sollte nicht zu sehr gezwiebelt werden, da es sonst etwas unkomfortabel und un\u00fcbersichtlich werden kann.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Bei den Handschuhen wird zumeist ebenfalls das Schichtenprinzip empfohlen. Erst kommt ein d\u00fcnner Fingerhandschuh, dann ein GORE-TEX\u00ae \u00dcberhandschuh und dar\u00fcber noch ein Daunenf\u00e4ustel. Damit kommt man dann inklusive Ersatz auf einen ganzen Fuhrpark von bis zu sechs Paaren. Das ist zwar auf Nummer sicher, aber nicht unbedingt komfortabel und \u00fcbersichtlich. Abgesehen davon ist das gar nicht so einfach, drei zueinander passende Paare zu finden und diese so \u00fcbereinander zu ziehen, dass man mit den H\u00e4nden noch irgendetwas anfangen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die elegantere L\u00f6sung ist da sicher ein Paar der speziell f\u00fcr Winterexpeditionen konzipierten, mehrlagigen All-in-One Handschuhe. Die sind zwar auf den ersten Blick knackig teuer, unterscheiden sich aber im Endeffekt preislich nicht wirklich von drei Paar \u201eDurchschnittshandschuhen\u201c. Wenn man dazu noch f\u00fcr besonders heftige Temperaturst\u00fcrze ein Paar <b>d\u00fcnne Fingerhandschuhe<\/b> zum drunterziehen einpackt, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Naja, au\u00dfer man verliert die Teile \u2026 ein Szenario, dass man durch konsequente Befestigung mit einer Schlaufe an der Jacke unbedingt verhindern muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-socken-und-schuhe\">Socken und Schuhe<\/h2>\n\n\n\n<p>In den gro\u00dfen Bergen hat man eine Kombination aus leichten Sportschuhen f\u00fcr Tal und Basecamp, robuste <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/wanderschuhe\/\">Trekkingschuhe<\/a> f\u00fcr die tieferen Lagen und wasserfeste Expeditionsstiefel f\u00fcr die eisigen H\u00f6hen dabei. Letztere zeichnen sich durch ihre maximale Robustheit, Wetterbest\u00e4ndigkeit und Steigeisenfestigkeit aus. Gelegentlich kommen auch Skischuhe zum Einsatz. In polaren Gefilden ist ganz \u00e4hnliches Schuhwerk gefragt, wobei man hier normalerweise nicht unbedingt die gleiche Torsionssteifigkeit wie am Berg ben\u00f6tigt und etwas weichere\/bequemere Modelle w\u00e4hlen kann. So gut wie alle angebotenen Spezialschuhe sind atmungsaktiv, wenn auch nur bis zu einem gewissen Grad.<\/p>\n\n\n\n<p>Die trockenen F\u00fc\u00dfe muss man zus\u00e4tzlich durch die richtige Wahl der Socken sicherstellen: am besten zwei bis drei Lagen d\u00fcnne <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/wandersocken\/\">Trekkingsocken<\/a> plus ein Paar Ersatzsocken, damit immer ein trockenes Paar zur Hand ist. F\u00fcr extrem tiefe Temperaturen empfehlen sich die sogenannten Vapour-Barrier-Liner Socken (VBL-Socken). Die halten den Innenbereich des Schuhs auch dann trocken, wenn der Fu\u00df schwitzt und die Au\u00dfenseite nass und kalt ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-noch-ein-paar-letzte-tipps\"><b>Noch ein paar letzte Tipps<\/b><\/h2>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Rei\u00dfverschl\u00fcsse an allen Kleidungsst\u00fccken sollten auch mit dicken Handschuhen gut bedienbar sein, und alle Taschen auch mit <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/klettergurte\/\">Klettergurt<\/a> oder Pulka-Zuggeschirr gut zug\u00e4nglich sein. Die Expeditionsbekleidung sollte von bew\u00e4hrten Herstellern wie Canada Goose, Yeti oder <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/marken\/patagonia\/\">Patagonia<\/a> kommen, deren Produkte seit Jahrzehnten in den wildesten Winkeln der Welt unterwegs sind und zuverl\u00e4ssigen Schutz bei tiefsten Temperaturen bieten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hand hoch, wer hat Ziele wie Baffin Island, Karakorum oder das Yukon Territory schon mal besucht? Wohl nur die wenigsten von uns, denn es braucht entweder herausragende F\u00e4higkeiten, viel Zeit oder viel Geld. Letzteres ist wohl der h\u00e4ufigste T\u00fcr\u00f6ffner &#8211; die meisten Teilnehmer einer Winterexpedition buchen ihren Trip bei einer Agentur. 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