{"id":69213,"date":"2017-05-24T12:40:53","date_gmt":"2017-05-24T10:40:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/15-tipps-zum-teahouse-trekking-in-nepal\/"},"modified":"2023-07-26T15:29:49","modified_gmt":"2023-07-26T13:29:49","slug":"15-tipps-zum-teahouse-trekking-in-nepal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/15-tipps-zum-teahouse-trekking-in-nepal\/","title":{"rendered":"15 Tipps zum Teahouse-Trekking in Nepal"},"content":{"rendered":"\n<p>Zwei Rucks\u00e4cke voll mit Ausr\u00fcstung, ein paar Tipps von anderen Bergfreunden und ein Reisef\u00fchrer \u2013 damit sind wir, Christa und Sebastian, nach Nepal gestartet. Nach 18 Tagen Trekking brachten wir zwar einen Handschuh, eine Socke und ein paar Kilo weniger mit zur\u00fcck. Daf\u00fcr aber viele Fotos mit Panoramen, sch\u00f6ne Erinnerungen und Geschichten sowie Gebetsflaggen bis zum Abwinken. Au\u00dferdem einen ganzen Sack voller Tipps, die das Teahouse-Trekking in Nepal einfacher machen und Euch nicht vorenthalten werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einmal-helambu-gosaikunda-und-langtang\">Einmal Helambu, Gosaikunda und Langtang&#8230;<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78271.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78271.jpg\" alt=\"Mann wandert.\" class=\"wp-image-56453\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78271.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78271-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kurz vor dem Laurebina La Pass<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir folgen einer fast schon klassischen Route: keine 20 Autominuten n\u00f6rdlich von Kathmandu starten wir ins Helambu gen Norden. Nach dem Laurebina La Pass (4609m) geht es ins Gosaikunda Tal bevor man nach einigen Tagen \u00f6stlich in das bekannte Langtang-Tal abzweigt. Wir haben uns am Tourenverlauf, wie er u.a. im entsprechenden <strong>Trekkingf\u00fchrer von Conrad Stein<\/strong>&nbsp;beschrieben wird, orientiert. Allerdings haben wir  die Tagesetappen teilweise anders gew\u00e4hlt. Der <strong>erste Tipp<\/strong>, eigentlich ganz profan: lasst blo\u00df keine Hektik aufkommen, plant Puffertage ein und nehmt diese, wenn es f\u00fcr Akklimatisation und Panorama-Sehnsucht n\u00f6tig ist. Wir haben es nie bereut, nach wenigen Stunden am Tagesziel angekommen zu sein, zogen andere Etappen zusammen und wurden von den Zeitplan-Gejagten stets beneidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Trekker und vor allem gef\u00fchrte Touren starten im Norden, erwandern zun\u00e4chst das Langtang-Tal und starten dann in Richtung S\u00fcden \u2013 quasi entgegengesetzt zu unserer Route. Eigentlich gibt es nur ein Argument daf\u00fcr: sollte man nicht \u00fcber den Laurebina La kommen, waren die Bergpanoramen bis dahin deutlich imposanter. Ein gut gemeinter Ratschlag oder eben <strong>Tipp 2<\/strong>: nach dem Pass solltet Ihr in Phedi bleiben, denn der weitere Weg nach Ghopte kann insbesondere mit Schnee anstregend werden \u2013 trotz kurzer Strecke.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/nepal_tea_house_7794.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_77941.jpg\" alt=\"Teahouse-Lodge in Phedi oder Laurebina Jak\" class=\"wp-image-56457\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_77941.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_77941-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Teahouse-Lodge in Phedi oder Laurebina Jak<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Egal wie rum: es handelt sich um klassisches Teahouse-Trekking. Sprich sp\u00e4testens alle zwei Stunden kommt man an einem kleinen Restaurant mit typischer Speisekarte vorbei. Die Ausnahme bildet die \u00dcberquerung des Laurebina La Passes \u2013 aber weder in Phedi noch Gopte oder Gosainkund w\u00fcrde man Euch ohne ein Lunchpaket starten lassen. Die meisten Teeh\u00e4user werden als Lodges betrieben \u2013 man kann also auch \u00fcbernachten: meist in einfachen Doppelzimmern ohne eigenes Bad daf\u00fcr mit Schlitzen in der Au\u00dfenwand und Guckl\u00f6chern ins Nachbarzimmer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-und-dann-irgendwie-zuruck\">\u2026und dann irgendwie zur\u00fcck<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_81491.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_81491.jpg\" alt=\"Blick auf den Ganji La\" class=\"wp-image-56463\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_81491.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_81491-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick auf den Ganja La<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Unser Plan war, von Kyanjin Gompa aus \u00fcber den Ganja La zur\u00fcck in Richtung Kathmandu zu wandern \u2013 eine Empfehlung von Kollege Matthias. Das ist eine durchaus alpinistische Unternehmung mit mehreren Tagen im <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/zelte\/\">Zelt<\/a> und eigener Verpflegung \u2013 in Kombination mit H\u00f6he, Schnee und Anspruch an Kondition und Technik quasi der Gegenentwurf von Teahouse-Trekking. F\u00fcr Logistik und Wegf\u00fchrung sollte uns ein Guide begleiten. <strong>Tipp 3<\/strong> in diesem Zusammenhang: Wann immer m\u00f6glich, sollte man pers\u00f6nlichen Empfehlung f\u00fcr Guides folgen. Denn es gibt unz\u00e4hlige Guides mit unterschiedlichster Qualifikation, und nicht jeder wird fair bezahlt oder gut ausgestattet. Zwar bekommt man \u00fcberall entsprechende Angebote &#8211; vor allem in Kathmandus Touristenviertel Thamel ist das aber eher eine Lotterie, ob die Begleiter die Tour kennen oder nicht st\u00e4rker h\u00f6henkrank werden als Du selbst.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_76851.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_76851.jpg\" alt=\"Wandern im Nebel\" class=\"wp-image-56467\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_76851.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_76851-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Plan B: Auch im Nebel immer weiter.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Unser R\u00fcckweg mauserte sich \u00fcbrigens zum Beweis f\u00fcr <strong>Tipp 4<\/strong>: in Nepal sollte man vor allem eines nicht machen&nbsp;&#8211; zu viele Pl\u00e4ne schmieden. Eigentlich braucht man immer einen Plan B, und den \u00fcberlegt man sich im Zweifel spontan. Da f\u00e4hrt mal kein Bus wie geplant, man selbst vertr\u00e4gt keinen weiteren Aufstieg, oder das Wetter vereitelt die Tourenplanung. So in unserem Fall: der alpinerfahrene, als ambitioniert bekannte Guide weigerte sich pl\u00f6tzlich, uns \u00fcber den Ganja La zu f\u00fchren \u2013 Unmengen von Schnee machten es zu gef\u00e4hrlich bzw. unm\u00f6glich. Eine richtige Entscheidung, denn sp\u00e4ter erfahren wir, dass der j\u00fcngste \u00dcberquerungsversuch t\u00f6dlich endete. <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/steigeisen\/\">Steigeisen<\/a>, Seil und Co trugen wir damit leider umsonst durch die herrliche Landschaft Nepals.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir selbst verlie\u00dfen das Langtang Tal wieder auf dem Weg, wie wir hinein gekommen sind, schwenkten kurz auf den Tamang Heritage Trail bis kurz vor die tibetische Grenze, bevor wir mit dem Bus zur\u00fcck nach Kathmandu fuhren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-are-you-on-your-own-no-guide-with-you\">Are you on your own? No Guide with you?<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79501.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79501.jpg\" alt=\"Stupas sind gute Orientierungspunkte\" class=\"wp-image-56471\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79501.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79501-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stupas sind i.d.R. gute Orientierungspunkte.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nein, wir hatten keinen Guide und schon gar keine Porter dabei und das war so gut, dass wir daraus<strong> Tipp 5<\/strong> machen: wenn m\u00f6glich, dann geht diese Tour alleine (i.S.v. in kleinen, privaten Gruppen) oder mindestens mit einem pers\u00f6nlichen Guide. Denn wer in organisierten Gruppen trekkt, muss sich dem Tempo der Gruppe anpassen und kann nicht selbst spontan und individuell umplanen. Ein pers\u00f6nlicher Guide sollte bereit sein, den Tourenverlauf spontan zu entscheiden und nicht nur fix bei seinen \u201eLieblingsunterk\u00fcnften\u201c einkehren wollen. \u00dcbrigens: die meisten ernsthaften Probleme mit der H\u00f6henkrankheit gibt es bei gef\u00fchrten Gruppen: Teilnehmer verheimlichen Symptome, um weiter dabei sein zu k\u00f6nnen \u2013 mit ungewissen Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der von uns begangenen Teahouse-Trekking Route ist ein Guide nicht n\u00f6tig \u2013 zumindest, wenn man bereits etwas Erfahrung, wie z.B. H\u00fcttentouren in den Alpen, mitbringt. Vor allem nach den ersten beiden Tagen ist die Wegfindung einfach (meist gibt es nur einen), und der technische Anspruch gering. Wer sich unsicher ist, sollte nach M\u00f6glichkeit mit Leuten sprechen, deren alpinistisches Level man einsch\u00e4tzen kann. Denn immer wieder h\u00f6rten wir, dass die n\u00e4chste Etappe unglaublich schwer und quasi nicht zu machen sei\u2026.und mussten dann feststellen, dass eine Runde im Lechtal deutlich h\u00f6here Anspr\u00fcche stellt. Selbst auf den P\u00e4ssen waren keine Kraxel- oder Kletterstellen dabei, die Wege \u00e4hneln dem, was man in den Alpen findet, und nur Schnee kann die Herausforderungen steigern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wege-finden-und-die-sache-mit-dem-nepali-flat\">Wege finden und die Sache mit dem \u201eNepali-Flat\u201c<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78701.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78701.jpg\" alt=\"Frau mit Kind lesen die Karte\" class=\"wp-image-56475\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78701.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78701-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Orientierungsversuche<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u00dcberraschungen vermeidet aber, wer <strong>Tipp 6<\/strong> zum Teahouse-Trekking ber\u00fccksichtigt: das Kartenmaterial ist durchwachsen und sollte m\u00f6glichst aktuell in Nepal gekauft werden. Dennoch ist Vorsicht geboten: vor allem H\u00f6henlinien waren in unserem Fall meist eine Sch\u00e4tzung und nicht immer zur Orientierung geeignet. Dazu kommt das, was als \u201enepali flat\u201c (etwa nepalisch flach) bezeichnet wird: die Wege \u00fcberwinden unz\u00e4hlige kleine Auf- und Abstiege von bis zu 100hm, die sich im Laufe des Tages auf ansehnliche Summen addieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Einsch\u00e4tzungen k\u00f6nnen einem hier meist die Menschen auf und um den Trek geben. Mit diesen zu sprechen ist <strong>Tipp 7<\/strong> \u2013 und zwar mit allen: Guides anderer Gruppen, Trekkern, Locals am Wegesrand und Gastgebern. Das ergibt nicht zur zahlreiche Bekanntschaften und nette Begegnungen \u2013 sie helfen gerne weiter und geben Einsch\u00e4tzungen zu Wegen, aktuellen Bedingungen und weitere Tipps. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79951.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79951.jpg\" alt=\"Waldarbeiter\" class=\"wp-image-56479\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79951.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_79951-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Helfen auch gerne weiter: Waldarbeiter.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mit Englisch kommt man in der Regel gut durch, ansonsten helfen H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe. Mit Landkarten hingegen k\u00f6nnen die Einheimischen jedoch oft gar nichts anfangen. Als kleiner <strong>Extratipp<\/strong> beim Teahouse-Trekking (quasi Nr 7b) solltet ihr wissen, dass man am besten fragt, wo man denn hinkommt, wenn man einem Weg folgt statt zu fragen, wo es denn nach \u201eOrtsname XY\u201c geht . Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die Namen total falsch und unverst\u00e4ndlich ausspricht. sehr hoch. Zum anderen vermeidet man so, dass einfach \u201eYes\u201c gesagt wird \u2013 weil der Nepali freundlich sein und auch bei mangelnder Kompetenz weiterhelfen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-don-t-kiss-the-culture\">(Don\u2019t) kiss the culture<\/h2>\n\n\n\n<p>Eigentlich sollte es selbstverst\u00e4ndlich sein \u2013 Beobachtungen haben aber gezeigt, dass es dann doch irgendwie nicht so ist und deswegen <strong>Tipp 8<\/strong> zum Teahouse-Trekking werden muss: setzt Euch vorab ein wenig mit der Kultur und den lokalen Gepflogenheiten auseinander. Zwar ist Nepal f\u00fcr ein s\u00fcdasiatisches Land ziemlich modern und Touristen sind in den entsprechenden Regionen allt\u00e4glich, dennoch: H\u00e4ndchenhalten und gar wilde Knutschereien auf der Stra\u00dfe irritieren die Einheimischen. Und w\u00e4hrend man mit viel Inbrunst alles, was die Nase hergibt \u201ehochzieht\u201c, finden es die Locals ziemlich ekelig, wenn jemand seine Nase mit dem Taschentuch putzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_75931.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_75931.jpg\" alt=\"Schimbudu essen\" class=\"wp-image-56483\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_75931.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_75931-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schimbudu &#8211; Es war lecker!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein echter Dooropener ist Tipp <strong>Nummer 9<\/strong>: lernt ein paar Worte in der Muttersprache Eurer Gastgeber. In vielen Regionen ist das nicht nur Nepali sondern auch Tibetisch oder verwandte Dialekte. Bei einer lustigen Runde um das Feuer brachte uns eine Lodgebetreiberin einige Fetzen bei und wir haben sie angewendet wann immer m\u00f6glich. Und eines ist sicher: wer auf Tibetisch das Essen loben kann (\u201eSchimbudu\u201c), dem \u00f6ffnen sich Herzen und T\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipps-fur-den-perfekten-rucksack-furs-teahouse-trekking\">Tipps f\u00fcr den perfekten Rucksack f\u00fcrs Teahouse-Trekking<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer nach Packlisten f\u00fcr Nepaltrecks sucht, der findet im Internet eine wahre F\u00fclle an Tipps und Listen. Deswegen ersparen wir Euch hier eine klassische Packliste, m\u00f6chten aber auf einige Punkte hinweisen, die das Leben und vor allem den Rucksack leichter machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-10-steripen-und-frische-unterhosen\">Tipp 10: Steripen (und frische Unterhosen)<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_84291.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_84291.jpg\" alt=\"Wasserfilter in Aktion\" class=\"wp-image-56487\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_84291.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_84291-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wasserfilter in Aktion!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In Kathmandu ist die Wasserqualit\u00e4t schon fast legend\u00e4r schlecht und man sollte mit dem Leitungswasser nicht mal die Z\u00e4hne putzen. In den l\u00e4ndlichen Regionen ist es mindestens von fraglicher Qualit\u00e4t, weil man den Bachlauf nicht einsieht oder nicht wei\u00df, wie lange das Wasser schon im Tank gelagert war. Auf Trinkwasser in Flaschen auszuweichen ist zum einen kostspielig \u2013 je nach H\u00f6he zahlt man bis zu 3\u20ac f\u00fcr eine m\u00fchsam herbeigeschleppte Literflasche. Zum anderen wird man so zum Mitverursacher eines gro\u00dfen M\u00fcllproblems, denn die leeren Flaschen landen einfach in der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Steripen ausgestattet ist man flexibel und kann das meist weitgehend klares Wasser sicher aufbereiten. Da man i.d.R. st\u00e4ndig an Wasserquellen vorbei kommt, spart man au\u00dferdem Gewicht, weil man in Sekundenschnelle trinkbares Wasser aufbereitet und so nicht vorab bunkern sowie schleppen muss. F\u00fcr den Fall, dass der Steripen mal den Dienst verweigern sollte, haben wir immer noch ein paar Micropur-Tabletten dabei, diese aber noch nie einsetzen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine kleine Anekdote zum Schmunzeln: auf dem Tamang Heritage Trail fanden wir in einer Lodge nur dreckig-braunes Wasser vor. Meine letzte frische Boxershort erwies sich als besserer Schmutzfilter als alles was der Hausherr bereitstellen konnte. In diesem Sinne: immer eine frische Buxe in Reserve haben\u2026lustiger ist es aber, wenn man den Trekkingkollegen nicht mitteilt, dass sie tats\u00e4chlich noch unbenutzt ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-11-ein-guter-medipack-mit-eigenen-kanulen\">Tipp 11: Ein guter Medipack mit eigenen Kan\u00fclen<\/h3>\n\n\n\n<p>Was in einen Trekking-Medipack geh\u00f6rt ist eigentlich klar bzw. einfach recherchierbar. In Nepal sollten Kohletabletten und Mittel gegen einen durchdrehenden Magen-Darm-Trakt nat\u00fcrlich fester Bestandteil sein. Eine Sammlung an eigenen Kan\u00fclen und Spritzen ist ratsam, da die Krankenstationen und \u2013w\u00e4gen mehrheitlich vor allem mit leeren Regalen oder im besten Fall mit zweifelhaft sterilisiertem Ger\u00e4t aufwarten k\u00f6nnen. Da es sich mit Medikamenten \u00e4hnlich verh\u00e4lt, schadet es auch nicht, selbst den ein oder anderen pharmazeutischen Hammer f\u00fcr den Notfall in petto zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach so: mit etwas Vorwissen, vern\u00fcnftigen Aufstiegen und Bedacht auf Tour, ist die H\u00f6henkrankheit keine wirkliche Gefahr beim Teahouse-Trekking. Auch wenn man Gruppen sieht, die Diamox und Co. munter zur Prophylaxe futtern: wenn \u00fcberhaupt, dann sind die Pillen ganz unten im Medipack n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-12-wascheleine-und-seife\">Tipp 12: W\u00e4scheleine und Seife<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/nepal_tea_house_7636.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/nepal_tea_house_7636.jpg\" alt=\"Strippe quer durch den Raum\" class=\"wp-image-60562\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/nepal_tea_house_7636.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/nepal_tea_house_7636-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Strippe quer durch den Raum.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wer waschen kann, muss weniger mit sich umhertragen, weil man Wechselkleidung einspart. In quasi allen Lodges gibt es die M\u00f6glichkeit,  das <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/merinoshirts\/\">Merinoshirt<\/a> oder die <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/trekkinghosen\/\">Trekkinghose<\/a> irgendwo durchzuwaschen. Wer der Natur nicht schaden m\u00f6chte, greift dabei auf eine entsprechende Seife zur\u00fcck \u2013 auch an Lodges wird genutztes Wasser ungefiltert einfach irgendwo hingeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nasse Klamotten wieder zu trocknen empfiehlt es sich eine nicht zu kurze W\u00e4scheleine mit zu bringen. Denn die Leinen rund um die \u00d6fen sind meist gut best\u00fcckt und so kann man mit etwas Kreativit\u00e4t die Eigene im Zimmer montieren. Ich selbst nehme hierf\u00fcr eine d\u00fcnne Reepschnur, da diese auch sonst gute Dienste leisten kann \u2013 z.B. als behelfsm\u00e4\u00dfiger Schn\u00fcrsenkel oder um etwas am Rucksack zu verzurren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-13-keine-sachen-zum-kochen\">Tipp 13: Keine Sachen zum Kochen<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_8075-21.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_8075-21.jpg\" alt=\"Blick in eine typische Teahouse-K\u00fcche\" class=\"wp-image-56495\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_8075-21.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_8075-21-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick in eine typische Teahouse-K\u00fcche.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es ist eigentlich unm\u00f6glich, auf den \u00fcblichen Teahouse-Trekking-Trails zu verhungern. Regelm\u00e4\u00dfig kommt man an einer H\u00fctte vorbei, die sich freut, eine der typischen Mahlzeiten f\u00fcr wenig Geld zuzubereiten (eine Packung Travellunch ist in jedem Fall teurer). Vor Abschnitten ohne engmaschige Pr\u00e4senz von Verpflegungsstationen warnen einen die gesch\u00e4ftst\u00fcchtigen Gastgeber nat\u00fcrlich, und packen gerne ein Vesperpaket. Wer also seinen Kocher, T\u00f6pfe und Nahrungsmittel mitbringt, ist selbst schuld. Ausnahme waren f\u00fcr uns ein paar gute Riegel \u2013 auf der Tour kann man i.d.R. nur recht teure Snickers bekommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-14-es-leben-die-schichten\">Tipp 14: Es leben die Schichten\u2026<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist absolut nichts Neues, aber in Nepal entfaltet es sein ganzes Potential: das Zwiebelprizip. Sobald die Sonne raus kommt, ist es angenehm warm, nach Sonnenuntergang wird es schnell frisch und sp\u00e4ter richtig kalt. Dazu kommt, dass man verschiedenste H\u00f6henlagen mit entsprechenden Temperaturen antrifft. Richtig flexibel ist, wer z.B. statt einer dicken <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a> zwei d\u00fcnnere mitbringt, die \u00fcbereinander gezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tipp-15-ein-guter-schlafsack\">Tipp 15: Ein guter Schlafsack<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78661.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78661.jpg\" alt=\"Frau in einem warmen Schlafsack\" class=\"wp-image-56499\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78661.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/nepal_tea_house_78661-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein warmer Schlafsack lohnt sich!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Je nach Umfang der Schlitze in der Bretterwand kann es auch in den Zimmern nachts noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geben. Eisblumen auf der Scheibe lassen sich viel genussvoller ansehen, wenn man selbst im warmen Schlafsack liegt. Um nicht auf Stapel von \u2013 sagen wir mal \u2013 &#8218;erfahrenen&#8216; Decken zur\u00fcckgreifen zu m\u00fcssen, sollte ein passender (Daunen-)Schlafsack dabei sein. Wir selbst testeten auf der Tour die <strong><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/mountain-equipment-kryos-daunenschlafsack\/\">neuen Kryos<\/a><\/strong>&nbsp; von <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/marken\/mountain-equipment\/\">Mountain Equipment<\/a> und werden separat von unseren (positiven) Erfahrungen berichten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-wichtigste-tipp-zum-teahouse-trekking-besucht-nepal\">Der wichtigste Tipp zum Teahouse-Trekking: besucht Nepal!<\/h2>\n\n\n\n<p>Der wichtigste Tipp zum Abschluss: packt Nepal ganz fix auf Eure Shortlist f\u00fcr Trekkingtouren. Es ist absolut lohnend: freundliche Gastgeber, atemberaubende Panoramen, tolle Begegnungen, und Trekking mit viel Komfort und Genuss. Das ganze \u00fcbrigens auch heute &#8211; zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben ist die Infrastruktur wieder gut hergestellt und die Touristen sind eine wichtige Einnahmequelle. Mehr dazu bald in einem separaten Beitrag\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Rucks\u00e4cke voll mit Ausr\u00fcstung, ein paar Tipps von anderen Bergfreunden und ein Reisef\u00fchrer \u2013 damit sind wir, Christa und Sebastian, nach Nepal gestartet. Nach 18 Tagen Trekking brachten wir zwar einen Handschuh, eine Socke und ein paar Kilo weniger mit zur\u00fcck. 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