Fahrradhelme

Kaufberatung Fahrradhelme

Inhaltsverzeichnis

In unserem Shop gibt es mehrere hundert Modelle von Fahrradhelmen. Von alten Platzhirschen wie Uvex oder KED bis zu Newcomern wie Smith, Sweet Protection oder POC sind viele Marken vertreten. Wie kannst Du als Kunde da noch den Überblick behalten und die richtige Wahl treffen?! Wir Bergfreunde wollen hierbei mit unserer Fachexpertise zur Seite stehen und Dir helfen, Dich zum für Dich besten Fahrradhelm zu führen.

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In unserem Shop gibt es mehrere hundert Modelle von Fahrradhelmen. Von alten Platzhirschen wie Uvex oder KED bis zu Newcomern wie Smith, Sweet Protection oder POC sind viele Marken vertreten. Wie kannst Du als Kunde da noch den Überblick behalten und die richtige Wahl treffen?! Wir Bergfreunde wollen hierbei mit unserer Fachexpertise zur Seite stehen und Dir helfen, Dich zum für Dich besten Fahrradhelm zu führen.

Wie funktioniert ein Helm?

In aller Regel besteht ein Fahrradhelm aus einem Innenteil aus Hartschaum, der mit einer Schale aus Kunststoff überzogen ist. Einige Modelle sind an der Innenseite gepolstert. Der Experte unterscheidet zwischen drei Grundarten: dem Mikroschalenhelm mit einer dünnen Kunststoffschicht, dem Hartschalenhelm mit einer festen und harten Außenschicht und dem Weichschalenhelm. Letzterer besteht nur aus der Hartschaumschale und wird heute nicht mehr verwendet.

Wenn es zum Aufprall kommt, federt der Helm, genauer gesagt seine Hartschaumschicht, die Stoßenergie ab. Das Ganze funktioniert ähnlich wie bei der Knautschzone eines Autos. Die Beschleunigung des Sturzes wird gedämpft und das Risiko schwerer Kopfverletzungen wird gemindert. Ein Hartschalenhelm verteilt die beim Aufprall entstehende Kraft auf die gesamte Fläche des Helmes, was den Sturz nochmal mildert. Die glatte Oberfläche von Mikro- und Hartschalenhelmen ermöglicht beim Sturz ein Abgleiten vom Untergrund. Je nach Exemplar und Helmart gibt es noch zusätzliche Schutzmaßnahmen, die die Sicherheit erhöhen. So viel zu Theorie, nun zur Praxis: dem Helmkauf!

PASSFORM, GRÖSSE, SICHERHEITSMERKMALE UND WEITERE DETAIL

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An oberster Stelle steht, wie so oft, die Passform. Allerdings sollte dieses Kriterium beim Helmkauf auf keinen Fall unterschätzt werden. Sitzt der Kopfschutz nicht richtig, geht die ganze Schutzfunktion flöten. Der Helm darf nicht wackeln und muss fest sitzen. Bei der Anprobe könnt ihr mit geöffneten Kinnriemen am Helm rütteln. Bleibt er an seinem Platz ist alles in Ordnung, lässt er sich bewegen, passt er nicht.

Die Größe ist entweder im Kopfumfang auf dem Helm angegeben oder in den bekannten „S-XL“ Normen. Der Helm muss mittig auf der Stirn sitzen. Also weder zu hoch, noch zu tief. Zwischen dem geschlossenen Kinnriemen und dem Kinn sollten maximal ein- bis anderthalb Zentimeter Freiraum sein. Etwa eine Fingerbreite also.

Außerdem wichtig: die Belüftungsschlitze! Damit bei anstrengenden Touren unter dem Helm keine „Kopfsauna“ entsteht, besitzen die allermeisten Modelle (das ist von der Helmart abhängig, aber dazu später mehr) Öffnungen, über die Frischluft an die Kopfhaut dringen kann. Damit nicht auch Insekten durch besagte Öffnungen eindringen können, sind sie oft mit einem Fliegenschutzgitter ausgestattet. Die Kinnriemen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Durch sie wird der Helm fest am Kopf fixiert. Das verhindert ein Verrutschen und gibt beim Sturz zusätzliche Sicherheit. Die Riemen müssen fest sitzen und einfach zu öffnen- und zu schließen sein. Ob per Drehrad oder per Klickverschluss, ist Euren Vorlieben überlassen. Modelle mit abnehmbarem Kinnschutz gibt es auch. In Sachen Gewicht ist vor allem darauf zu achten, dass der Helm nicht zu schwer ist. Eine drückende Last auf dem Kopf ist einer entspannten Radtour in den meisten Fällen hinderlich. Eher zweitrangig, aber gerade bei Kinderhelmen nicht zu vernachlässigen ist die Optik. Schließlich soll der Helm getragen werden und nicht wie bei meinem zehnjährigen Ich am Gepäckträger baumeln.

Anzeichen für einen Helmwechsel

Wie alles im Leben ist auch ein Fahrradhelm nicht für die Ewigkeit bestimmt. Sollte der Helm Risse in der Schale oder gar im Schaum aufweisen, muss ein neuer her. Auch feinste Haarrisse können die Sicherheit stark beeinträchtigen. Auch nach einem Sturz muss in jedem Fall ein neuer Helm ins Haus. Generell gilt, auch wenn der Helm von außen vollkommen in Ordnung scheint, kann er beschädigt sein. Da das Helmmaterial mit der Zeit porös werden kann und Schweiß und Sonnenlicht ebenfalls Einfluss auf die Haltbarkeit haben, wechseln Profis ihren Helm alle fünf bis sechs Jahre aus. Bei hochwertigen Fahrradhelmen findet sich neben dem CE-Prüfzeichen ebenfalls ein Herstellungsdatum. So könnt Ihr Euch sicher sein, ob der Kopfschutz zum alten Eisen gehört oder nicht.

Welche Extras und Feinheiten hat ein Helm?

Oft sind es die kleinen Annehmlichkeiten eines Helms, die einen Helm zu Deinem Lieblingshelm werden lassen. Als Beispiele seien hier genannt:

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  • „Rotierbare” Innenschale: Diese wenige Gramm schwere Innenschale ist innenseitig der Hartschaumschale angebracht. Sie kann im Falle eines Sturzes die auf den Kopf einwirkenden Rotationskräfte minimieren und somit das Gehirn schützen. Das bekannteste solcher System auf dem Markt nennt sich MIPS (Multi-Directional Impact Protection System).
  • Verstellsystem: Hast Du einen Drehverschluss, mit dem sich der Helm ganz einfach an Deinen Kopf anpassen lässt? Wenn ja, dann hast Du auf alle Fälle mehr Komfort, Spaß & Sicherheit beim Biken.
  • Magnet-Schnalle: Der klassische Steckverschluss am Kinnriemen ist eine praktische Sache - aber Magnetverschlüsse sind noch praktischer und kinderleicht in der Bedienung (z.B. Fidlock). Ein echter Geheimtipp, den Du lieben lernen wirst.
  • Belüftung und Polsterung: Der Helm sollte ausreichend Belüftunslöcher und -kanäle besitzen. Zudem eine angenehm weiche und schnell trocknende Polsterung, nur so fühlt sich der Helm federleicht an.
  • Design: Wir Bergfreunde sind der Überzeugung, dass der Fahrradhelm immer auf den Kopf gehört, sobald Du Dich auf Deinen Hobel schwingst! Wenn Du also den Helm immer aufziehen sollst, dann nimm auch einen Helm, der Dich optisch in Form und Farbe anspricht und geh nicht zu viele Kompromisse ein - so wirst Du ihn lieben lernen und gerne tragen.
  • Ein In-Mould Helm hat eine dauerhaft mit dem Schaumstoff verschweißte Außenschale und bietet besseren Schutz als ein lediglich punktuell verklebter Radhelm.
  • Dank der glatten Außenfläche gleiten Helme mit Mikroschale dadurch, dass diese weniger Reibung erzeugt leichter über den Boden, was die Gefahr von langwierigen Folgeverletzungen wie zum Beispiel Schleudertrauma minimiert.
  • Relativ ähnlich aufgebaut, jedoch noch etwas robuster sind Helme mit Hartschale. Deren harte, glatte Kunststoffoberfläche ist ebenfalls auf dämpfenden Schaumstoff aufgebracht.
  • Softshell oder Weichschalenhelme entsprechen heute nicht mehr dem Stand der Technik. Sie sind zwar leicht, jedoch entstehen an der weichen Oberfläche beim Aufprall am Boden beachtliche Reibungskräfte die allein schon zu Verletzungen führen können.

Worauf solltest Du achten

  1. Du musst den Helm aufziehen und Dich von Anfang an wohlfühlen! Der Helm muss sich einfach anfühlen wie eine zweite Haut, als ob er zu Deinem Kopf passt wie „Arsch auf Eimer”. Der Helm muss Deinen Kopf fest umschließen, soll aber nirgendwo drücken und Deinen Blickwinkel nicht einschränken. Hierfür vergleichst Du am besten mehrere Modelle miteinander.
  2. Wenn Du viel im Gelände unterwegs bist - Mountainbike, All-Mountain, Enduro, BMX, Bike-Park - dann nimm doch einen Helm, der am Hinterkopf weit nach unten in Richtung Nacken gezogen ist, um im Falle eines Sturzes den empfindlichen Hinterkopf zu schützen. Ein Visier mit Sollbruchstelle ist für Off-Road-Biker übrigens auch eine sinnvolle Knautschzone - Deine Nasenscheidewand wird es Dir danken!
  3. Unterschätze niemals die Hitzewallung im Aufstieg! Wenn es an heißen Sommertagen bergauf geht, kann der Helm nicht leicht und löchrig genug sein. Nimm also gerne einen Helm, der ein kluges und durchdachtes Belüftungssystem besitzt.

Q&A

Gibt es Helme speziell für Damen?Die meisten Männermodelle sind als Unisexmodelle zu verstehen - das heißt, sie können auch von Frauen getragen werden.Aber ja, natürlich gibt es auch spezielle Damenmodelle. Sie sind auf die Anatomie des weiblichen Kopfes angepasst, besitzen überwiegend ein feminines Design und warten teilweise mit kleinen Details wie „Pferdeschwanz-Kompatibilität”.
Was gibt es bei Kinderhelmen zu beachten?Was bei Erwachsenen gilt, gilt für Kinder noch viel eher - sind Kinder doch unerfahrene, oft noch unsichere Radler und befindet sich ihr sensibler Kopf noch in der Wachstumsphase.
  1. Der Helm muss sitzen, darf nicht wackeln wie eine Eierschale, aber auch nicht drücken.
  2. Der Helm muss den Kopf inkl. des Hinterkopfs umschließen und das Visier/die Front muss weiter hinausragen als Kinn und Nasenspitze.
  3. Der Helm muss dem Kind optisch gefallen, damit es ihn gerne aufzieht.
Doch wie viel Geld musst Du denn ausgeben, um einen guten, sicheren Helm zu erwerben?Das kann man gar nicht so einfach sagen. Es gibt durchaus günstige Helme, die einen guten Schutz bieten. Fest steht aber, dass hochpreisige Helme meist mit fortschrittlichen Technologien ausgestattet sind, die meist einen Mehrwert schaffen. Und fest steht auch: Wenn Du regelmäßig auf dem Bike unterwegs bist, also mehrere Stunden die Woche oder auch mehrmals im Jahr auf großer Tour, dann hat Dein Kopf ohnehin besten Schutz und hervorragende Technologien verdient. Denn den richtigen Helm zu tragen ist eine Frage von Sicherheit, Komfort, Wohlbefinden und Fahrspaß. Wenn Du es Dir also leisten kannst, solltest Du das Budget nicht zum vorrangigen Entscheidungskriterium für einen Fahrradhelm machen.
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