{"id":69425,"date":"2017-01-26T12:58:40","date_gmt":"2017-01-26T10:58:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/was-es-bei-der-ersten-solo-tour-zu-beachten-gibt\/"},"modified":"2025-12-23T15:33:57","modified_gmt":"2025-12-23T14:33:57","slug":"was-es-bei-der-ersten-solo-tour-zu-beachten-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/was-es-bei-der-ersten-solo-tour-zu-beachten-gibt\/","title":{"rendered":"Was es bei der ersten Solo-Tour zu beachten gibt"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Bruecke.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Bruecke.jpg\" alt=\"Bereit f\u00fcr die erste Solo-Tour?\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bereit f\u00fcr die erste Solo-Tour?<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als ich das erste Mal alleine loszog in die wundersch\u00f6ne Fjell-Welt des <strong>Rondane Nationalparks<\/strong>, trieb mich die Abenteuerlust, ein St\u00fcck Norwegens f\u00fcr mich allein zu entdecken. Ganz laut klopfte mein Herz, als ich an dem von gro\u00dfen Steinen markierten Anfang des Wanderwegs in Mysuseter stand und den ersten Schritt in Richtung Ungewissheit setzte. Der Rucksack war schwer, das Wetter schlecht und mein Kopf erf\u00fcllt mit einem Gemisch aus Verz\u00fccktheit und riesiger Nervosit\u00e4t \u00fcber meine erste Solo-Tour. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist es, das Trekking-Fans am Solo-Wandern reizt? <\/h2>\n\n\n\n<p>Das <strong>autarke, selbstbestimmte Unterwegssein<\/strong>? Die ganz <strong>andere Wahrnehmung<\/strong> von allem, was einen umgibt? Ein viel <strong>intensiveres Abenteuer<\/strong> als zu zweit oder in der Gruppe? Jeder, der allein loszieht, hat seine Gr\u00fcnde daf\u00fcr. &nbsp;Und jeder macht vor allem am Anfang wertvolle Erfahrungen und vielleicht auch Fehler, die einen Schritt f\u00fcr Schritt dazulernen lassen. Ich m\u00f6chte Euch, als angefixter Solo-Touren-Geher, ein bisschen <strong>Wissen<\/strong>, ein paar <strong>Tipps<\/strong> und einige hoffentlich wertvolle <strong>Ratschl\u00e4ge<\/strong> mit auf den Weg geben, wenn Ihr \u00fcberlegt, Eure erste Solo-Tour zu planen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Artikel fu\u00dft auf Erfahrungen, die ich auf <strong>meinen Solotouren in Norwegen<\/strong> gemacht habe. Manches ist daher vielleicht nicht unbedingt universell, vor allem wenn man nicht im Norden Europas auf Tour gehen m\u00f6chte. Dennoch sind die wichtigen Komponenten bei der Vorbereitung immer dieselben: <strong>Organisation<\/strong> (Wegplanung und Ausr\u00fcstung), <strong>k\u00f6rperliche Fitness<\/strong> und <strong>mentale St\u00e4rke<\/strong>. Diese Punkte m\u00f6chte ich in meinem kurzen \u201eRatgeber\u201c anschneiden \u2013 wenn auch nur sehr oberfl\u00e4chlich, denn sie k\u00f6nnten ein ganzes Buch f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-allein-ins-ungewisse-ist-das-uberhaupt-was-fur-mich\"><strong>Allein ins Ungewisse \u2013 ist das \u00fcberhaupt was f\u00fcr mich?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Aspekte, die erstmal be\u00e4ngstigend sind, wenn man die erste Solo-Tour plant. <strong>Wer hilft mir<\/strong>, wenn etwas passiert? Wie komme ich damit klar, <strong>keinen Gespr\u00e4chspartner<\/strong> zu haben, mit dem ich mich austauschen kann? Was mache ich <strong>abends alleine im <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/zelte\/\">Zelt<\/a><\/strong>? Ist es ein Problem, <strong>als Frau<\/strong> allein unterwegs zu sein?<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Totale.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Totale.jpg\" alt=\"Die eigene Gesellschaft sollte man sch\u00e4tzen k\u00f6nnen\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die eigene Gesellschaft sollte man zu sch\u00e4tzen wissen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal ist es schon eine Grundvoraussetzung, dass man <strong>mit der eigenen Gesellschaft<\/strong> oder, im Extremfall, absoluter Einsamkeit&nbsp;<strong>kein Problem<\/strong> hat. Um dies herauszufinden, reicht schon eine kleine Wochenendtour alleine. Es gibt auch viele \u201eHybrid-Typen\u201c von Wanderern, die tags\u00fcber gern allein sind, aber es dennoch sch\u00e4tzen, sich abends auf der H\u00fctte austauschen zu k\u00f6nnen und die Sicherheit in der Gesellschaft Anderer genie\u00dfen. In so einem Fall kann man z.B. einen im Sommer stark frequentierten Weg wie den <strong>Kungsleden<\/strong> oder <strong>West Highland Way<\/strong> w\u00e4hlen. Menschen, die absolut nicht allein sein k\u00f6nnen, ist eine Solowanderung <strong>nicht zu empfehlen<\/strong>. Wohl aber denen, die es lernen wollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sicherheit-allein-auf-tour\"><strong>Sicherheit allein auf Tour<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mehrere Male h\u00f6rte ich, meist von Deutschen, die Frage \u201e<strong>Ist es nicht gef\u00e4hrlich, als Frau allein zu wandern<\/strong>?\u201c Auf Skandinavien bezogen, habe ich als Frau bisher bei meinen Touren <strong>nicht eine brenzlige Situation<\/strong> erlebt. Frauen auf  Solo-Tour sind nirgends normaler als dort. Etwas mehr Angst hatte ich vor den ca. 50 B\u00e4ren, die es in Norwegen gibt, aber auch diese war im Nachhinein absolut unbegr\u00fcndet. Die Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung kann also getrost auf andere Themen konzentriert werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-God-Tur.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-God-Tur.jpg\" alt=\"Tipps vom norwegischen Wanderverband DNT findet ihr hier\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tipps vom norwegischen Wanderverband DNT.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zum Beispiel darauf, <strong>wie ich mich wirklich<\/strong> <strong>absichere<\/strong>, wenn mir etwas passieren sollte \u2013 egal ob M\u00e4nnlein oder Weiblein. Dass ein solcher Notfall gar nicht erst eintritt, daf\u00fcr kann man mit <strong>Umsicht <\/strong>und <strong>gesundem Menschenverstand<\/strong> schon viel tun. Der <strong>norwegische Wanderverband DNT<\/strong> hat dies in seinen \u201e<strong>Fjellvettreglene<\/strong>\u201c, den Sicherheitsregeln, aufgefasst. Mein Bergfreunde-Kollege Simon, selbst erfahrener Solo-Langstreckenwanderer, hat diese Regeln und noch viele andere n\u00fctzliche Tipps in einem seiner Blogartikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/alleine-im-fall-der-faelle-die-notfallvorsorge-auf-solotouren\/\"><strong>Alleine im Fall der F\u00e4lle \u2013 die Notfallvorsorge auf Solotouren<\/strong><\/a>\u201c beschrieben, den man sich vorher unbedingt zu Gem\u00fcte f\u00fchren sollte. Erg\u00e4nzend zu den Sicherheitsregeln sei noch gesagt, dass man an einen Trek <strong>eher defensiv<\/strong> herangehen, also <strong>das eigene K\u00f6nnen nicht zu hoch<\/strong> einsch\u00e4tzen sollte. Lieber zun\u00e4chst einen eher <strong>leichten Weg<\/strong> w\u00e4hlen. Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung hat leider schon zu vielen Notf\u00e4llen gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein <strong>gut sortiertes Erste-Hilfe-Set<\/strong> geh\u00f6rt in jedes Gep\u00e4ck, und man sollte sich nicht scheuen, dieses <strong>gut auszustatten<\/strong>. Wer ein paar Gramm einsparen m\u00f6chte, sollte dies nicht bei der Ersten Hilfe tun. Ebenfalls ein geniales Teil: <strong>der <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/spot-gen-3-notfallsender\/\">SPOT Sender<\/a><\/strong>. Mit ihm hat man die M\u00f6glichkeit, regelm\u00e4\u00dfig seine Lieben daheim <strong>per Knopfdruck<\/strong> zu informieren, dass es einem gut geht. Im Notfall kann man ein <strong>internationales Signal<\/strong> absetzen, das eine <strong>Rettungsaktion<\/strong> einleitet. So ist man auch unabh\u00e4ngig vom evtl. fehlenden Netzsignal oder vom Handy, dessen Akku schnell mal leer sein kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-routenplanung\"><strong>Die Routenplanung<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Ruhetag.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Ruhetag.jpg\" alt=\"Immer auch einen Ruhetag einplanen\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Immer auch einen Ruhetag einplanen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>M\u00f6chte man das erste Mal auf Solo-Tour, ist eine Sahara-Durchquerung, eine klassische Fortgeschrittenen-Tour wie im schwedischen Sarek oder ein ungewisser Alleingang in unbekanntes Terrain \u00e1 la \u201eInto the Wild\u201c vielleicht <strong>nicht unbedingt empfehlenswert<\/strong>. An vielen Ecken h\u00f6rt man den Satz <strong>\u201eAbenteuer beginnt da, wo Planung aufh\u00f6rt\u201c.<\/strong> Wenn es ein Motto gibt, das sich Solo-Wanderer <strong>nicht zu Herzen nehmen<\/strong> sollten, dann dieses. Meiner Meinung nach ist <strong>sorgf\u00e4ltige Planung und Vorbereitung<\/strong> erst die <strong>Voraussetzung <\/strong>f\u00fcr ein Abenteuer allein. So detailliert man auch plant, es werden ohnehin genug ungeplante Dinge auf Tour passieren und es gibt viele Faktoren, die man \u00fcberhaupt nicht beeinflussen kann. Daher ist es wichtig, die Dinge, die man planen und beeinflussen kann, <strong>vorher auch selbst in die Hand zu nehmen<\/strong>. So zum Beispiel die <strong>Route:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sollte man sich die relevanten <strong>Papierkarten<\/strong> besorgen, denn sich nur auf Elektronik zu verlassen, ist definitiv ein Unsicherheitsfaktor. Bei l\u00e4ngeren Touren, wie ich sie letzten Herbst auf dem <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/blog\/anni-auf-dem-nordkalottleden-400-km-alleine-durch-nordskandinavien\/\"><strong>Nordkalottleden<\/strong> <\/a>gemacht hatte, empfiehlt es sich, ein \u201eRoadbook\u201c anzulegen &#8211; &nbsp;also die geplante Route von Start bis Ziel in Tagesetappen einzuteilen und Tag f\u00fcr Tag in einer <strong>Exceltabelle<\/strong> zu erfassen. Pro Woche kann man mindestens einen Ruhetag planen, mit Vorbehalt auch mehr. Es schadet nicht, zu jeder Etappe auch zu recherchieren, wo man eventuell <strong>abbrechen<\/strong> k\u00f6nnte, wann <strong>Busse\/Z\u00fcge<\/strong> fahren oder wo die n\u00e4chste <strong>gro\u00dfe Stra\u00dfe<\/strong> (Trampen) ist. Auch <strong>Telefonnummern der H\u00fctten oder \u00d6ffnungszeiten von Superm\u00e4rkten<\/strong> kann man sich dort notieren. Weitere Faktoren sind au\u00dferdem: Gibt es unterwegs H\u00fctten? Wo muss ich eventuell zelten? Wie lang m\u00f6chte ich meine Tagesstrecken gestalten? F\u00fcr einige Weitwanderwege, z.B. Kungsleden, Jakobswege, West Highland Way,\u2026&nbsp; gibt es umfangreiche F\u00fchrer, die einem diese Entscheidung mehr oder weniger abnehmen. Diese Wege sind daher <strong>f\u00fcr Einsteiger<\/strong> der Solo-Touren <strong>sehr zu empfehlen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-verpflegung\"><strong>Die Verpflegung<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Essen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Essen.jpg\" alt=\"Auf der Solo-Tour nicht das Essen vernachl\u00e4ssigen!\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auf der Solo-Tour nicht das Essen vernachl\u00e4ssigen!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-worauf-es-ankommt\">Worauf es ankommt<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch Wanderer, die gerne kurze Touren gehen, wissen worauf es unterwegs ankommt: <strong>kohlenhydratreich<\/strong> muss das Essen auf Solo-Tour sein und dabei m\u00f6glichst <strong>wenig wiegen<\/strong>. Je l\u00e4nger die Tour ist, desto wichtiger wird dies. Immerhin liegt der Tagesbedarf bei einem Vielfachen des im Alltag \u00dcblichen. Daher ist auch der anf\u00e4ngliche Eindruck, man esse zu viel etc., v\u00f6llig unbegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-eignet-sich\">Was eignet sich?<\/h3>\n\n\n\n<p>Beliebt sind <strong>Schokolade, N\u00fcsse, Trockenobst oder Energieriegel<\/strong>, die einen m\u00fcden K\u00f6rper schnell wieder auf Zack bringen. Vollwertige Mahlzeiten zaubern viele Trekker <strong>aus Polenta oder Haferflocken<\/strong> \u2013 eben alles, was nicht lang kochen muss und so nicht zu viel Brennstoff verbraucht. Bei mir bestand das Fr\u00fchst\u00fcck aus <strong>M\u00fcsli <\/strong>von 100 g Flocken, N\u00fcssen, Leinsamen, Rosinen oder getrockneten Cranberries, Ovomaltine, 2 EL Milchpulver und je nach Lust und Laune Kokosflocken oder Schokostreusel. Die M\u00fcsli-Tagesrationen habe ich vor der Tour zu Hause in kleine <strong>Gefrierbeutel<\/strong> ( 1 l) abgewogen und abgepackt. Mittag bestand meist aus einer Kombination aus <strong>Riegeln, Schokolade und Minisalamis<\/strong>. Zum Abendbrot gab es ein <strong>gefriergetrocknetes Fertiggericht<\/strong> und Schokolade zum Nachtisch. Wer einen <strong>D\u00f6rrautomat<\/strong> hat, kann sich die Trockennahrung nat\u00fcrlich selber herstellen \u2013 das spart Geld und Gewicht. Insgesamt habe ich mit <strong>ca. 700 g Essen pro Tourentag<\/strong> gerechnet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-kann-man-die-versorgung-sicherstellen\">Wie kann man die Versorgung sicherstellen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Sieht es so aus, als w\u00fcrde die Lage zur <strong>Nachverpflegung<\/strong> auf der Strecke eher sp\u00e4rlich, so ist das Vorschicken von <strong>Verpflegungspaketen<\/strong> eine \u00dcberlegung wert. Generell ist das Tragen von Essen und Karten f\u00fcr zwei Wochen (Erfahrene schaffen es auch drei Wochen) am St\u00fcck durchaus machbar. Sp\u00e4testens dann sollte ein <strong>Supermarkt <\/strong>zum Nachkaufen von Essen angesteuert werden (vorher <strong>\u00d6ffnungszeiten<\/strong> notieren!). Pakete k\u00f6nnen beispielsweise in bewirtschafteten H\u00fctten, Jugendherbergen oder Post\u00e4mtern postlagernd abgeholt werden. Diese sollte man dann vor der Tour rechtzeitig anschreiben und vom Vorhaben berichten. Hat man das Go, gilt es, das Paket gut zu kennzeichnen. Im Paket enthalten sein k\u00f6nnen die Lieblingsschokolade, Lieblingsn\u00fcsse, Wanderkarten, Ersatz-Gaskartuschen, gefriergetrocknete Trekkingnahrung uvm.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos: da man auf Solo-Touren nat\u00fcrlich alles allein schleppen muss, empfiehlt sich die <strong>gefriergetrocknete Trekkingnahrung<\/strong> \u2013 sie spart Platz und Gewicht, ist einfach und blitzschnell zubereitet und stellt dennoch einen Teil der N\u00e4hrstoffe und <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/kalorienverbrauch-sport-rechner\/\">Kalorien<\/a> bereit, die man an einem langen Tag ben\u00f6tigt. Meine Favoriten sind hier Bla Band und <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/real-turmat\/\">Real Turmat<\/a>, wobei letztere auch beim Packma\u00df gut punkten. Bedacht werden sollte nur, dass <strong>ein Gericht lediglich um die 550 kcal <\/strong>hat. Die lassen sich durch Kombination mit etwas <strong>Butter\/\u00d6l, Schokolade und N\u00fcssen<\/strong> jedoch problemlos aufstocken ;-)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ausrustung\"><strong>Die Ausr\u00fcstung<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Waschen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Waschen.jpg\" alt=\"Der schmal Grat zwischen Tragekomfort und Stabilit\u00e4t\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der schmal Grat zwischen Tragekomfort und Stabilit\u00e4t.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Vor allem im Norden, wo <strong>Wetterverh\u00e4ltnisse in Minutenschnelle umschlagen<\/strong> k\u00f6nnen, ist die richtige Ausr\u00fcstung <strong>unverzichtbar <\/strong>und meiner Meinung nach sogar sicherheitsrelevant. Eine Ultralight-Ausr\u00fcstung mit Tarp und Co. finde ich hier Fehl am Platz. Man k\u00f6nnte nun seitenlang sinnieren, daher m\u00f6chte ich an dieser Stelle nur die ganz wichtigen Dinge aufz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kleidung\">Kleidung<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Hochwertige, wasserdichte Oberbekleidung<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/p\/gore-tex-pro\/\">Gore-Tex Pro<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/p\/dermizax\/\">Dermizax NX<\/a>) und <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/langarm-unterhemden\/\"><strong>atmungsaktive Baselayer<\/strong><\/a> (Merinowolle) sowie auf jeden Fall ein <strong>warmes Teil<\/strong> (Strickjacke \/ Primaloftjacke \/ Fleece) m\u00fcssen dabei sein. Ein vom Wandertag ersch\u00f6pfter K\u00f6rper friert schneller, zudem kann es vor allem im Sp\u00e4tsommer bereits empfindlich kalt werden. Mein <strong>\u201eLuxusst\u00fcck\u201c<\/strong> auf Tour ist daher meine <strong>dicke <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a><\/strong>, die ihr Gewicht absolut wert ist. Auch wenn warmes Wetter vorhergesagt ist, wandert diese Jacke in mein Gep\u00e4ck. Bei den <strong>Schuhen<\/strong> ist eine <strong>gute Sohle<\/strong> wichtig, eine bequeme, auf die F\u00fc\u00dfe abgestimmte <strong>Passform<\/strong> und viel <strong>Halt f\u00fcr die Kn\u00f6chel<\/strong>. Ob man sich im klassischen <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/wanderschuhe\/\">Trekkingstiefel<\/a> wohl f\u00fchlt, sollte jeder selbst vorher testen und entscheiden. Eine <strong>Gore-Tex Membran<\/strong> ist praktisch beim Durchwaten von Fl\u00fcssen und Matschgebieten, um die F\u00fc\u00dfe trocken zu halten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schlaf-equipment\">Schlaf-Equipment<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Schlafen setze ich auf eine m\u00f6glichst <strong>ausgewogene Mischung aus geringem Gewicht und Komfort<\/strong>. Mein Zelt, <strong>das Fjellheimen Superlight 2 Camp von Helsport<\/strong>, ist superleicht, daf\u00fcr ist meine <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/isomatten\/\">Isomatte<\/a> schwerer, da ich es hier lieber gem\u00fctlich mag. Der Schlafsack sollte genug Reserven f\u00fcr eine Nacht mit Minusgraden haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-rucksack\">Rucksack<\/h3>\n\n\n\n<p>Der <strong>Rucksack<\/strong> muss maximal bequem sein und zur jeweiligen <strong>K\u00f6rperanatomie<\/strong> passen (vor allem bei Frauen wichtig; vorher unbedingt Probetour machen!). Eine Faustregel besagt, dass <strong>nicht mehr als \u00bc des K\u00f6rpergewichts<\/strong> getragen werden darf. Muss man also f\u00fcr 14 Tage Essen tragen, sollte man schon tief in sich gehen, um zu schauen, was man WIRKLICH braucht und was nicht, um den K\u00f6rper nicht noch mehr zu strapazieren. Am wichtigsten ist, dass man <strong>die \u201egro\u00dfen 4\u201c<\/strong> (Zelt, Isomatte, Rucksack, Schlafsack) vom Gewicht <strong>so gering wie m\u00f6glich<\/strong> h\u00e4lt, ohne an <strong>Komfort und Robustheit<\/strong> einzub\u00fc\u00dfen \u2013 eine Gratwanderung, die man mit guter Ausr\u00fcstung durchaus schaffen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein unangenehmes, aber leider unvermeidbares Thema als Frau ist die <strong>Hygiene auf Tour<\/strong>. Wenn man damit nicht schon vertraut ist, lohnt es vielleicht, sich mit dem Thema <strong>Menstruationstasse<\/strong> auseinanderzusetzen \u2013 sie kann unterwegs einiges erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich auf Solo-Touren bevorzugt mitnehme, kannst Du in meiner <strong>Packliste<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Packliste-Nordkalottleden.pdf\">Packliste Nordkalottleden, PDF<\/a>) einsehen. Sie dient aber nicht als Vorgabe, sondern lediglich als <strong>kleine Inspiration<\/strong>, wie man es machen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-korperliche-vorbereitung\"><strong>K\u00f6rperliche Vorbereitung<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Strand.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Strand.jpg\" alt=\"Eine Erfahrung, die f\u00fcr die Strapzen entsch\u00e4digt.\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine Erfahrung, die f\u00fcr die Strapzen entsch\u00e4digt.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein <strong>starker, ausdauernder und leistungsf\u00e4higer K\u00f6rper<\/strong> macht auf Solo-Tour vieles einfacher. Es macht einfach wesentlich mehr Spa\u00df, Landschaft und Bewegung zu genie\u00dfen, wenn man nicht st\u00e4ndig an der <strong>eigenen Leistungsgrenze<\/strong> kratzt. Entscheidet man sich bewusst daf\u00fcr, viel Gewicht zu tragen, ist es wichtig, seinen K\u00f6rper \u00fcber die Monate vor der Tour <strong>gezielt auf diese Belastung vorzubereiten<\/strong> \u2013 muss man doch wortw\u00f6rtlich alles allein stemmen. Man tendiert dazu, die Wichtigkeit des Trainings <strong>zu untersch\u00e4tzen<\/strong>, und teilweise ist es tats\u00e4chlich so, dass vieles, vor allem <strong>Beinkraft<\/strong>, w\u00e4hrend der Tour mit der Belastung von selbst aufgebaut wird. Ich habe mich im Vorfeld meiner Touren sehr auf die Beine konzentriert und dabei andere Dinge im Nachhinein gesehen <strong>vernachl\u00e4ssigt<\/strong> \u2013 zum Beispiel die F\u00fc\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den <strong>F\u00fc\u00dfen<\/strong> lastet das gesamte Gewicht, sie tragen einen \u00fcber Stock und Stein und leisten auf Tour <strong>Schwerstarbeit<\/strong>. Die Fu\u00dfmuskeln <strong>durch Fu\u00dfgymnastik, Barfu\u00dfgehen<\/strong> (oder Barfu\u00dfschuhe) und Wanderungen in <strong>flexiblen Schuhen<\/strong> im Vorfeld zu st\u00e4rken ist somit sehr wichtig. Auch Balancieren auf einem <strong>Balancekissen<\/strong> st\u00e4rkt die B\u00e4nder und Sehnen der Kn\u00f6chel.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Trainingsroutine bestand aus zwei Komponenten: <strong>Krafttraining und Ausdauertraining<\/strong>. F\u00fcr die Ausdauer lief ich nicht nur regelm\u00e4\u00dfig, sondern machte auch lange <strong>Rennradausfahrten<\/strong>, welche den K\u00f6rper an eine stundenlange Belastung bei relativ niedrigem Puls gew\u00f6hnten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Kraft half mir das <strong>NLX Training<\/strong> an der Uni T\u00fcbingen sehr. Es enth\u00e4lt viele Komponenten des als Trendsportart bekannten <strong>Crossfit<\/strong> und hielt unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten bereit, Beinkraft und Core-St\u00e4rke aufzubauen. <strong>Ausfallschritte<\/strong> mit oder ohne zus\u00e4tzliches Gewicht, <strong>Kniebeugen<\/strong>, verschiedene \u00dcbungen mit Rundgewichten (<strong>Kettlebells<\/strong>), <strong>Feuerwehrschlauchtraining<\/strong> oder <strong>H\u00e4mmern<\/strong> auf Traktorreifen sorgten daf\u00fcr, dass der <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.ch\/schwitzrate-sport-rechner\/\">Schwei\u00df<\/a> in Str\u00f6men lief. So fiel es mir schon wesentlich leichter, den schweren Rucksack auf meine Schultern zu bekommen oder gezielt mit den Trekkingst\u00f6cken zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mentale-komponente\"><strong>Mentale Komponente<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf Solo-Tour zu gehen, kann <strong>Segen und Fluch zugleich<\/strong> sein. Segen, weil man alle <strong>Entscheidungen allein treffen<\/strong> kann, wie es einem selbst in den Kram passt. Ich brauche f\u00fcnf Minuten, um die perfekte Einstellung f\u00fcr dieses eine Foto zu erreichen? Kein Problem. Heute spontan Lust auf einen Pausentag? Geschenkt. Das gegenseitige R\u00fccksicht nehmen, Absprechen und gemeinsam Entscheiden, wenn man mit Wanderpartner unterwegs ist, <strong>f\u00e4llt in jeglicher Hinsicht<\/strong> selbstredend <strong>weg<\/strong>. Durch die fehlende Fixierung auf einen Partner nimmt man auch die <strong>Umgebung anders wahr<\/strong>. Der Fokus verschiebt sich z.B. von einem Gespr\u00e4ch mit dem Compagnon und den damit verbundenen Gedanken hin zu einer <strong>intensiven Wahrnehmung der Natur<\/strong>, der Stille, die einen umgibt. Man f\u00fchlt sich allein viel <strong>kleiner und dem\u00fctiger<\/strong>. Man geht anders auf seine Mitmenschen zu (sofern vorhanden). Dies ist auch der Aspekt, den ich selbst am allein Wandern am meisten genie\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann man diese sch\u00f6nen Momente, die perfekten Zeltpl\u00e4tze oder die Freude \u00fcber die gemeisterte Etappe <strong>mit niemandem teilen<\/strong>. Man muss au\u00dferdem die Konsequenzen f\u00fcr Fehlentscheidungen tragen und sich <strong>am eigenen Schopfe aus dem Sumpf<\/strong> ziehen, wenn es mal gar nicht l\u00e4uft. Meiner Erfahrung nach war das Alleinsein in solchen Momenten <strong>am schwersten<\/strong>. Man muss sich selber motivieren, weiterzugehen, und realisieren, dass diese weniger tollen Episoden <strong>genauso zum Tourleben geh\u00f6ren<\/strong>. Das ist manchmal alles andere als einfach. Die Flucht ins Selbstmitleid scheint leicht und im schlimmsten Fall m\u00f6chte man manches Mal alles <strong>hinschmei\u00dfen<\/strong>. Es hat wohl jeder seine ganz eigenen Methoden zur <strong>Selbstmotivation<\/strong>. Egal ob man an die n\u00e4chste Tafel Schokolade denkt, oder ans n\u00e4chste Etappenziel. Und wenn gar nichts mehr geht, baut man eben sein Zelt auf, der n\u00e4chste Tag sieht dann meistens schon anders aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-never-quit-by-impulse\"><strong>Never quit by impulse<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Silhouette.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Solotour-Silhouette.jpg\" alt=\"Das Ziel im Auge behalten\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Ziel im Auge behalten.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ganz wichtig ist es, sich in solchen Momenten vor Augen zu f\u00fchren, <strong>warum<\/strong> man das Ganze in erster Linie \u00fcberhaupt gerade macht und machen will \u2013 man darf sein gro\u00dfes Ziel nicht aus den Augen verlieren. Eine alte <strong>Weitwandererregel<\/strong> besagt auch <strong>\u201eNever quit by impulse\u201c.<\/strong> Die Entscheidung, abzubrechen sollte man gut reifen lassen und nicht beim ersten Hindernis gleich die Flinte ins Korn werfen. Der <strong>Stolz<\/strong>, ein solches \u00fcberwunden und die <strong>Herausforderung angenommen<\/strong> zu haben, ist ein unbezahlbares Gef\u00fchl. Trotzdem sollte man hier abw\u00e4gen und tief in sich hineinhorchen, denn es hilft einem gar nichts, durch heillose \u00dcberforderung oder Schmerzen vielleicht mehr Risiko einzugehen als n\u00f6tig und sich auch noch in eine ernste Notsituation zu man\u00f6vrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls kann es schwierig sein, auf einmal <strong>ganz viel Zeit<\/strong> zu haben. Zeit, seine Gedanken zu Dingen schweifen zu lassen, die im Alltag mit all der Arbeit, Sport und anderen ablenkenden Hobbys unter der Oberfl\u00e4che verbleiben. Wenn diese Reize wegfallen, werden auf einmal <strong>ganz andere Dinge wichtig<\/strong>. Vergessen geglaubte Erlebnisse und Gedanken bahnen sich ihren Weg nach au\u00dfen. Das kann sch\u00f6n und befreiend sein, aber auch wehtun. Zwischen <strong>\u201eWander-High\u201c und \u201eWander-Blues\u201c<\/strong> liegen dann manchmal nur ein paar Minuten, vor allem, wenn man nach 8 Stunden Wandern und 10 Stunden Schlafen <strong>immer noch 6 Stunden<\/strong> zum Vertrullern hat. Dann kann es sein, dass man mehr \u00fcber sich selbst lernt, als einem zun\u00e4chst lieb ist. Wie sagt man so sch\u00f6n: <strong>es macht was mit einem<\/strong>. Beh\u00e4lt man im Hinterkopf, dass all dies passieren kann und auch zum alleine Wandern dazugeh\u00f6rt, hat man sein <strong>mentales Gep\u00e4ck<\/strong> eigentlich schon gut beisammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-god-tur\"><strong>God Tur!<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>So viel Spa\u00df die Tourplanung auch macht, irgendwann will man den <strong>Plan Plan sein lassen<\/strong> und endlich den Wanderweg unters Profil nehmen \u2013 <strong>\u201edon\u2019t talk the walk, walk the walk\u201c<\/strong> hei\u00dft es dann. Dort z\u00e4hlt dann nur eines: der <strong>Spa\u00df<\/strong> am Unterwegssein und die <strong>Freude<\/strong> an der Natur. Und wenn die Vorbereitung stimmt, steht dieser wahren <strong>\u201eTurglede\u201c<\/strong> nun wirklich nichts mehr im Weg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich das erste Mal alleine loszog in die wundersch\u00f6ne Fjell-Welt des Rondane Nationalparks, trieb mich die Abenteuerlust, ein St\u00fcck Norwegens f\u00fcr mich allein zu entdecken. Ganz laut klopfte mein Herz, als ich an dem von gro\u00dfen Steinen markierten Anfang des Wanderwegs in Mysuseter stand und den ersten Schritt in Richtung Ungewissheit setzte. 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